Aktien des Tages

Volkswagen: Betriebsratschefin Cavallo fordert mehr Unterstützung für Hochlauf der Elektromobilität - Aktienanalyse

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Volkswagen-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Jochen Kauper vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Vorzugsaktie der Volkswagen AG (VW) (ISIN: DE0007664039, WKN: 766403, Ticker-Symbol: VOW3, NASDAQ OTC-Symbol: VLKPF) unter die Lupe.

VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo fordere von der Bundesregierung mehr Unterstützung für den Hochlauf der Elektromobilität. "Die Politik muss das auch unterstützen, nicht nur Vorgaben machen, die richtig sind", habe Cavallo bei der dpa-Chefredaktionskonferenz am Montag in Berlin gesagt. Ansonsten sei das Ziel, 2030 in Deutschland 15 Mio. Elektroautos auf der Straße zu haben, kaum noch zu erreichen. "Das ist eine Riesenherausforderung und setzt voraus, dass der Plan sukzessive weiterentwickelt wird." Das sehe sie im Moment allerdings nicht.

Das kurzfristige Aus der Elektroauto-Förderung im vergangenen Jahr helfe hier ebenso wenig wie Diskussionen um Technologieoffenheit. Dies schaffe nur neue Unsicherheit, habe Cavallo kritisiert. Die Unternehmen bräuchten Planungssicherheit, um den Umstieg auf Elektro stemmen zu können. Ein Abrücken vom geplanten Verbrenner-Aus 2035 halte sie daher für falsch. "Das wäre fatal. Ich sehe es kritisch, wenn jetzt diskutiert wird, dass der Plan vielleicht aufgeweicht werden soll."

Mit Blick auf die eigene Marke habe Cavallo eingeräumt, dass nach wie vor ein bezahlbares Elektro-Einstiegsmodell fehle. "Aus meiner Sicht brauchen wir unbedingt auch ein Fahrzeug unter 20 000 Euro", habe sie gesagt. "Volkswagen ist ein Unternehmen, das die breite Mobilität anbieten sollte. Und insofern fehlt uns das in unserem Portfolio und ist auch absolut notwendig." Bis ein solches Fahrzeug komme, werde es aber "noch einige Jahre" dauern, so die Betriebsratschefin. VW habe für 2026 ein E-Modell für unter 25.000 Euro angekündigt. Für ein Modell unter 20.000 Euro, an dem ebenfalls gearbeitet werde, nenne die Marke bisher noch keinen Termin.

Cavallo könne man nur zustimmen. Der Konzern komme in Sachen Elektromobilität nur schleppend voran. VW kämpfe seit Monaten mit seiner Software-Sparte Cariad. Und was die Modellpolitik betreffe, so sei kein Game-Changer in Sicht. Die ID-Modelle seien nett, aber zu wenig innovativ. Software und Infotainment sind Standard, aber nicht kundenorientiert. Darüber hinaus werde der Billigstromer ID.2 erst 2026 kommen, während Tesla und Stellantis das Marktsegment längst besetzt hätten.

Die Marktanteilsverluste von Volkswagen in Europa und v.a. in China seien schmerzhaft. Eine Trendwende sei nicht in Sicht. Auf der anderen Seite sei die Erwartungshaltung gegenüber dem VW-Konzern aktuell sehr niedrig. Anleger würden sich um China sorgen, die Batteriesparte PowerCo und die Softwaretochter Cariad. Das lasse Raum für positive Überraschungen, so Jochen Kauper vom Anlegermagazin "Der Aktionär" in einer aktuellen Aktienanalyse. (Analyse vom 27.02.2024)

(Mit Material von dpa-AFX)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze VW-Vorzugsaktie:

Tradegate-Aktienkurs VW-Vorzugsaktie:
123,78 EUR +0,80% (27.02.2024, 13:29)

XETRA-Aktienkurs VW-Vorzugsaktie:
123,68 EUR +0,54% (27.02.2024, 13:15)

ISIN VW-Vorzugsaktie:
DE0007664039

WKN VW-Vorzugsaktie:
766403

Ticker-Symbol VW-Vorzugsaktie:
VOW3

NASDAQ OTC-Symbol VW-Vorzugsaktie:
VLKPF

Kurzprofil Volkswagen AG:

Die Volkswagen Group (ISIN: DE0007664039, WKN: 766403, Ticker-Symbol: VOW3, NASDAQ OTC-Symbol: VLKPF) ist einer der weltweit führenden Automobilhersteller mit Hauptsitz in Wolfsburg, Deutschland. Sie ist global tätig und verfügt über 119 Produktionsstätten in 19 europäischen Ländern und zehn Ländern in Nord- und Südamerika, Asien und Afrika. Der Konzern beschäftigt rund 676.000 Mitarbeiter. Die Fahrzeuge der Gruppe werden in über 150 Ländern verkauft.

Mit einem konkurrenzlosen Portfolio starker globaler Marken, führenden Technologien im industriellen Maßstab, innovativen Ideen zur Erschließung künftiger Profit Pools und einem unternehmerisch denkenden Führungsteam setzt sich der Volkswagen Konzern dafür ein, die Zukunft der Mobilität durch Investitionen in elektrische und autonom fahrende Fahrzeuge, Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu gestalten.

Das Unternehmen besitzt zehn Kernmarken aus fünf europäischen Ländern, die in Markengruppen organisiert sind: Die Markengruppe Core mit der Marke Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, ŠKODA, SEAT, CUPRA, die Markengruppe Progressive mit Audi, Lamborghini, Bentley und Ducati und die Markengruppe Sport Luxury mit Porsche. (27.02.2024/ac/a/d)

Archivbeitrag vom 27.02.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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