Aktien des Tages

Tesla Aktie: Musk in der Kritik, China-Konkurrenz wächst - Die Kalifornier kämpfen an mehreren Fronten

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Tesla-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Jochen Kauper vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie von Tesla Inc. (ISIN: US88160R1014, WKN: A1CX3T, Ticker-Symbol: TL0, NASDAQ-Symbol: TSLA) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Die Tesla-Aktie stehe nach wie vor unter Druck. Im Jahresverlauf habe das Papier 25 Prozent verloren, während der NASDAQ nur um 1,5 Prozent gesunken sei.

Der Rückgang um rund 8 Prozent am Dienstag habe das Papier des Elektroauto-Pioniers seit langem wieder unter die Marktkapitalisierung von einer Billion Dollar sinken lassen. Das sei der niedrigste Stand seit dem 7. November, zwei Tage nach dem Wahlsieg von Donald Trump.

Der jüngste Kursrückgang sei auf einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters gefolgt, wonach Teslas Aktualisierung seiner teilautomatisierten Fahrsysteme (FSD) in China die Besitzer enttäuscht hätte. Teslas Funktion "Navigieren in der Stadt" in China würde nicht den Versprechungen von Elon Musk entsprechen.

Fakt sei, dass Tesla derzeit Druck vonseiten BYD (ISIN CNE100000296/ WKN A0M4W9), Xiaomi (ISIN KYG9830T1067/ WKN A2JNY1) und XPeng (ISIN US98422D1054/ WKN A2QBX7) bekomme.

BYD habe vor kurzem seine "God's Eye"-Technologie vorgestellt. Die neuen Fahrassistenzsysteme seien zwar grundsätzlich nicht neu in der E-Mobility-Szene, jedoch werde BYD diese in alle Fahrzeugmodelle in unterschiedlichen Versionen einbauen. Ohne Aufpreis!

XPeng werde unter den Experten als führend in China in Sachen KI und Fahrassistenzsysteme angesehen. Die Zulassungszahlen hätten zuletzt einen ordentlichen Boost erfahren.

Und Xiaomi sorge mit seinen innovativen Elektroautos, dem Zusammenspiel zwischen Hardware und Software für stark anziehende Verkäufe seiner Elektroautos. 2025 kämen der SUV YU7 und der SU7 Ultra.

Vielleicht liege das Problem aber auch in der Person von Elon Musk selbst. Seine Nähe zu Trump und seine Politik, die er aktuell betreibe, passe so gar nicht zu seinem klassischen Publikum. Dort fänden sich zu Teilen linksgerichtete Amerikaner und umweltbewusste Europäer. Das sei nicht gerade das Klientel, das die Politik von Donald Trump anspreche. Gut möglich also, dass sich einige Käufer von Elon Musk abwenden und deshalb aktuell keinen Tesla kaufen würden.

Es gebe aber auch positive News: Tesla habe im US-Bundesstaat Kalifornien die Genehmigung für den Betrieb eines Fahrdiensts beantragt. Es sei ein erster Schritt auf dem Weg zum Ziel, das von Firmenchef Elon Musk angekündigte Robotaxi-Angebot auf die Beine zu stellen. Aus dem Antrag gehe allerdings hervor, dass in den Wagen auf der Plattform zumindest anfangs noch Menschen am Steuer vorgesehen seien, habe der Finanzdienst Bloomberg berichtet. Die zuständige kalifornische Behörde CPUC habe US-Medien lediglich die Existenz des Antrags bestätigt.

Tesla bekomme derzeit massiven Gegenwind. Elon Musk müsse 2025 liefern. Noch habe er mehrere Trümpfe in der Hand. Diese gelte es auszuspielen: FSD, Robotaxi und das neue Model 2. Tesla sei derzeit keine laufende Empfehlung des "Aktionär". Anleger könnten zwar aus technischer Sicht darauf hoffen, dass die Tesla-Aktie bei 250 Euro drehe. Doch sollte dieser Bereich nicht halten, sind rasch 200 Euro möglich, so Jochen Kauper von "Der Aktionär" zur Tesla-Aktie. (Analyse vom 28.02.2025)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (28.02.2025/ac/a/n)

Archivbeitrag vom 28.02.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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