Der globale Ausverkauf bei KI- und Technologiewerten belastet heute auch DHL. Reuters nennt den Konzern unter den DAX-Verlierern und führt den breiten Marktrückgang auf KI-Sorgen in den USA und Asien zurück. Die DHL-Aktie verliert heute 3,0%. Als Auslöser beschreibt Reuters Befürchtungen über stärkere Regulierung und eine mögliche Dämpfung des Rechenzentrumsausbaus.
DHL Group Aktie: Barclays hebt Kursziel an
Im dritten Quartal 2026 stiegen Umsatz und EBIT; für das Gesamtjahr rechnet DHL mit mehr als 7 Milliarden Euro EBIT.

Analysten erhöhen ihre Kursziele
Ungeachtet des schwachen Börsenumfelds haben zwei Analysehäuser heute ihre Kursziele für DHL angehoben. Barclays erhöhte das Ziel von 63 auf 66 Euro und bestätigte die Einstufung „Overweight“.
Bernstein setzte das Kursziel von 47 auf 49,50 Euro herauf. Das Urteil blieb bei „Market-Perform“. Damit unterscheiden sich die beiden Häuser weiterhin sowohl beim Bewertungsniveau als auch bei ihrer Empfehlung.
DHL erwartet starkes Schlussquartal
DHL-Finanzvorständin Melanie Kreis erklärte gestern laut Reuters, der Konzern erwarte ein starkes viertes Quartal und wolle seine Ziele für 2026 erreichen. Bei DHL Express seien die Flugtreibstoffkosten in den ersten neun Monaten des Jahres um rund 1 Milliarde Euro gestiegen. Größtenteils habe das Unternehmen diese Belastung über Treibstoffzuschläge weitergegeben.
Die gestern veröffentlichten Geschäftszahlen zeigen für das dritte Quartal 2026 einen Umsatz von 22,7 Milliarden Euro. Das entspricht einem Wachstum von 12,6 Prozent.
Das Konzern-EBIT erhöhte sich im selben Zeitraum um 16,2 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr erwartet DHL ein EBIT von mehr als 7,0 Milliarden Euro.
Beim freien Cashflow ohne Übernahmen und Fusionen liegt die Erwartung bei mehr als 3,2 Milliarden Euro. Die Gewinnprognose hatte DHL bereits vor gut drei Wochen angehoben.
Als nächste Investorenveranstaltung plant der Konzern am 9. November eine Corporate-Governance-Roadshow in London.
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