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Alstom: Zwei Kanzleien ermitteln ab 26. April




27.04.26 15:30
Börse Global

Alstom: Zwei Kanzleien ermitteln ab 26. April

Rekordaufträge in den Büchern, aber ein massiver Abfluss liquider Mittel. Alstom kämpft derzeit an zwei Fronten: Während operative Verzögerungen die Bilanz belasten, bringen sich in den USA spezialisierte Kanzleien für mögliche Sammelklagen in Stellung.


Kurssturz nach Prognosesenkung

Der französische Bahntechnik-Konzern korrigierte seine mittelfristigen Ziele deutlich nach unten. Die bereinigte EBIT-Marge lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei rund sechs Prozent. Der freie Cashflow belief sich auf etwa 330 Millionen Euro. Parallel dazu kassierte das Management die Prognose für den kumulierten Geldfluss in Höhe von 1,5 Milliarden Euro.


An der Börse lösten die Nachrichten eine Flucht aus dem Papier aus. Innerhalb eines Monats verlor die Aktie fast 29 Prozent an Wert. Mit einem aktuellen Kurs von 16,66 Euro notiert der Titel nur knapp über seinem jüngsten Jahrestief.

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US-Kanzleien prüfen Sammelklagen

Nun prüfen US-Kanzleien wie Pomerantz LLP rechtliche Schritte wegen des Verdachts auf unzulässige Geschäftspraktiken. Die Untersuchungen wurden am 26. April eingeleitet. Währenddessen deutet der Relative-Stärke-Index (RSI) mit einem Wert von 27,5 auf einen technisch überverkauften Zustand der Aktie hin.


Rekordaufträge treffen auf operative Hürden

Verzögerungen bei großen Zug-Projekten bremsen den Geldfluss massiv aus. Das ist paradox, da die Nachfrage eigentlich auf einem Höchststand liegt. Der Auftragseingang erreichte im Geschäftsjahr 2025/26 einen Rekordwert von 27,6 Milliarden Euro, was den Auftragsbestand auf über 100 Milliarden Euro hob.


Der neue CEO Martin Sion kündigte sofortige Maßnahmen zur Stabilisierung an. Er will die operative Ausführung straffen, um die Profitabilität nachhaltig zu sichern. Für das laufende Geschäftsjahr peilt das Unternehmen ein organisches Umsatzwachstum von fünf Prozent sowie eine operative Marge von etwa 6,5 Prozent an.


Klarheit über das volle Ausmaß der finanziellen Belastungen dürften die geprüften Jahreszahlen bringen. Alstom plant die Veröffentlichung für Mai. Bis dahin bleibt die Unsicherheit über die rechtlichen Folgen der US-Untersuchungen ein dominanter Faktor für den Kurs.


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