Aktien des Tages

Vestas Aktie: Jahresausblick gesenkt

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Vestas-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Julius Stöhr vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Windkraftanlagen-Herstellers Vestas Wind Systems A/S (ISIN: DK0061539921, WKN: A3CMNS, Ticker-Symbol: VWSB, Kopenhagen-Symbol: VWS, NASDAQ OTC-Symbol: VWSYF) unter die Lupe.

Die Aktien von Nordex und Siemens Energy seien am Dienstag mit deutlichem Verlust in den Handel gestartet. Auslöser seien die aktuellen Quartalszahlen des dänischen Wettbewerbers Vestas gewesen, der seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr erneut nach unten korrigiert habe. Infolgedessen verliere die Vestas-Aktie acht Prozent.

Vestas habe zwar im dritten Quartal den bereinigten operativen Gewinn von 70 auf 235 Millionen Euro steigern und die Marge von 1,6 auf 4,5 Prozent verbessern können, jedoch seien die Ergebnisse hinter den Erwartungen der Analysten zurückgeblieben. Der Umsatz sei um fast 20 Prozent auf knapp 5,2 Milliarden Euro gestiegen. Unter dem Strich habe Vestas 127 Millionen Euro verdient, verglichen mit 28 Millionen Euro im Vorjahr.

Der Grund für den Kursrückgang sei, dass Vestas seinen Jahresausblick auf das untere Ende der EBIT-Prognosespanne von vier bis fünf Prozent gesenkt habe. Unternehmenschef Henrik Andersen führe dies auf schwächere Margen im Servicegeschäft und höhere Garantierückstellungen zurück. Schon im August habe Vestas das obere Ende seiner Umsatz- und Ergebnisprognose für 2024 aufgrund höherer Dienstleistungskosten und operativer Ineffizienzen reduziert. Der Jahresumsatz solle nun zwischen 16,5 und 17,5 Milliarden Euro liegen.

Zusätzlich würden politische Faktoren die Green-Tech-Aktien belasten: Schweden habe Baupläne für insgesamt 13 Offshore-Windparks entlang der Ostküste gestoppt, da diese die Verteidigungsfähigkeit durch Radarstörungen beeinträchtigen könnten. Auch die Unsicherheit hinsichtlich des Fortbestands der Ampelkoalition in Deutschland setze die Aktien unter Druck.

Die aktuellen Zahlen von Vestas würden erneut das altbekannte Problem der Windbranche verdeutlichen: die anhaltend niedrige Profitabilität. Der deutsche Konkurrent Nordex werde am Donnerstag, 7. November, seine Quartalszahlen vorlegen und müsse beweisen, ob die Margen stimmen würden. Für Anleger bleibe derzeit Siemens Energy die bevorzugte Wahl, da sich die Börse derzeit auf die anderen, besser laufenden Sparten konzentrieren würden. (Analyse vom 05.11.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne er Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (05.11.2024/ac/a/a)

Archivbeitrag vom 05.11.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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