Kulmbach (www.aktiencheck.de) - grenke-Aktienanalyse von "Der Aktionär":
Maximilian Völkl vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der grenke AG (ISIN: DE000A161N30, WKN: A161N3, Ticker-Symbol: GLJ, NASDAQ OTC-Symbol: GKSGF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Der IT-Leasingspezialist grenke habe die Anleger am Mittwoch komplett auf dem falschen Fuß erwischt. Eine heftige Gewinnwarnung sorge im frühen Handel für ein Minus von mehr als 25 Prozent. Damit notiere die Aktie des SDAX-Konzerns nach der jüngsten Erholung nun so tief wie seit 2022 nicht mehr. Die Probleme seien vielfältig.
Höhere Zahlungsausfälle wegen der gestiegenen Zahl an Insolvenzen seien verantwortlich für die Prognosesenkung bei grenke gewesen. Vor allem das Ausmaß sei erschreckend. Beim Gewinn rechne der Konzern nun für das Gesamtjahr lediglich noch mit einem Wert zwischen 68 und 76 Millionen Euro. Bisher hätten 95 bis 115 Millionen Euro auf der Agenda gestanden. Im Vorjahr habe grenke 87 Millionen Euro verdient, Analysten hätten im Mittel mit 94 Millionen Euro gerechnet. Nun dürften die Konsensschätzungen deutlich zurückgehen.
Im dritten Quartal habe der Nettogewinn bei Grenke lediglich noch bei 12 Millionen Euro gelegen - nach 25,2 Millionen Euro im Q2. Nach neun Monaten seien es damit nun 57,0 Millionen Euro Gewinn. Sollte das Schlussquartal also ähnlich verlaufen wie die vergangenen drei Monate, dann komme der Konzern sogar nur an der unteren Grenze der neuen Spanne heraus.
Es helfe auch nicht, dass die Prognose für das Neugeschäft bestätigt worden sei. "Obwohl wir aufgrund unserer starken Diversifizierung sehr robust aufgestellt sind, geht die aktuell steigende Zahl der Insolvenzen bei unseren Bestandskunden natürlich auch an uns nicht mehr völlig spurlos vorbei", so Konzernchef Sebastian Hirsch. "Entscheidend ist, dass die Nachfrage nach Leasinglösungen unverändert gut ist", habe er sich zumindest etwas optimistisch gezeigt.
Noch Anfang Oktober habe grenke Zahlen zum Leasing-Geschäft vorgelegt und sich angesichts des starken Neugeschäfts zuversichtlich gezeigt. Doch nun der Schock. Der heftige Gewinneinbruch sorge für einen Kurssturz.
"Der Aktionär" war ohnehin stets vorsichtig bei grenke und ist weiter der Meinung: Anleger sollten hier an der Seitenlinie bleiben, so Maximilian Völkl. (Analyse vom 30.10.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne er Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (30.10.2024/ac/a/nw)
Maximilian Völkl vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der grenke AG (ISIN: DE000A161N30, WKN: A161N3, Ticker-Symbol: GLJ, NASDAQ OTC-Symbol: GKSGF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Der IT-Leasingspezialist grenke habe die Anleger am Mittwoch komplett auf dem falschen Fuß erwischt. Eine heftige Gewinnwarnung sorge im frühen Handel für ein Minus von mehr als 25 Prozent. Damit notiere die Aktie des SDAX-Konzerns nach der jüngsten Erholung nun so tief wie seit 2022 nicht mehr. Die Probleme seien vielfältig.
Höhere Zahlungsausfälle wegen der gestiegenen Zahl an Insolvenzen seien verantwortlich für die Prognosesenkung bei grenke gewesen. Vor allem das Ausmaß sei erschreckend. Beim Gewinn rechne der Konzern nun für das Gesamtjahr lediglich noch mit einem Wert zwischen 68 und 76 Millionen Euro. Bisher hätten 95 bis 115 Millionen Euro auf der Agenda gestanden. Im Vorjahr habe grenke 87 Millionen Euro verdient, Analysten hätten im Mittel mit 94 Millionen Euro gerechnet. Nun dürften die Konsensschätzungen deutlich zurückgehen.
Im dritten Quartal habe der Nettogewinn bei Grenke lediglich noch bei 12 Millionen Euro gelegen - nach 25,2 Millionen Euro im Q2. Nach neun Monaten seien es damit nun 57,0 Millionen Euro Gewinn. Sollte das Schlussquartal also ähnlich verlaufen wie die vergangenen drei Monate, dann komme der Konzern sogar nur an der unteren Grenze der neuen Spanne heraus.
Es helfe auch nicht, dass die Prognose für das Neugeschäft bestätigt worden sei. "Obwohl wir aufgrund unserer starken Diversifizierung sehr robust aufgestellt sind, geht die aktuell steigende Zahl der Insolvenzen bei unseren Bestandskunden natürlich auch an uns nicht mehr völlig spurlos vorbei", so Konzernchef Sebastian Hirsch. "Entscheidend ist, dass die Nachfrage nach Leasinglösungen unverändert gut ist", habe er sich zumindest etwas optimistisch gezeigt.
Noch Anfang Oktober habe grenke Zahlen zum Leasing-Geschäft vorgelegt und sich angesichts des starken Neugeschäfts zuversichtlich gezeigt. Doch nun der Schock. Der heftige Gewinneinbruch sorge für einen Kurssturz.
"Der Aktionär" war ohnehin stets vorsichtig bei grenke und ist weiter der Meinung: Anleger sollten hier an der Seitenlinie bleiben, so Maximilian Völkl. (Analyse vom 30.10.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne er Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (30.10.2024/ac/a/nw)
Archivbeitrag vom 30.10.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.