Citi hat die Bewertung von Intesa Sanpaolo gestern Medienberichten zufolge mit einer Kaufempfehlung aufgenommen. Das Urteil folgt auf eine Woche, in der die Bank ihre Gewinnprognose erhöhte und die Konditionen ihres Übernahmeangebots für Banca Monte dei Paschi di Siena anpasste.
Intesa Sanpaolo Aktie: 30 Milliarden für Mittelstands-Export
Citi bewertet Intesa positiv; die Bank erhöht ihre 2026-Prognose und verbessert das Umtauschverhältnis für das MPS-Angebot.

Neue Konditionen für das MPS-Angebot
Intesa Sanpaolo erhöhte am Dienstag das Umtauschverhältnis ihres Angebots für Banca Monte dei Paschi di Siena (MPS). Je MPS-Aktie bietet die Bank nun 1,664 statt zuvor 1,600 neu ausgegebene Intesa-Aktien. Nach Unternehmensangaben gleicht die Anpassung den Effekt der beschlossenen Zwischendividende aus.
Diese beträgt 0,22 Euro je Aktie und soll am 25. November ausgezahlt werden. Als Stichtag nennt Intesa den 24. November.
Bereits am 28. Oktober hatte die Bank mitgeteilt, sämtliche nach den einschlägigen Branchenvorschriften erforderlichen vorherigen Genehmigungen zum Kontrollerwerb bei MPS erhalten zu haben. Am 30. Oktober erklärte Intesa, ihr Angebot werde fortgeführt, nachdem die MPS-Aktionäre die vorgeschlagenen Angebote für Banco BPM und Banca Generali abgelehnt hatten.
Höheres Gewinnziel und Exportinitiative
Am Dienstag hob Intesa Sanpaolo die Gewinnprognose für 2026 auf deutlich mehr als zehn Milliarden Euro an. Für die ersten neun Monate meldete die Bank einen Nettogewinn von 8,2 Milliarden Euro. Das entsprach einem Zuwachs von 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Der Quartalsumsatz blieb dagegen Medienberichten zufolge mit 6,92 Milliarden Euro hinter den von Analysten erwarteten 7,00 Milliarden Euro zurück.
Am Mittwoch startete Intesa gemeinsam mit Confindustria, SACE, SIMEST und ICE eine Initiative zur internationalen Expansion italienischer kleiner und mittlerer Unternehmen. Die Bank stellt dafür über drei Jahre 30 Milliarden Euro an neuen Krediten bereit. Hinzu kommen Vereinbarungen mit Bankpartnern in Frankreich, Indien und Brasilien.
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