Paris (www.aktiencheck.de) - Im vergangenen Jahr wertete der Dollar gegenüber dem Euro um rund 13 Prozent ab, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".
Ursache sei weniger die Stärke der Gemeinschaftswährung als die Schwäche des Greenbacks gewesen, der unter politischen Unsicherheiten, der zunehmenden US-Verschuldung und Zweifeln an der Unabhängigkeit der Notenbank gelitten habe. Auch in diesem Jahr könnte der Druck anhalten: US-Präsident Trump werde voraussichtlich weiterhin versuchen, auf die Fed einzuwirken. Schon vor dem Ende der Amtszeit von Fed-Chef Jerome Powell im Mai könnten Personalveränderungen anstehen, die das Fed-Direktorium stärker an Trump binden würden. Sollte die Unabhängigkeit der Notenbank weiter aufgeweicht werden, könnte dies das Vertrauen internationaler Anleger in das US-Finanzsystem erheblich schwächen.
Globale Anleger würden Alternativen suchen
Auch die US-Politik insgesamt könnte die Abkehr vom Dollar als führender Transaktionswährung beschleunigen. Die Ereignisse in Venezuela und die US-Zollmaßnahmen hätten bereits viele Marktakteure dazu veranlasst, nach Alternativen zum Dollar zu suchen. Hinzu komme Trumps kontroverser Vorstoß, Grönland notfalls mit militärischer Gewalt zu annektieren, der das Vertrauen in den Dollar als sicheren Hafen zusätzlich infrage stelle. Weiterer Abwertungsdruck könnte entstehen, wenn die Zinsen im Dollarraum weiter zurückgehen und die Renditen sinken würden. In diesem Fall könnten Investoren vermehrt außerhalb des Dollar Kapital anlegen - etwa in der Eurozone, deren Notenbank eine abwartende Haltung einnimmt.(Ausgabe vom 09.01.2026) (13.01.2026/ac/a/m)
Ursache sei weniger die Stärke der Gemeinschaftswährung als die Schwäche des Greenbacks gewesen, der unter politischen Unsicherheiten, der zunehmenden US-Verschuldung und Zweifeln an der Unabhängigkeit der Notenbank gelitten habe. Auch in diesem Jahr könnte der Druck anhalten: US-Präsident Trump werde voraussichtlich weiterhin versuchen, auf die Fed einzuwirken. Schon vor dem Ende der Amtszeit von Fed-Chef Jerome Powell im Mai könnten Personalveränderungen anstehen, die das Fed-Direktorium stärker an Trump binden würden. Sollte die Unabhängigkeit der Notenbank weiter aufgeweicht werden, könnte dies das Vertrauen internationaler Anleger in das US-Finanzsystem erheblich schwächen.
Globale Anleger würden Alternativen suchen
Auch die US-Politik insgesamt könnte die Abkehr vom Dollar als führender Transaktionswährung beschleunigen. Die Ereignisse in Venezuela und die US-Zollmaßnahmen hätten bereits viele Marktakteure dazu veranlasst, nach Alternativen zum Dollar zu suchen. Hinzu komme Trumps kontroverser Vorstoß, Grönland notfalls mit militärischer Gewalt zu annektieren, der das Vertrauen in den Dollar als sicheren Hafen zusätzlich infrage stelle. Weiterer Abwertungsdruck könnte entstehen, wenn die Zinsen im Dollarraum weiter zurückgehen und die Renditen sinken würden. In diesem Fall könnten Investoren vermehrt außerhalb des Dollar Kapital anlegen - etwa in der Eurozone, deren Notenbank eine abwartende Haltung einnimmt.(Ausgabe vom 09.01.2026) (13.01.2026/ac/a/m)
Archivbeitrag vom 13.01.2026. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.