Traden & Investieren mit Solar-Aktien – Solarenergie in Zeiten von Donald Trump
Energie der Zukunft, Regeln von gestern? Die USA bremsen ihren eigenen Solarschub Die aktuelle US-Regierung unter Donald Trump verfolgt in der Energiepolitik einen doppelten Kurs, der Solarenergie
zugleich fördert und zügelt. Einerseits wird der Ausbau erneuerbarer Energien weiterhin als strategisches Ziel betrachtet – schließlich stammen inzwischen über 80 Prozent der neu installierten Stromkapazitäten in den USA aus Solaranlagen. Der Staat will jedoch
nicht mehr, dass diese Entwicklung ausschließlich auf Subventionen beruht. Stattdessen soll der Sektor eigenständiger, technologisch wettbewerbsfähiger und stärker in den USA verankert werden. Kernstück dieser Politik bleibt der Inflation Reduction Act, der großzügige Steuervergünstigungen und Investitionsanreize
für Solar- und Speicherprojekte vorsieht. Diese gelten jedoch nur unter der Bedingung, dass ein erheblicher Teil der verwendeten Komponenten in den Vereinigten Staaten hergestellt wird. Die Regierung verfolgt damit das Ziel, die Abhängigkeit von chinesischen
Importen zu verringern und Arbeitsplätze in der heimischen Industrie zu schaffen. Gleichzeitig werden Produktionsstätten für Solarmodule, Zellen und Wechselrichter im Land gezielt gefördert, was einen regelrechten Fabrikboom ausgelöst hat. Allerdings werden diese Vergünstigungen Schritt für Schritt zurückgefahren. Bereits ab 2026 sollen viele der Steuererleichterungen
für neue Projekte auslaufen oder nur noch eingeschränkt gelten. Das bedeutet, dass sich der Markt derzeit in einer Art „Förder-Endspurt“ befindet: Unternehmen versuchen, ihre Projekte noch rechtzeitig zu beginnen, um die vollen Steuervorteile mitzunehmen.
Nach 2027 könnte der Solarboom deshalb etwas abflauen, sofern keine neuen Fördergesetze nachgeschoben werden. Parallel dazu verschärft die Regierung die Regeln für Großprojekte. Neue Vorschriften verlangen etwa, dass Solarfarmen
auf Bundeslandflächen persönlich vom Innenministerium genehmigt werden. Zudem hat das Finanzministerium die sogenannten „safe harbour“-Regeln gestrichen, die bisher einen unkomplizierten Zugang zu Steuervergünstigungen ermöglichten. Diese zunehmende Bürokratie
verlangsamt den Ausbau und erhöht die Planungsunsicherheit für Entwickler und Investoren. Auch inhaltlich hat sich der Schwerpunkt verschoben. Während Solar und Wind lange Zeit als unantastbare Vorzeigeprojekte
galten, fördert Washington inzwischen stärker technologieoffen – auch Kernkraft wird wieder als klimafreundliche Energiequellen behandelt. Das soll eine breitere, stabilere Energiebasis schaffen, schmälert aber die politische Priorität der Solarbranche. Insgesamt bedeutet diese Politik, dass die USA weiterhin massiv auf Solarenergie setzen, aber den Markt stärker
disziplinieren wollen. Das Land fördert gezielt dort, wo Wertschöpfung und Arbeitsplätze entstehen, und zieht die Unterstützung dort zurück, wo Projekte nur auf Subventionen beruhen. Für Investoren ergibt sich daraus ein widersprüchliches, aber dynamisches
Umfeld: kurzfristig Rückenwind durch staatliche Anreize, mittelfristig jedoch ein härterer Wettbewerb und weniger politische Sicherheit. First Solar Inc. (FSLR) – ISIN US3364331070 First Solar zählt zu den führenden Anbietern großflächiger Photovoltaik-Lösungen und setzt auf eine Besonderheit:
Dünnschichtmodule auf Cadmiumtellurid-Basis. Die Fertigung erfolgt an drei Standorten – in Vietnam, Malaysia und den Vereinigten Staaten. Eine Pionierrolle nimmt das Unternehmen mit seinem Rücknahme- und Recyclingprogramm ein, das bereits früh in der Branche
etabliert wurde. Die Geschäftszahlen zeigen Dynamik: 2024 legte der Gewinn deutlich im zweistelligen Prozentbereich zu, und Analysten rechnen damit, dass sich diese Entwicklung 2025 fortsetzt. Charttechnisch präsentiert sich die Aktie in robuster Verfassung
– eine Abfolge steigender Tiefpunkte und Hochs zeichnet einen klaren Aufwärtstrend. Der kräftige Kursanstieg am Freitag unterstreicht die positive Dynamik zusätzlich. Shoals Technologies Group Inc. (SHLS) – ISIN US82489W1071 Shoals Technologies ist spezialisiert auf elektrische Systemkomponenten für Solarkraftwerke, Batteriespeicher
und E-Mobility-Ladeinfrastruktur. Nach mehrjähriger Ertragsflaute verzeichnet das Unternehmen 2024 erstmals wieder signifikantes Gewinnwachstum. Charttechnisch fehlt noch ein höheres Pivot-Hoch für einen Aufwärtstrend. Der kräftige Kurssprung vom Freitag unterstreicht
die positive Dynamik zusätzlich. Nextracker Inc. (NXT) – ISIN US65340P1057 Nextracker ist spezialisiert auf Tracking-Systeme, Fundamenttechnik und Softwarelösungen für großflächige Photovoltaikanlagen.
Die Technologie ermöglicht es Solarparks, durch dynamische Nachführung der Module dem Sonnenverlauf zu folgen und so den Ertrag zu steigern. Die Ertragslage des Unternehmens zeigte sich in den letzten Jahren volatil, weist jedoch eine aufwärtsgerichtete Entwicklung
auf. Charttechnisch präsentiert sich die Aktie in einer konstruktiven Verfassung: Eine Sequenz ansteigender Zwischentiefs und -hochs signalisiert einen intakten Aufwärtstrend. Besonders bemerkenswert ist der deutliche Kurssprung vom Freitag, der bullische
Dynamik erkennen lässt. Sunrun Inc. (RUN) – ISIN US86771W1053 Sunrun Inc., der US-amerikanische Anbieter von Solaranlagen und Batteriespeichern für Privathaushalte, kämpfte
sich zuletzt aus der Verlustzone. Nach zwei Jahren tiefroten Bilanzen deutet sich für 2025 eine Trendwende an. Charttechnisch fehlt allerdings noch die Bestätigung durch ein höheres Pivot-Tief, um den Aufwärtstrend zu manifestieren. Die kräftige Kurslücke
nach oben vom gestrigen Handelstag unterstreicht jedoch die wachsende Zuversicht der Marktteilnehmer. SolarEdge Technologies Inc. (SEDG) – ISIN US83417M1045 Der israelische Konzern SolarEdge entwickelt Technologien zur Stromerzeugung, Leistungsoptimierung und Überwachung
von Photovoltaikanlagen. Nach massiven Verlusten im Vorjahr zeigt sich 2025 eine leichte Erholung – schwarze Zahlen bleiben jedoch außer Reichweite. Aus technischer Perspektive ergibt sich ein positiveres Bild: Die Aktie folgt einer aufwärtsgerichteten Kursbewegung. Tagescharts vom 24.10.2025, Quelle: TWS Autor:
Thomas Canali Veröffentlichungsdatum: 25.10.2025 Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte Personen, die Anlageempfehlungen erstellen und weitergeben, sind nach der Verordnung (EU) 596/2014 des Europäischen
Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 über Marktmissbrauch (Marktmissbrauchsverordnung) verpflichtet, alle Beziehungen und Umstände offenzulegen, bei denen damit gerechnet werden kann, dass sie die Objektivität der Empfehlung beeinträchtigen. Dies umfasst
insbesondere Interessen oder Interessenkonflikte aller Personen, die die Information erstellt haben bzw. an der Erstellung beteiligt waren. Für den Finanzinformationsdienst, der vom sog „Journalistenprivileg“ nach Art. 20 Abs. 3 UAbs. 4 Gebrauch macht,
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