Eine Woche mit starken Ausschlägen, am Ende ohne nennenswerte Veränderung: Der DAX hat zwischen Montag, 2. November 2026, und Freitag, 6. November 2026, im Vergleich zu den Schlusskursen vom Freitag, 30. Oktober 2026, praktisch unverändert geschlossen. Die Veränderung lag bei rund 0,0 Prozent. Unter der ruhigen Oberfläche ging es jedoch lebhaft zu. Von den 40 Mitgliedern des Leitindex legten 28 zu, nur 12 gaben nach, kein Wert schloss unverändert. An der Spitze standen Heidelberg Materials, Bayer und Fresenius, die alle in dieser Woche Quartalszahlen vorlegten. Am anderen Ende der Tabelle rutschte Rheinmetall tief ins Minus.
DAX im Wochenrückblick: Heidelberg Materials, Bayer und Fresenius stürmen an die Spitze
Der DAX trat in der ersten Novemberwoche unterm Strich auf der Stelle. Heidelberg Materials, Bayer und Fresenius zogen nach Quartalszahlen kräftig an, Rheinmetall brach dagegen um 21,68 Prozent ein.

- DAX, Woche bis Freitag, 6. November 2026
- rund 0,0 %
- Werte gestiegen / gefallen
- 28 / 12
- Heidelberg Materials, stärkster Wert
- +15,52 %
- Rheinmetall, schwächster Wert
- -21,68 %
Der Wochenauftakt verlief freundlich: Am Montag kletterte der DAX um rund 0,7 Prozent. Am Dienstag folgte ein leichter Rücksetzer um rund 0,4 Prozent. Der Mittwoch geriet dann zum stärksten Tag der Woche, der Index zog um rund 2,3 Prozent an. Am Donnerstag bröckelte er um rund 0,3 Prozent ab, bevor der Freitag einen deutlichen Rückschlag brachte: Der DAX rutschte um rund 2,3 Prozent ab. So endete eine Woche mit zwei großen Ausschlägen in entgegengesetzte Richtungen nahezu dort, wo sie begonnen hatte.
Der unangefochtene Spitzenreiter kam aus Heidelberg. Die Aktie des Baustoffkonzerns schoss um 15,52 Prozent auf 173,80 Euro nach oben. Am Mittwoch legte das Unternehmen seine Quartalszahlen vor. Wie AktienCheck berichtete, stieg der Umsatz um 10,4 Prozent auf 6,41 Milliarden Euro, der Gewinn in Europa legte um 14,6 Prozent zu, und die Jahresziele wurden bestätigt. Auf Rang zwei folgte der Pharma- und Agrarkonzern aus Leverkusen: Seine Papiere kletterten um 9,89 Prozent auf 55,58 Euro. Bereits am Dienstag hatte das Unternehmen Zahlen zum dritten Quartal veröffentlicht. Laut AktienCheck hob es dabei seine Prognose an, und die Pharmasparte steigerte ihr Ergebnis deutlich.
Auch der Gesundheitskonzern aus Bad Homburg gehörte zu den großen Gewinnern der Woche und zog um 9,30 Prozent auf 52,24 Euro an. Nach Vorlage der Quartalszahlen am Mittwoch berichtete AktienCheck von einem um 10 Prozent gestiegenen operativen Ergebnis und einem um 14 Prozent höheren Gewinn je Aktie; zudem hob das Unternehmen seine Prognose für 2026 an. Dazu kommt eine neue Partnerschaft mit WuXi Biologics im Bereich Biosimilars. Dahinter rollte Continental nach vorn. Die Aktie des Reifenherstellers aus Hannover legte um 5,65 Prozent auf 70,34 Euro zu. Am Dienstag meldete AktienCheck, dass ein Milliardenverkauf im Rahmen des Konzernumbaus freigegeben wurde. Am Mittwoch folgten Quartalszahlen: Der Gewinn stieg um 6,7 Prozent, die operative Marge erreichte 14,9 Prozent, und die Prognose für den Free Cashflow 2026 wurde auf bis zu 1,3 Milliarden Euro angehoben. Den fünften Platz sicherte sich MTU Aero Engines. Der Triebwerkshersteller aus München gewann 5,28 Prozent auf 346,70 Euro.
Ganz anders erging es dem Rüstungskonzern aus Düsseldorf. Seine Aktie war der mit Abstand schwächste Wert im DAX und brach um 21,68 Prozent auf 812,70 Euro ein. Schon zum Wochenauftakt hatte sie nachgegeben, wie AktienCheck am Dienstag berichtete. Am Ende stand ein Minus, das alle anderen Bewegungen der Woche in den Schatten stellte. Auf dem zweitletzten Platz landete Infineon. Die Papiere des Chipherstellers aus Neubiberg verloren 9,50 Prozent und schlossen bei 45,76 Euro.
Auch Siemens Energy geriet unter Druck. Die Aktie des Energietechnikkonzerns aus München fiel um 6,67 Prozent auf 118,46 Euro. Deutlich glimpflicher kamen die beiden Essener Unternehmen am Ende der Tabelle davon. Hochtief gab um 2,19 Prozent auf 365,60 Euro nach. Der Baukonzern verbuchte damit ein spürbares, aber weit weniger dramatisches Minus als die Werte davor. Knapp dahinter folgte Brenntag. Die Aktie des Chemiehändlers rutschte um 2,15 Prozent auf 61,90 Euro ab und komplettierte die Gruppe der fünf schwächsten Werte der Woche.
Unterm Strich zeigt die Woche ein deutliches Bild: Die großen Gewinner veröffentlichten fast alle in diesen Tagen Quartalszahlen, und bei drei von ihnen meldete AktienCheck angehobene Prognosen oder Ausblicke. Gleichzeitig verdeckt die nahezu unveränderte Wochenbilanz des DAX eine kräftige Spreizung zwischen Spitze und Schlusslicht. Die Mehrheit der Mitglieder schloss im Plus, doch am unteren Ende der Tabelle standen herbe Verluste.
Quelle: Woche bis Freitag, 6. November 2026, Vergleich mit dem Schluss vom Freitag, 30. Oktober 2026
Quelle: Woche bis Freitag, 6. November 2026, Vergleich mit dem Schluss vom Freitag, 30. Oktober 2026
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