Aktien des Tages

Volkswagen: Hersteller aus China treiben den deutschen Hersteller vor sich her - Aktienanalyse

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Volkswagen-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Jochen Kauper vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Stammaktie der Volkswagen AG (VW) (ISIN: DE0007664005, WKN: 766400, Ticker-Symbol: VOW) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Werde die EU Zölle auf chinesische Autos durchsetzen, werde China darauf reagieren. Sehr zum Nachteil der deutschen Automobil-Hersteller. Besonders hart werde das Volkswagen mit seiner Premium-Tochter Audi und dem Luxus-Brand Porsche treffen. In den letzten Jahren seien die Gewinne in China ohnehin schon stark rückläufig. Im Zeitalter des Verbrenners habe VW in China rund 40 Prozent seiner Gewinne in China eingefahren. Aktuell habe VW im E-Mobility-Segment einen Marktanteil im mittleren einstelligen Prozentbereich vorzuweisen. Zu niedrig für die Ansprüche des VW-Konzerns.

Und dennoch habe Analyst Daniel Schwarz von der Investmentbank Stifel in seiner aktuellsten Studie vor wenigen Tagen den Wolfsburgern weiterhin den Vorzug vor den deutschen Premium-Herstellern BMW und Mercedes-Benz gegeben. Am Donnerstag habe die Bank of America nachgelegt.

Die US-Investmentbank habe die Einstufung für Volkswagen mit einem Kursziel von 145 Euro auf "buy" belassen. Der europäische Autosektor sei der günstigste im Branchentableau, aber nicht mehr der bei Anlegern unbeliebteste, so Analyst Horst Schneider in seinem Kommentar zur Entwicklung von Bewertung und Markterwartungen im Mai. Die Entscheidung für EU-Zölle auf chinesische Importe habe bei Aktien deutscher Hersteller erneute Gewinnmitnahmen ausgelöst. VW sei nun die weltweit günstigste Auto-Aktie.

"Der Aktionär" sehe die VW-Aktie derzeit eher skeptisch. VW agiere längst nicht mehr aus einer Position der Stärke heraus. Die innovativen Hersteller aus China würden den deutschen Hersteller vor sich her treiben. Die ID.-Modelle seien nett, aber nicht innovativ. Die Software hinke den Erwartungen weit hinterher. Die Gewinne im Reich der Mitte seien seit Jahren rückläufig. Der Trend werde sich fortsetzen. Und die Tochter Porsche würde als Luxus-Hersteller stark von Zöllen auf Verbrennungsmotoren betroffen sein.

Die VW-Aktie ist aus aktueller Sicht kein Kauf, so Jochen Kauper von "Der Aktionär". (Analyse vom 14.06.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze VW-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs VW-Aktie:
104,65 EUR -1,13% (14.06.2024, 14:50)

XETRA-Aktienkurs VW-Aktie:
104,60 EUR -1,09% (14.06.2024, 14:37)

ISIN VW-Aktie:
DE0007664005

WKN VW-Aktie:
766400

Ticker-Symbol VW-Aktie:
VOW

Kurzprofil Volkswagen AG:

Die Volkswagen Group (ISIN: DE0007664005, WKN: 766400, Ticker-Symbol: VOW) ist einer der weltweit führenden Automobilhersteller mit Hauptsitz in Wolfsburg, Deutschland. Sie ist global tätig und verfügt über 114 Produktionsstätten in 19 europäischen Ländern und zehn Ländern in Nord- und Südamerika, Asien und Afrika. Der Konzern beschäftigt rund 684.000 Mitarbeiter. Die Fahrzeuge der Gruppe werden in über 150 Ländern verkauft.

Mit einem konkurrenzlosen Portfolio starker globaler Marken, führenden Technologien im industriellen Maßstab, innovativen Ideen zur Erschließung künftiger Profit Pools und einem unternehmerisch denkenden Führungsteam setzt sich der Volkswagen Konzern dafür ein, die Zukunft der Mobilität durch Investitionen in elektrische und autonom fahrende Fahrzeuge, Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu gestalten.

Zehn Marken aus fünf europäischen Ländern gehören zum Konzern: Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, ŠKODA, SEAT, CUPRA, Audi, Lamborghini, Bentley, Porsche und Ducati. Darüber hinaus bietet der Volkswagen Konzern ein breites Spektrum an weiteren Marken und Geschäftsbereichen an. Darunter auch Finanzdienstleistungen, wozu die Händler- und Kundenfinanzierung, das Leasing, das Bank- und Versicherungsgeschäft sowie das Flottenmanagement zählen. (14.06.2024/ac/a/d)

Archivbeitrag vom 14.06.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

Märkte im Blick
Weiterlesen
Börsenradar