Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Volkswagen-Aktienanalyse von "Der Aktionär":
Philipp Schleu vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Vorzugsaktie der Volkswagen AG (VW) (ISIN: DE0007664039, WKN: 766403, Ticker-Symbol: VOW3, NASDAQ OTC-Symbol: VLKPF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Auf der gestrigen Betriebsversammlung in Wolfsburg habe Vorstandschef Oliver Blume die angespannte Lage des Autobauers unmissverständlich auf den Punkt gebracht. Der gesamte Konzern sei ein "Sanierungsfall" - dafür habe er Pfiffe und Buhrufe geerntet. Doch auch die Zukunftsaussichten seien nicht gerade rosig.
China, lange Zeit eine der größten Erfolgsgeschichten für Volkswagen, entwickele sich zunehmend zum Problem. Die Marktbedingungen hätten sich stark verändert und der Umsatz in der Region werde laut Blume im Jahr 2024 nur noch bei 1,6 Milliarden Euro liegen - ein drastischer Rückgang im Vergleich zu den früher jährlich 5 Milliarden Euro.
Blume habe dies auf einen harten Wettbewerb und den massiven Preisdruck zurückgeführt. "Neue Wettbewerber dringen mit nie dagewesener Kraft in den Markt", habe er erklärt. Insbesondere chinesische E-Auto-Hersteller würden VW enorm unter Druck setzen und es dem Traditionskonzern schwer machen, in der Region konkurrenzfähig zu bleiben.
Angesichts dieser Herausforderungen setze der Konzern auf einen strikten Sparkurs. Blume habe betont, dass drastische Einschnitte unumgänglich seien, um die Wettbewerbsfähigkeit zurückzugewinnen. Dabei habe er die bisherigen Vorschläge des Betriebsrats als unzureichend kritisiert.
Neben reinen Kostensenkungen habe der Vorstandschef auch von der Notwendigkeit struktureller Erneuerungen gesprochen. Besonders strategische Märkte wie China und die USA sollten künftig stärker in den Fokus rücken.
VW-Markenchef Thomas Schäfer habe ebenfalls keinen Hehl aus der schwierigen Lage des Konzerns gemacht. Er habe offen über die derzeitigen Probleme gesprochen wie Überkapazitäten, ineffiziente Strukturen und hohe Kosten, die Volkswagen daran hindern würden, zukunftsfähig zu sein.
Dennoch zeige sich Schäfer überraschend optimistisch: Bis 2030 wolle VW der technologisch führende Volumenhersteller werden - mit einer wirtschaftlichen Produktion in Deutschland und Wolfsburg als zentralem Standort. Ob dieser ambitionierte Plan realistisch sei, bleibe angesichts der aktuellen Herausforderungen jedoch fraglich.
Die Auseinandersetzungen zwischen Management, Betriebsrat und Belegschaft dürften sich in den kommenden Monaten weiter verschärfen. Besonders die angekündigten Sparmaßnahmen und die strukturellen Veränderungen könnten für zusätzlichen Konfliktstoff sorgen.
Anleger bleiben vorerst an der Seitenlinie, so Philipp Schleu von "Der Aktionär" zur Volkswagen-Vorzugsaktie. (Analyse vom 05.12.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (05.12.2024/ac/a/d)
Philipp Schleu vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Vorzugsaktie der Volkswagen AG (VW) (ISIN: DE0007664039, WKN: 766403, Ticker-Symbol: VOW3, NASDAQ OTC-Symbol: VLKPF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Auf der gestrigen Betriebsversammlung in Wolfsburg habe Vorstandschef Oliver Blume die angespannte Lage des Autobauers unmissverständlich auf den Punkt gebracht. Der gesamte Konzern sei ein "Sanierungsfall" - dafür habe er Pfiffe und Buhrufe geerntet. Doch auch die Zukunftsaussichten seien nicht gerade rosig.
China, lange Zeit eine der größten Erfolgsgeschichten für Volkswagen, entwickele sich zunehmend zum Problem. Die Marktbedingungen hätten sich stark verändert und der Umsatz in der Region werde laut Blume im Jahr 2024 nur noch bei 1,6 Milliarden Euro liegen - ein drastischer Rückgang im Vergleich zu den früher jährlich 5 Milliarden Euro.
Blume habe dies auf einen harten Wettbewerb und den massiven Preisdruck zurückgeführt. "Neue Wettbewerber dringen mit nie dagewesener Kraft in den Markt", habe er erklärt. Insbesondere chinesische E-Auto-Hersteller würden VW enorm unter Druck setzen und es dem Traditionskonzern schwer machen, in der Region konkurrenzfähig zu bleiben.
Angesichts dieser Herausforderungen setze der Konzern auf einen strikten Sparkurs. Blume habe betont, dass drastische Einschnitte unumgänglich seien, um die Wettbewerbsfähigkeit zurückzugewinnen. Dabei habe er die bisherigen Vorschläge des Betriebsrats als unzureichend kritisiert.
Neben reinen Kostensenkungen habe der Vorstandschef auch von der Notwendigkeit struktureller Erneuerungen gesprochen. Besonders strategische Märkte wie China und die USA sollten künftig stärker in den Fokus rücken.
VW-Markenchef Thomas Schäfer habe ebenfalls keinen Hehl aus der schwierigen Lage des Konzerns gemacht. Er habe offen über die derzeitigen Probleme gesprochen wie Überkapazitäten, ineffiziente Strukturen und hohe Kosten, die Volkswagen daran hindern würden, zukunftsfähig zu sein.
Dennoch zeige sich Schäfer überraschend optimistisch: Bis 2030 wolle VW der technologisch führende Volumenhersteller werden - mit einer wirtschaftlichen Produktion in Deutschland und Wolfsburg als zentralem Standort. Ob dieser ambitionierte Plan realistisch sei, bleibe angesichts der aktuellen Herausforderungen jedoch fraglich.
Die Auseinandersetzungen zwischen Management, Betriebsrat und Belegschaft dürften sich in den kommenden Monaten weiter verschärfen. Besonders die angekündigten Sparmaßnahmen und die strukturellen Veränderungen könnten für zusätzlichen Konfliktstoff sorgen.
Anleger bleiben vorerst an der Seitenlinie, so Philipp Schleu von "Der Aktionär" zur Volkswagen-Vorzugsaktie. (Analyse vom 05.12.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (05.12.2024/ac/a/d)
Archivbeitrag vom 05.12.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.