Die Rheinmetall-Aktie (ISIN: DE0007030009, WKN: 703000, Ticker: RHM) verliert weiter an Boden, doch Deutsche Bank Research hält an ihrer Kaufempfehlung fest. Zum angegebenen Handelsschluss am 6. November 2026 um 17:37 Uhr MEZ notiert das Papier bei 812,70 Euro – ein Minus von 28,80 Euro beziehungsweise 3,42%. In der Rheinmetall-Aktienanalyse bleibt Christoph Laskawi bei seinem Kursziel 1.650 Euro und dem Rating "buy". Damit steht der angeschlagenen Börsenstimmung eine weiterhin ausgesprochen positive Bewertung des Analysten gegenüber.
Rheinmetall Aktie: Vertrauen erschüttert, Kursziel 1.650 Euro bleibt!
Rheinmetall verliert weitere 3,42%, doch Deutsche Bank Research hält trotz angeschlagenen Anlegervertrauens am Kursziel von 1.650 Euro fest.

Zwischen Vertrauensverlust und operativem Wachstum
Eine gesenkte Prognose trifft an der Börse häufig gleich zwei empfindliche Punkte: die Erwartungen an das Geschäft und die Glaubwürdigkeit des Managements. Genau dieses Spannungsfeld beschreibt Christoph Laskawi in seiner Einschätzung für Deutsche Bank Research.
Das Vertrauen der Anleger in die Prognosen und die Kommunikation des Rüstungskonzerns habe einen erheblichen Dämpfer erhalten. Damit benennt Christoph Laskawi einen zentralen Schwachpunkt: Investoren müssen neu beurteilen, wie verlässlich die Aussagen zur weiteren Geschäftsentwicklung sind.
Eine solche Verunsicherung lässt sich nicht allein durch den Hinweis auf langfristige Chancen beseitigen. Für eine nachhaltige Beruhigung dürfte entscheidend sein, ob Rheinmetall seine angepassten Erwartungen künftig erfüllt und die Entwicklung nachvollziehbar erläutert.
Dennoch bleibt das Rating "buy" bestehen. Deutsche Bank Research gewichtet in der Rheinmetall-Aktienanalyse neben dem Vertrauensverlust auch die operative Leistung des Unternehmens.
Christoph Laskawi verweist auf Wachstum und Gewinnsteigerungen
Nach Einschätzung von Christoph Laskawi setze Rheinmetall das seit Jahresbeginn gezeigte deutliche Wachstum um. Zudem habe der Konzern bislang ordentliche Gewinnsteigerungen erzielt.
Diese Unterscheidung ist für die Einordnung der Analyse wesentlich: Eine Prognosesenkung bedeutet, dass bisherige Erwartungen korrigiert werden müssen. Sie bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Umsatz und Gewinn schrumpfen. Ein Unternehmen kann weiterhin deutlich wachsen und zugleich hinter den zuvor geweckten Erwartungen zurückbleiben.
Deutsche Bank Research hält deshalb trotz der beschädigten Vertrauensbasis am Kursziel 1.650 Euro fest. Christoph Laskawi stellt den bisherigen operativen Fortschritt dem negativen Stimmungseffekt gegenüber. Das Rating "buy" zeigt, dass aus seiner Sicht die positiven Argumente weiterhin überwiegen.
Kursziel 1.650 Euro: Rechnerisch mehr als eine Verdopplung
Besonders auffällig ist der Abstand zwischen Börsenkurs und Analystenziel. Ausgehend von 812,70 Euro liegt das Kursziel 1.650 Euro rund 103% höher. Rechnerisch entspricht dies etwas mehr als einer Verdopplung.
Dieser Abstand unterstreicht, wie weit die Bewertung von Deutsche Bank Research und der angegebene Börsenkurs auseinanderliegen. Er ist allerdings keine Zusage für eine entsprechende Kursentwicklung. Ein Kursziel beruht auf Annahmen, deren Tragfähigkeit sich erst im weiteren Geschäftsverlauf erweisen muss.
Die Rheinmetall-Aktienanalyse enthält damit eine klare positive Positionierung, aber keinen Freibrief für Anleger. Damit sich die optimistische Einschätzung von Christoph Laskawi im Kurs niederschlagen kann, dürfte Rheinmetall sowohl operativ überzeugen als auch das Vertrauen in seine Prognosen wieder stärken müssen.
Was für die Aktie spricht – und was sie belastet
Auf der Chancenseite steht die von Christoph Laskawi hervorgehobene Geschäftsentwicklung. Das deutliche Wachstum und die bereits erzielten Gewinnsteigerungen liefern Argumente dafür, den Konzern nicht allein anhand der jüngsten Prognosekorrektur zu beurteilen. Gelingt es Rheinmetall, diese Entwicklung fortzusetzen und die angepassten Erwartungen zuverlässig zu erfüllen, könnte dies die Grundlage für eine bessere Börsenstimmung schaffen.
Das Risiko liegt vor allem in einer erneut enttäuschten Erwartungshaltung. Nach einer Prognosesenkung dürften Anleger kommende Aussagen besonders kritisch prüfen. Weitere Abweichungen könnten den Vertrauensverlust vertiefen und die Bewertung zusätzlich belasten.
Hinzu kommt: Auch tatsächlich erzieltes Wachstum reicht nicht immer für steigende Aktienkurse. Entscheidend ist ebenfalls, welche Entwicklung der Markt bereits voraussetzt und welchen Preis er dafür zu zahlen bereit ist. Die positive operative Bilanz und der aktuelle Kursrückgang schließen sich deshalb nicht aus.
Deutsche Bank Research bleibt bei ihrer Kaufempfehlung
Die Kernaussage der Rheinmetall-Aktienanalyse ist eindeutig: Christoph Laskawi erkennt den Schaden für das Anlegervertrauen an, sieht darin aber keinen ausreichenden Grund, seine positive Einstufung aufzugeben. Deutsche Bank Research bestätigt das Rating "buy" mit dem Kursziel 1.650 Euro.
Für Anleger bleibt damit die Frage, ob die kommenden Geschäftszahlen das operative Wachstum bestätigen und die Kommunikation des Konzerns wieder mehr Sicherheit vermittelt. Der Kursrutsch zeigt die Skepsis des Marktes. Christoph Laskawi setzt mit seiner unveränderten Kaufempfehlung einen deutlichen Gegenakzent.
Teilen Sie diesen Artikel mit Ihren Freunden – dann hat die Börsengruppe heute mehr zu diskutieren als die Frage, wer wieder genau am Hoch gekauft hat.
Autor: Redaktion, aktiencheck.de
Veröffentlicht am: 6. November 2026
Disclaimer
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Aktien unterliegen Risiken, einschließlich des möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals. Die Redaktion übernimmt keine Haftung für etwaige Entscheidungen auf Basis dieses Artikels.
War dieser Artikel hilfreich?
Die Inhalte auf AktienCheck.de dienen ausschließlich der Information und stellen keine individuelle Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Wertpapiergeschäfte sind mit Risiken bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals verbunden.