Aktien des Tages

adidas Aktie: Durchsuchungen beim DAX-Konzern - Finanzielle Folgen gering, Image-Schaden groß?

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - adidas-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Michael Diertl vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der adidas AG (ISIN: DE000A1EWWW0, WKN: A1EWWW, Ticker-Symbol: ADS, NASDAQ OTC-Symbol: ADDDF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Die adidas-Aktie sei im nachbörslichen Handel auf Tradegate um rund 3 Prozent eingeknickt. Beim Sportartikelhersteller habe es behördliche Durchsuchungen am Stammsitz in Herzogenaurach sowie an weiteren Standorten gegeben. Das habe das Unternehmen am Dienstag bestätigt. Der Grund dafür solle zoll- und steuerrechtlicher Natur sein.

Das "Manager Magazin" habe von einer Steuerrazzia bei adidas berichtet. "Die Untersuchung umfasst den Zeitraum von Oktober 2019 bis August 2024 und steht im Zusammenhang mit der Einhaltung von zoll- und steuerrechtlichen Vorschriften bei der Einfuhr von Produkten nach Deutschland", habe es in einem Statement von adidas geheißen. Das Unternehmen kooperiere mit den Behörden und stelle die erforderlichen Unterlagen und Informationen zur Verfügung.

adidas befinde sich mit den relevanten Zollbehörden seit mehreren Jahren im Austausch zu dem der Untersuchung zugrunde liegenden, bereits bekannten Sachverhalt, habe es weiter geheißen. Das Unternehmen arbeite weiterhin eng mit den Zollbehörden zusammen, um Fragen, die sich auch "durch unterschiedliche Auslegungen deutschen und europäischen Rechts" ergeben hätten, zu klären.

"Signifikante finanzielle Auswirkungen" erwarte das Unternehmen in dem Zusammenhang nicht. Nachbörslich sei die adidas-Aktie auf Tradegate aber deutlich unter Druck geraten, zuletzt habe sie 3 Prozent tiefer verglichen mit dem Xetra-Schluss notiert.

Die Razzia sei natürlich ein Schock. Auch wenn die finanzielle Situation von adidas laut eigenen Angaben dadurch nicht maßgeblich beeinflusst werde, leide das Image des Sportartikelherstellers natürlich. Anleger sollten die Situation deshalb vorerst abwarten und den Stopp bei 185 Euro beachten.

Ein Nachkauf drängt sich nicht auf, bis der Nebel sich gelichtet hat und weitere Details bekannt sind, so Michael Diertl von "Der Aktionär" zur adidas-Aktie. (Analyse vom 10.12.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (11.12.2024/ac/a/d)

Archivbeitrag vom 11.12.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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