Aktien des Tages

Volkswagen Aktie: UBS bleibt skeptisch - Weitere Kursrückgänge erwartet

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Volkswagen-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Thorsten Küfner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Stammaktie der Volkswagen AG (VW) (ISIN: DE0007664005, WKN: 766400, Ticker-Symbol: VOW) unter die Lupe.

Gehe es nach den Analysten der UBS, so sei das Tief bei der Volkswagen-Aktie noch nicht erreicht. Auto-Analyst Patrick Hummel habe in seiner neuesten Studie die Gewinnschätzungen für viele Auto-Hersteller erneut nach unten geschraubt. Die VW-Aktie rate er weiterhin zu meiden.

Patrick Hummel rechne damit, dass sich die Aussichten in der Automobilbranche weiter verschlechtern würden. Es dürfte daher im Sektor weitere Gewinnwarnungen geben. Hummel habe daher seine Gewinnschätzungen für das Jahr 2025 im Schnitt um 15 bis 20 Prozent gekürzt. Generell wirke es so, als sei schon viel eingepreist. Neben Volvo Cars bleibe Volkswagen seine einzige Verkaufsempfehlung im Sektor. Sein Ziel für die VW-Aktie laute 84 Euro.

Auch DER AKTIONÄR bleibe weiterhin skeptisch für Volkswagen.

Die Gewinne im wichtigsten Markt in China seien im Sinkflug. Von 4,8 Milliarden im Jahr 2018 würden 2024 knapp 1,5 Milliarden Euro übrigbleiben. Tendenz weiter fallend. VW sei mit seinen ID. Modellen schlichtweg nicht konkurrenzfähig. Die Autos seien allerhöchstens Standard. Und neue Modelle mit Partner Xpeng würden in China voraussichtlich erst 2026 auf den Markt kommen.

Dagegen würden die Newcomer der E-Mobility-Szene BYD, Geely, Nio, Xpeng, Aiways und Xiaomi mit erstklassiger Software und einem am Kunden orientierten Infotainment punkten.

Ein weiteres Manko sei, dass VW Stromer unter 25.000 Euro in Europa erst Ende 2025 bringen werde. Die Preisgrenze von 20.000 Euro werde wohl erst 2027 unterschritten.

Auch was das Thema Effizienz betreffe, liege VW deutlich hinter der Konkurrenz. BYD produziere rund 20 bis 30 Prozent günstiger. Und auch Toyota baue mit einem Drittel der Beschäftigten von VW 11 Millionen Autos, während VW auf 9 Millionen Autos pro Jahr komme.

Es würden aktuell schlichtweg die Verkaufszahlen an E-Autos fehlen, um die Skaleneffekte zu liefern, die etwa BYD und Tesla bei der Produktion ihrer Stromer bereits vorweisen würden. Software und Infotainment der ID. Modelle seien allerhöchstens Standard. Ein Gamechanger sei aktuell nicht in Sicht.

Mit einer Wertentwicklung von minus 16 Prozent seit Jahresbeginn habe das Papier deutlich schlechter abgeschnitten als der DAX. Sicherlich scheine schon viel im Kurs eingepreist. Eine Trendwende ist aber noch nicht in Sicht, so Thorsten Küfner von "Der Aktionär". (Analyse vom 07.10.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (07.10.2024/ac/a/d)

Archivbeitrag vom 07.10.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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