Augsburg (www.aktiencheck.de) - UmweltBank-Aktienanalyse von der GBC AG:
Cosmin Filker und Marcel Goldmann, Analysten der GBC AG, stufen in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der UmweltBank AG (ISIN: DE0005570808, WKN: 557080, Ticker-Symbol: UBK) weiterhin mit "kaufen" ein.
Mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2023 habe die UmweltBank AG die bereits im März veröffentlichten vorläufigen Zahlen bestätigt. Wie bereits im Vorfeld bekannt, sei das Kreditneugeschäft rückläufig gewesen und habe mit 459 Mio. EUR (VJ: 623 Mio. EUR) unter dem Vorjahreswert gelegen. Ein Grund hierfür sei die Erhöhung des Kapitalzuschlags auf 3,7% gewesen (31.12.22: 1,5%), die eine stärkere Neukreditvergabe verhindert habe.
Neben der geringeren Wachstumsdynamik bei den Krediten habe auch die weiter rückläufige Zinsspanne zu einem erwarteten Rückgang des Zinsergebnisses auf 41,11 Mio. EUR geführt (VJ: 58,79 Mio. EUR). Da das Einlagengeschäft eine kürzere Duration aufweise, reagiere es stärker auf Zinserhöhungen, was zu höheren Zinsaufwendungen geführt habe. Darüber hinaus seien auch die Zinsaufwendungen für die aufgenommenen Mittel bei der EZB und der KfW gestiegen, die ebenfalls einen wichtigen Refinanzierungsblock für die UmweltBank AG darstellen würden. Parallel zum Rückgang des Zinsergebnisses habe sich das Finanzergebnis deutlich auf 7,17 Mio. EUR reduziert (VJ: 24,83 Mio. EUR). Dies stelle eine Normalisierung dar, nachdem der Vorjahreswert durch den Verkauf einer Beteiligung an einer Windparkgesellschaft in Höhe von rund 20 Mio. EUR stark positiv beeinflusst gewesen sei.
Der starke Ertragsrückgang sei im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 mit einem ebenso starken Kostenanstieg einhergegangen, was in Summe zu einem deutlichen Rückgang des EBT auf 1,10 Mio. EUR (VJ: 39,21 Mio. EUR) geführt habe. Maßgeblich für den Kostenanstieg sei der Wechsel des Kernbankensystems gewesen, der mit Sonderaufwendungen in Höhe von 10,14 Mio. EUR verbunden gewesen sei. Darüber hinaus verzeichne die UmweltBank AG einen deutlichen Anstieg der Personalkosten.
Das laufende Geschäftsjahr 2024 sei ebenfalls als Transformationsjahr zu betrachten. Dies vor dem Hintergrund, dass weitere Investitionen in Technik und Aufbauorganisation geplant seien. Darüber hinaus stehe der Ausbau der Privatkundeneinlagen im Fokus, was mit erhöhten Marketingaufwendungen einhergehe. Zudem werde die Gesellschaft im laufenden Geschäftsjahr die Digitalisierung weiter vorantreiben und verstärkt in diesen Bereich investieren. Die Investitionen sowie nachlaufende Kosten im Zusammenhang mit der Migration des Kernbankensystems in Höhe von 4 Mio. EUR würden voraussichtlich zu einem Ergebnis vor Steuern von -15 Mio. EUR bzw. -20 Mio. EUR führen.
Den höheren Kosten stehe eine Trendwende im Zins- und Finanzergebnis gegenüber. Die UmweltBank AG habe einen Schwerpunkt auf den Ausbau des Einlagengeschäfts mit Privatkunden gelegt, was bereits Früchte trage. In den ersten drei Monaten 2024 hätten rund 8.000 neue Kunden und Kundeneinlagen in Höhe von rund 250 Mio. EUR gewonnen werden können. Bis 2028 solle die Marke von 500.000 Bestandskunden erreicht werden. Steigende Kundeneinlagen sollten einerseits eine Ausweitung des Kreditgeschäfts ermöglichen, insbesondere könnten auf der Aktivseite Zinserträge aus der Anlage von Kundengeldern (EZB; Anleihen) generiert werden.
Das Kreditgeschäft werde sich zukünftig auf Firmenkunden konzentrieren. Für das laufende Geschäftsjahr werde ein Neugeschäft von 250 Mio. EUR erwartet. Die Steigerung des Kreditneugeschäftes solle durch die Freisetzung von in Beteiligungen gebundenem Kapital gesteigert werden. Darüber hinaus solle der Kapitalzuschlag nach Erfüllung der regulatorischen Vorgaben wieder auf Normalniveau zurückkehren, was ebenfalls eine Steigerung des Kreditneugeschäftes ermöglichen werde. Bis 2028 solle das Brutto-Neugeschäftsvolumen auf über 1,0 Mrd. EUR gesteigert werden. Das Zinsergebnis aus dem Kreditgeschäft solle sich im Zuge der erwarteten Steigerung der Zinsmarge ebenfalls verbessern. Hierzu sollten das Auslaufen von niedrig verzinsten Krediten sowie die erwartete stabile Zinsentwicklung beitragen.
Das Finanzergebnis sollte in den kommenden Geschäftsjahren nicht zuletzt aufgrund des kontinuierlichen Abbaus des Beteiligungsgeschäfts steigen. Im ersten Quartal 2024 seien bereits zwei Windparkbeteiligungen und eine Immobilienbeteiligung gewinnbringend veräußert worden. Weitere Veräußerungen seien opportunistisch geplant. Auch das Provisions- und Handelsergebnis solle von den steigenden Kundeneinlagen profitieren und ebenfalls leicht zulegen.
Nach einem deutlichen Anstieg der Gesamtkosten im Geschäftsjahr 2024 sei ab dem kommenden Geschäftsjahr 2025 mit einer zügigen Rückkehr in die Gewinnzone zu rechnen. Für das kommende Geschäftsjahr 2025 würden die Analysten ein EBT von 5,75 Mio. EUR (2024: -15,90 Mio. EUR) und für das Geschäftsjahr 2026 ein EBT von 20,49 Mio. EUR erwarten.
Die Analysten hätten die UmweltBank AG im Rahmen eines Residualeinkommens-Verfahrens bewertet und einen fairen Wert von 9,60 EUR je Aktie ermittelt.
Auf Basis des aktuellen Aktienkurses von 6,44 EUR vergeben Cosmin Filker und Marcel Goldmann, Analysten der GBC AG, weiterhin das Rating "kaufen". (Analyse vom 26.06.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.
Börsenplätze UmweltBank-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs UmweltBank-Aktie:
6,36 EUR -1,55% (26.06.2024, 09:52)
XETRA-Aktienkurs UmweltBank-Aktie:
6,44 EUR -0,31% (25.06.2024, 17:36)
ISIN UmweltBank-Aktie:
DE0005570808
WKN UmweltBank-Aktie:
557080
Ticker-Symbol UmweltBank-Aktie:
UBK
Kurzprofil UmweltBank AG:
Die UmweltBank (ISIN: DE0005570808, WKN: 557080, Ticker-Symbol: UBK) ist eine unabhängige Privatbank. Seit mehr als 25 Jahren verbindet sie Finanzen mit ökologischer und sozialer Verantwortung. Dem Umweltschutz hat sie sich nicht nur mit ihrem Namen, sondern auch in ihrer Satzung verpflichtet. Bei keiner anderen Bank können Anleger ihr Geld so konsequent umweltfreundlich arbeiten lassen. Deutschlands grünste Bank hat bereits rund 25.000 Umweltprojekte finanziert. (26.06.2024/ac/a/nw)
Cosmin Filker und Marcel Goldmann, Analysten der GBC AG, stufen in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der UmweltBank AG (ISIN: DE0005570808, WKN: 557080, Ticker-Symbol: UBK) weiterhin mit "kaufen" ein.
Mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2023 habe die UmweltBank AG die bereits im März veröffentlichten vorläufigen Zahlen bestätigt. Wie bereits im Vorfeld bekannt, sei das Kreditneugeschäft rückläufig gewesen und habe mit 459 Mio. EUR (VJ: 623 Mio. EUR) unter dem Vorjahreswert gelegen. Ein Grund hierfür sei die Erhöhung des Kapitalzuschlags auf 3,7% gewesen (31.12.22: 1,5%), die eine stärkere Neukreditvergabe verhindert habe.
Neben der geringeren Wachstumsdynamik bei den Krediten habe auch die weiter rückläufige Zinsspanne zu einem erwarteten Rückgang des Zinsergebnisses auf 41,11 Mio. EUR geführt (VJ: 58,79 Mio. EUR). Da das Einlagengeschäft eine kürzere Duration aufweise, reagiere es stärker auf Zinserhöhungen, was zu höheren Zinsaufwendungen geführt habe. Darüber hinaus seien auch die Zinsaufwendungen für die aufgenommenen Mittel bei der EZB und der KfW gestiegen, die ebenfalls einen wichtigen Refinanzierungsblock für die UmweltBank AG darstellen würden. Parallel zum Rückgang des Zinsergebnisses habe sich das Finanzergebnis deutlich auf 7,17 Mio. EUR reduziert (VJ: 24,83 Mio. EUR). Dies stelle eine Normalisierung dar, nachdem der Vorjahreswert durch den Verkauf einer Beteiligung an einer Windparkgesellschaft in Höhe von rund 20 Mio. EUR stark positiv beeinflusst gewesen sei.
Der starke Ertragsrückgang sei im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 mit einem ebenso starken Kostenanstieg einhergegangen, was in Summe zu einem deutlichen Rückgang des EBT auf 1,10 Mio. EUR (VJ: 39,21 Mio. EUR) geführt habe. Maßgeblich für den Kostenanstieg sei der Wechsel des Kernbankensystems gewesen, der mit Sonderaufwendungen in Höhe von 10,14 Mio. EUR verbunden gewesen sei. Darüber hinaus verzeichne die UmweltBank AG einen deutlichen Anstieg der Personalkosten.
Das laufende Geschäftsjahr 2024 sei ebenfalls als Transformationsjahr zu betrachten. Dies vor dem Hintergrund, dass weitere Investitionen in Technik und Aufbauorganisation geplant seien. Darüber hinaus stehe der Ausbau der Privatkundeneinlagen im Fokus, was mit erhöhten Marketingaufwendungen einhergehe. Zudem werde die Gesellschaft im laufenden Geschäftsjahr die Digitalisierung weiter vorantreiben und verstärkt in diesen Bereich investieren. Die Investitionen sowie nachlaufende Kosten im Zusammenhang mit der Migration des Kernbankensystems in Höhe von 4 Mio. EUR würden voraussichtlich zu einem Ergebnis vor Steuern von -15 Mio. EUR bzw. -20 Mio. EUR führen.
Den höheren Kosten stehe eine Trendwende im Zins- und Finanzergebnis gegenüber. Die UmweltBank AG habe einen Schwerpunkt auf den Ausbau des Einlagengeschäfts mit Privatkunden gelegt, was bereits Früchte trage. In den ersten drei Monaten 2024 hätten rund 8.000 neue Kunden und Kundeneinlagen in Höhe von rund 250 Mio. EUR gewonnen werden können. Bis 2028 solle die Marke von 500.000 Bestandskunden erreicht werden. Steigende Kundeneinlagen sollten einerseits eine Ausweitung des Kreditgeschäfts ermöglichen, insbesondere könnten auf der Aktivseite Zinserträge aus der Anlage von Kundengeldern (EZB; Anleihen) generiert werden.
Das Kreditgeschäft werde sich zukünftig auf Firmenkunden konzentrieren. Für das laufende Geschäftsjahr werde ein Neugeschäft von 250 Mio. EUR erwartet. Die Steigerung des Kreditneugeschäftes solle durch die Freisetzung von in Beteiligungen gebundenem Kapital gesteigert werden. Darüber hinaus solle der Kapitalzuschlag nach Erfüllung der regulatorischen Vorgaben wieder auf Normalniveau zurückkehren, was ebenfalls eine Steigerung des Kreditneugeschäftes ermöglichen werde. Bis 2028 solle das Brutto-Neugeschäftsvolumen auf über 1,0 Mrd. EUR gesteigert werden. Das Zinsergebnis aus dem Kreditgeschäft solle sich im Zuge der erwarteten Steigerung der Zinsmarge ebenfalls verbessern. Hierzu sollten das Auslaufen von niedrig verzinsten Krediten sowie die erwartete stabile Zinsentwicklung beitragen.
Das Finanzergebnis sollte in den kommenden Geschäftsjahren nicht zuletzt aufgrund des kontinuierlichen Abbaus des Beteiligungsgeschäfts steigen. Im ersten Quartal 2024 seien bereits zwei Windparkbeteiligungen und eine Immobilienbeteiligung gewinnbringend veräußert worden. Weitere Veräußerungen seien opportunistisch geplant. Auch das Provisions- und Handelsergebnis solle von den steigenden Kundeneinlagen profitieren und ebenfalls leicht zulegen.
Nach einem deutlichen Anstieg der Gesamtkosten im Geschäftsjahr 2024 sei ab dem kommenden Geschäftsjahr 2025 mit einer zügigen Rückkehr in die Gewinnzone zu rechnen. Für das kommende Geschäftsjahr 2025 würden die Analysten ein EBT von 5,75 Mio. EUR (2024: -15,90 Mio. EUR) und für das Geschäftsjahr 2026 ein EBT von 20,49 Mio. EUR erwarten.
Die Analysten hätten die UmweltBank AG im Rahmen eines Residualeinkommens-Verfahrens bewertet und einen fairen Wert von 9,60 EUR je Aktie ermittelt.
Auf Basis des aktuellen Aktienkurses von 6,44 EUR vergeben Cosmin Filker und Marcel Goldmann, Analysten der GBC AG, weiterhin das Rating "kaufen". (Analyse vom 26.06.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.
Börsenplätze UmweltBank-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs UmweltBank-Aktie:
6,36 EUR -1,55% (26.06.2024, 09:52)
XETRA-Aktienkurs UmweltBank-Aktie:
6,44 EUR -0,31% (25.06.2024, 17:36)
ISIN UmweltBank-Aktie:
DE0005570808
WKN UmweltBank-Aktie:
557080
Ticker-Symbol UmweltBank-Aktie:
UBK
Kurzprofil UmweltBank AG:
Die UmweltBank (ISIN: DE0005570808, WKN: 557080, Ticker-Symbol: UBK) ist eine unabhängige Privatbank. Seit mehr als 25 Jahren verbindet sie Finanzen mit ökologischer und sozialer Verantwortung. Dem Umweltschutz hat sie sich nicht nur mit ihrem Namen, sondern auch in ihrer Satzung verpflichtet. Bei keiner anderen Bank können Anleger ihr Geld so konsequent umweltfreundlich arbeiten lassen. Deutschlands grünste Bank hat bereits rund 25.000 Umweltprojekte finanziert. (26.06.2024/ac/a/nw)
Archivbeitrag vom 26.06.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.