Paris (www.aktiencheck.de) - Der Ausflug des Brent-Ölpreises über die Marke von 90 Dollar je 159-Liter-Fass Mitte April währte nur kurz, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".
Seither habe der Kurs - zur Freude der Autofahrer - rund 14 Prozent eingebüßt. Und zu Wochenbeginn sei der Preis des Schmierstoffs sogar erstmals seit vier Monaten wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 80 Dollar je Barrel gefallen.
Belastend hätten zum einen schwächer als erwartete US-Konjunkturdaten und der Anstieg der US-amerikanischen Ölreserven gewirkt. Zum anderen habe die OPEC+ die Erwartungen der Marktteilnehmer offenbar nicht erfüllen können. Das Kartell habe zwar die seit Herbst 2022 geltenden Produktionskürzungen von insgesamt 3,66 Millionen Fass pro Tag um zwölf Monate verlängert - und somit bis Ende des kommenden Jahres. Doch acht Mitgliedstaaten, die im November 2023 freiwillige Kürzungen um 2,2 Millionen Barrel pro Tag vereinbart hätten, würden diese nur noch für drei Monate aufrechterhalten und danach bis September kommenden Jahres schrittweise ihre Förderung reduzieren. Das Gros der Marktteilnehmer werte diesen Schritt als Indiz für fallende Preise, da nun früher als erwartet wieder mehr Öl auf den Markt komme. Im Vorfeld hätten Analysten damit gerechnet, dass die acht Staaten die freiwillige Drosselung bis Ende des Jahres aufrechterhalten und die Kürzungen erst dann schrittweise zurücknehmen würden. Angesichts der jüngsten Maßnahmen der OPEC dürfte Öl der Nordseesorte Brent zwar nach unten abgesichert sein, ein erneuter Angriff auf die 90-Dollar-Marke erscheine aktuell jedoch eher unwahrscheinlich. (07.06.2024/ac/a/m)
Seither habe der Kurs - zur Freude der Autofahrer - rund 14 Prozent eingebüßt. Und zu Wochenbeginn sei der Preis des Schmierstoffs sogar erstmals seit vier Monaten wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 80 Dollar je Barrel gefallen.
Belastend hätten zum einen schwächer als erwartete US-Konjunkturdaten und der Anstieg der US-amerikanischen Ölreserven gewirkt. Zum anderen habe die OPEC+ die Erwartungen der Marktteilnehmer offenbar nicht erfüllen können. Das Kartell habe zwar die seit Herbst 2022 geltenden Produktionskürzungen von insgesamt 3,66 Millionen Fass pro Tag um zwölf Monate verlängert - und somit bis Ende des kommenden Jahres. Doch acht Mitgliedstaaten, die im November 2023 freiwillige Kürzungen um 2,2 Millionen Barrel pro Tag vereinbart hätten, würden diese nur noch für drei Monate aufrechterhalten und danach bis September kommenden Jahres schrittweise ihre Förderung reduzieren. Das Gros der Marktteilnehmer werte diesen Schritt als Indiz für fallende Preise, da nun früher als erwartet wieder mehr Öl auf den Markt komme. Im Vorfeld hätten Analysten damit gerechnet, dass die acht Staaten die freiwillige Drosselung bis Ende des Jahres aufrechterhalten und die Kürzungen erst dann schrittweise zurücknehmen würden. Angesichts der jüngsten Maßnahmen der OPEC dürfte Öl der Nordseesorte Brent zwar nach unten abgesichert sein, ein erneuter Angriff auf die 90-Dollar-Marke erscheine aktuell jedoch eher unwahrscheinlich. (07.06.2024/ac/a/m)
Archivbeitrag vom 07.06.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.