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Aktienmärkte Wochenrückblick




24.03.03 18:14
4investors.de

Zumindest eine Unsicherheit ist weg: Die USA führen Krieg gegen den Irak. Die Börsen haben erwartungsgemäß mit einer so genannten "Kriegsrallye" reagiert, so die Experten von "4investors.de".

Entsprechend zurückhaltend fielen die Kommentare der Experten aus: Wenn sich die Kampfhandlungen in die Länge zögen, könnten Rückschläge erfolgen. Dabei sei noch gar nicht die Rede von den sich abzeichnenden mittelfristigen Folgen nach einem militärischen Sieg, vor allem die Kosten für Stationierung von Soldaten und den Wiederaufbau könnten noch für eine negative Überraschung sorgen.

Keine Kursverlierer seien im DAX zu verzeichnen. Ganz oben auf der Skala der Gewinner stehe der Pharmakonzern Bayer mit einem Plus von mehr als 35 Prozent. Der Kursauftrieb hänge nicht mit den Ereignissen im Irak zusammen, sondern gehe auf die Hoffnung zurück, dass die Klagewelle gegen den Konzern nicht den befürchteten wirtschaftlichen Schaden anrichte. Ein Gerichtsurteil, mit dem eine Klage abgewiesen worden sei, bilde die Grundlage für diese Hoffnungen.

Auf dem zweiten Rang stehe der Reisekonzern TUI mit einem Zugewinn von mehr als 30 Prozent. Die Aktie sei in den vergangenen Wochen jeweils unter den Spitzenverlierern zu finden, gehöre doch die Reisebranche zu den Segmenten, die unter der drohenden Kriegsstimmung stark leiden würden. Der Kursgewinn sei eine Spekulation auf eine Rückkehr zur Normalität.

Zu den gut performenden Werten gehören mit der Deutschen Bank und MLP der auch zwei Werte aus der Finanzbranche, auch die Commerzbank kann sich im Vergleich zur Vorwoche verbessern. Die Gewinne der Münchener Rück und der HypoVereinsbank fallen dagegen bescheiden aus. Ganz unten in der Liste stehen die Titel der Allianz, die um magere 1,6 Prozent zulegen konnten. Zu den schwächsten Werten der Woche zählen außerdem die Deutsche Telekom und das Softwarehaus SAP, die gemeinsam mit der Allianz das Verlierertrio für die zurückliegende Woche bilden.

Wesentlich weniger eindeutig ist die Entwicklung im Nemax50. Hier gibt es eine ganze Reihe von Aktien, die gegenüber der Vorwoche an Boden verloren haben, zum Teil recht deutlich. Ganz oben steht die Aktie des Spezialisten für erneuerbare Energie, Repower, die sich knapp 28 Prozent gegenüber dem Freitag der Vorwoche verbessern kann. Die Aktie ist im Börsenbrief SAM-Investor positiv besprochen worden: Gegenüber der Konkurrenz wird der Wert als recht günstig bewertet angesehen. Auch Plambeck weist gegenüber der Vorwoche Zugewinne auf, das gleiche gilt für Nordex. Dagegen geht es mit Umweltkontor wie schon in der Vorwoche stark bergab. Die Aktie ist die Nummer vier unter den Top-Verlierern.

Auch Aixtron habe sich gegenüber dem vergangenen Freitag stark verbessern können. Nach den schlechten Zahlen für 2002 sei die Aktie zuvor stark unter Druck geraten und habe einen Teil der Verluste kompensieren können. Ein Quintett von Biotech-Aktien zähle ebenfalls zu den Wochengewinnern, wenn auch der Zuwachs gegenüber der Spitzengruppe moderater ausfalle. Evotec, BB Biotech, Lion Bioscience und Medigene lägen mit Kursgewinnen um die Marke von 10 Prozent dicht beieinander, GPC Biotech folge mit einem leichten Abstand.

Signifikante Verluste müsse dagegen die DAB Bank mit mehr als 15 Prozent hinnehmen. In den vergangenen Tagen habe es eine Reihe von negativen Analystenkommentaren gegeben, die den Wert unter Druck gesetzt hätten. Zu den weiteren Top-Verlierern würden IM International Media und D.Logistics zählen. Bei beiden Werten herrsche absolute Nachrichtenflaute. Logistik-Wettbewerber Thiel Logistik könne sich trotz personeller Turbulenzen gegenüber der Vorwoche leicht verbessern.

Eine sehr unterschiedliche Kursentwicklung würden wiederum die beiden Wettbewerber Singulus und STEAG HamaTech aufweisen. Während Singulus Kursgewinne verzeichnen könne, verliere STEAG im Wochenvergleich weiter an Boden. Gute Zahlen und die Aussicht auf weiteres Wachstum im laufenden Geschäftsjahr würden die Aktie des Internet-Unternehmens United Internet zu einem der Wochengewinner machen. Seit Jahresanfang stehe sogar ein Kursplus von knapp 38 Prozent in den Statistiken.








 
 

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