Die Verbraucherpreise (HVPI) im Euroraum stiegen im Oktober im Jahresvergleich um 4,0% und erreichten damit den höchsten Wert seit September 2023, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.
Die Inflation im Euroraum steigt auf 4%
Die Zinsunsicherheit bleibt hoch

Haupttreiber seien die Energiepreise gewesen. Mehrere Ratsmitglieder hätten signalisiert, dass weitere Schritte nötig sein könnten, um die Teuerung wieder Richtung Zielwert von 2% zu führen. Am Markt gelte eine Anhebung bis Dezember als sehr wahrscheinlich. Entlastung könnte nun vom Rohölmarkt kommen: Brent habe sich in dieser Woche um rund 20% verbilligt, was die Energiekomponente der Inflation mit Verzögerung dämpfen würde. Entscheidend werde sein, ob der Preisrückgang anhalte und ob Zweitrundeneffekte, also steigende Löhne und Dienstleistungspreise, begrenzt bleiben würden. Die Zinssitzung im Dezember bleibe damit die nächste echte Weichenstellung für den Zinspfad. Für Unternehmen und Anleger bedeute das: Die Zinsunsicherheit bleibe hoch, Finanzierungskosten und Anlagerenditen würden empfindlich auf jede neue Preisnachricht reagieren. Auch die Energiepreise im Winter würden ein substanzieller Risikofaktor bleiben.
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