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Euronext Aktie: Zahlen übertreffen Analystenerwartungen

Höhere Quartalserträge und ein gesenktes Kostenziel prägen Euronexts Bericht; ein Aktienrückkauf von bis zu 350 Millionen Euro ist geplant.

Euronext Aktie: Zahlen übertreffen Analystenerwartungen
Bild: boerse-global.de

Euronext hat heute mit einem besser als erwarteten Quartalsergebnis und einem angekündigten Aktienrückkauf überzeugt. Hinzu kommt eine niedrigere Kostenprognose für das Gesamtjahr. Die Aktie legt daraufhin um 4,2% zu. Für Anleger verbindet die Veröffentlichung damit drei positive Signale: Wachstum, geringere erwartete Aufwendungen und eine geplante Kapitalrückgabe.

Operatives Ergebnis übertrifft die Erwartungen

Im dritten Quartal 2026 erreichten Umsatz und Erträge nach Unternehmensangaben 547,4 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Anstieg um 24,9%.

Entscheidend ist dabei nicht allein das Wachstum der Einnahmen. Auch beim bereinigten operativen Ergebnis konnte Euronext zulegen und die vom Unternehmen zusammengestellten Analystenerwartungen übertreffen. Die Veröffentlichung liefert damit einen konkreten operativen Anlass für den Kursanstieg.

Das bereinigte EBITDA stieg um 31,6% auf 364,2 Millionen Euro. Die vom Unternehmen zusammengetragene Prognose hatte bei 343,9 Millionen Euro gelegen.

Damit fällt die Ergebnisentwicklung stärker aus als das Wachstum von Umsatz und Erträgen. Für die Einordnung des Quartals ist das ein wichtiger Unterschied: Die höheren Einnahmen gingen mit einem überproportionalen Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses einher.

Niedrigere Kostenprognose ergänzt das Wachstum

Euronext senkte zugleich die Prognose für die zugrunde liegenden operativen Aufwendungen ohne Abschreibungen für 2026. Statt 770 Millionen Euro erwartet das Unternehmen nun 760 Millionen Euro.

Die neue Kostenprognose ergänzt die Ergebnisüberraschung um eine Aussage zum Gesamtjahr. Sie ist allerdings eine Erwartung und noch kein abgeschlossener Jahreswert. Anleger sollten die bereits erzielten Quartalsergebnisse deshalb von der angekündigten Kostenentwicklung unterscheiden.

Rückkauf mit festem Starttermin

Zusätzlich kündigte Euronext ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 350 Millionen Euro an. Der Beginn ist für den 9. November 2026 vorgesehen.

Der Rückkauf ist damit ein weiterer Bestandteil der heutigen Nachricht, aber noch nicht vollzogen. Auch das genannte Volumen ist als Obergrenze zu verstehen. Die Kombination aus Ergebnisüberraschung, niedrigerer Kostenprognose und geplanter Kapitalrückgabe bildet den Kern der positiven Kursreaktion.

Parallel steht ein längerfristiger Führungswechsel an. Am Montag kündigte Euronext die beabsichtigte Nominierung von NN-Group-Chef David Knibbe zum Vorstandsvorsitzenden an. Stéphane Boujnah hat entschieden, im Mai 2027 zurückzutreten.

Die Nominierung soll der Hauptversammlung am 20. Mai 2027 vorgelegt werden. Sie steht weiterhin unter dem Vorbehalt der erforderlichen aufsichtsrechtlichen Genehmigungen und der Zustimmung der Aktionäre. Anders als das veröffentlichte Quartalsergebnis bleibt dieser Schritt somit eine geplante Veränderung.

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