Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Tesla-Aktienanalyse von "Der Aktionär":
Jochen Kauper vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie von Tesla Inc. (ISIN: US88160R1014, WKN: A1CX3T, Ticker-Symbol: TL0, NASDAQ-Symbol: TSLA) unter die Lupe.
Tesla habe die Erwartungen deutlich verfehlt. Der Elektroauto-Pionier habe beim Umsatz für das erste Quartal wie auch mit dem Gewinn je Aktie deutlich unter den Erwartungen der Analysten gelegen. Und dennoch lege die Aktie am Mittwoch zu.
Der Umsatz des Elektroauto-Herstellers habe im ersten Quartal bei 19,3 Milliarden USD gelegen. Der bereinigte Gewinn je Aktie habe 0,27 USD erreicht. Damit habe Tesla weit unter den Erwartungen der Analysten gelegen. Diese hätten im Vorfeld der Zahlen mit einem Umsatz von 21,4 Milliarden USD und einem Gewinn je Aktie von 0,44 USD gerechnet.
Die kanadische Bank RBC habe das Kursziel für Tesla in einer ersten Reaktion von 314 auf 307 USD gesenkt, aber die Einstufung auf "Outperform" belassen. Für Freude, aber auch einige Schmerzen habe der Quartalsbericht gesorgt, habe Analyst Tom Narayan in einem am Mittwoch vorliegenden Kommentar geschrieben. Er habe seine Auslieferungsschätzungen gekürzt und in der Folge auch sein Kursziel. Für wichtig halte der Experte, dass sich der Start günstigerer Modelle entgegen den jüngsten Presseberichten doch nicht über Juni hinaus verzögern dürfte.
Die Schweizer Großbank UBS habe die Einstufung für Tesla - im Gegensatz zur RBC - mit einem Kursziel von 190 USD auf "Sell" belassen. Das Ergebnis je Aktie habe die Markterwartungen verfehlt und im Rahmen seiner tieferen Schätzungen gelegen, habe Analyst Joseph Spak am Dienstagabend nach dem Quartalsbericht geschrieben. Der Ausblick sei an die unsichere Lage angepasst worden.
Fakt sei: Tesla sehe sich derzeit mit einigen Problemen konfrontiert. Tesla habe durchaus Mühe, mit der kostengünstigeren Konkurrenz in China Schritt zu halten. BYD, Xpeng, Xiaomi und Co würden ordentlich Druck auf Tesla machen. Die Modelle seien innovativ und vollgepackt mit Software und Infotainment.
Darüber hinaus sei Tesla vom Vorreiter zum Nachzügler in Sachen Robotaxis geworden. In den USA werde der Markt derzeit von Alphabets Waymo dominiert. Auch Zoox von Amazon wolle in den Markt für Robotaxis. Tesla habe versprochen, sein erstes fahrerloses Ride-Hailing-Angebot im Juni in Austin, Texas, zu starten.
Branchenexperten und Konkurrenten allerdings würden seit Jahren große Zweifel an Musks Versprechen selbstfahrender Autos äußern. Einer der Gründe: Musk beharre darauf, das Vorhaben nur mit Kameras und KI-Software erreichen zu wollen, ohne die teureren Laser-Radare, auf die Rivalen wie die Google-Schwesterfirma Waymo setzen. Musks Ansatz sei deutlich günstiger, Kritiker würden jedoch warnen, dass Kameras allein nicht ausreichend Sicherheit böten.
Andere Hersteller würden es kategorisch ablehnen, autonome Autos nur mit Kameras auf die Straße zu schicken. So habe BMW-Entwicklungsvorstand Frank Weber dies jüngst abgehakt: "Für uns ist das völlig klar, dass das nicht geht." Eine Kamera würde etwa eine Palette nicht erkennen, die vor dem Auto auf der Fahrbahn liege, habe er am Rande der Technik-Messe CES im Januar argumentiert.
Tesla habe den Anlegern am Dienstag versichert, dass es weiterhin auf dem richtigen Weg sei, einen "Pilotstart" in Austin durchzuführen und noch in diesem Jahr mit dem Bau seiner humanoiden Roboter auf einer Pilotproduktionslinie in Fremont, Kalifornien, zu beginnen.
Während der anschließenden Telefonkonferenz habe Musk betont, dass Tesla das "am wenigsten von Zöllen betroffene Autounternehmen" sei, er persönlich aber "vorhersehbare Zollstrukturen" sowie "freien Handel und niedrigere Zölle" bevorzuge.
Positiv sei am Markt auch angekommen, dass Elon Musk in Zukunft wieder mehr Zeit für Tesla aufwenden wolle. Ab Mai werde er "erheblich" weniger Zeit als Kostensenker von Präsident Donald Trump im Regierungsapparat verbringen, habe der Tesla-Chef gesagt.
Ganz aus der Umlaufbahn des US-Präsidenten wolle Musk aber nicht verschwinden. Er wolle sich weiterhin an einem bis zwei Tagen pro Woche mit Regierungsaufgaben beschäftigen - jedenfalls so lange Trump das möchte.
Der Markt habe im Vorfeld mit schwachen Zahlen bei Umsatz und Gewinn je Aktie gerechnet. Positiv sei die Tatsache, dass Elon Musk wieder mehr Zeit für Tesla investieren wolle. Sein politisches Engagement habe zuletzt der Marke ein schlechtes Image verpasst. Positiv sei auch die Tatsache, dass neue Modelle im zweiten Halbjahr 2025 in Produktion gehen sollten.
Der wahre Wert von Tesla liege in den Bereichen Robotik und KI sowie Robotaxis. Elon Musk müsse deshalb bei den entscheidenden Themen FSD und Robotaxi schnellstmöglich liefern. Die Aktie habe wie viele andere Tech-Werte zuletzt deutlich an Boden eingebüßt. Die Unterstützung bei 209 USD habe allerdings gehalten. Nachbörslich habe das Papier in den USA deutlich zugelegt. Die Aktie hat Comeback-Potenzial, so Jochen Kauper von "Der Aktionär". (Analyse vom 23.04.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (23.04.2025/ac/a/n)
Jochen Kauper vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie von Tesla Inc. (ISIN: US88160R1014, WKN: A1CX3T, Ticker-Symbol: TL0, NASDAQ-Symbol: TSLA) unter die Lupe.
Tesla habe die Erwartungen deutlich verfehlt. Der Elektroauto-Pionier habe beim Umsatz für das erste Quartal wie auch mit dem Gewinn je Aktie deutlich unter den Erwartungen der Analysten gelegen. Und dennoch lege die Aktie am Mittwoch zu.
Der Umsatz des Elektroauto-Herstellers habe im ersten Quartal bei 19,3 Milliarden USD gelegen. Der bereinigte Gewinn je Aktie habe 0,27 USD erreicht. Damit habe Tesla weit unter den Erwartungen der Analysten gelegen. Diese hätten im Vorfeld der Zahlen mit einem Umsatz von 21,4 Milliarden USD und einem Gewinn je Aktie von 0,44 USD gerechnet.
Die kanadische Bank RBC habe das Kursziel für Tesla in einer ersten Reaktion von 314 auf 307 USD gesenkt, aber die Einstufung auf "Outperform" belassen. Für Freude, aber auch einige Schmerzen habe der Quartalsbericht gesorgt, habe Analyst Tom Narayan in einem am Mittwoch vorliegenden Kommentar geschrieben. Er habe seine Auslieferungsschätzungen gekürzt und in der Folge auch sein Kursziel. Für wichtig halte der Experte, dass sich der Start günstigerer Modelle entgegen den jüngsten Presseberichten doch nicht über Juni hinaus verzögern dürfte.
Die Schweizer Großbank UBS habe die Einstufung für Tesla - im Gegensatz zur RBC - mit einem Kursziel von 190 USD auf "Sell" belassen. Das Ergebnis je Aktie habe die Markterwartungen verfehlt und im Rahmen seiner tieferen Schätzungen gelegen, habe Analyst Joseph Spak am Dienstagabend nach dem Quartalsbericht geschrieben. Der Ausblick sei an die unsichere Lage angepasst worden.
Fakt sei: Tesla sehe sich derzeit mit einigen Problemen konfrontiert. Tesla habe durchaus Mühe, mit der kostengünstigeren Konkurrenz in China Schritt zu halten. BYD, Xpeng, Xiaomi und Co würden ordentlich Druck auf Tesla machen. Die Modelle seien innovativ und vollgepackt mit Software und Infotainment.
Darüber hinaus sei Tesla vom Vorreiter zum Nachzügler in Sachen Robotaxis geworden. In den USA werde der Markt derzeit von Alphabets Waymo dominiert. Auch Zoox von Amazon wolle in den Markt für Robotaxis. Tesla habe versprochen, sein erstes fahrerloses Ride-Hailing-Angebot im Juni in Austin, Texas, zu starten.
Branchenexperten und Konkurrenten allerdings würden seit Jahren große Zweifel an Musks Versprechen selbstfahrender Autos äußern. Einer der Gründe: Musk beharre darauf, das Vorhaben nur mit Kameras und KI-Software erreichen zu wollen, ohne die teureren Laser-Radare, auf die Rivalen wie die Google-Schwesterfirma Waymo setzen. Musks Ansatz sei deutlich günstiger, Kritiker würden jedoch warnen, dass Kameras allein nicht ausreichend Sicherheit böten.
Andere Hersteller würden es kategorisch ablehnen, autonome Autos nur mit Kameras auf die Straße zu schicken. So habe BMW-Entwicklungsvorstand Frank Weber dies jüngst abgehakt: "Für uns ist das völlig klar, dass das nicht geht." Eine Kamera würde etwa eine Palette nicht erkennen, die vor dem Auto auf der Fahrbahn liege, habe er am Rande der Technik-Messe CES im Januar argumentiert.
Tesla habe den Anlegern am Dienstag versichert, dass es weiterhin auf dem richtigen Weg sei, einen "Pilotstart" in Austin durchzuführen und noch in diesem Jahr mit dem Bau seiner humanoiden Roboter auf einer Pilotproduktionslinie in Fremont, Kalifornien, zu beginnen.
Während der anschließenden Telefonkonferenz habe Musk betont, dass Tesla das "am wenigsten von Zöllen betroffene Autounternehmen" sei, er persönlich aber "vorhersehbare Zollstrukturen" sowie "freien Handel und niedrigere Zölle" bevorzuge.
Positiv sei am Markt auch angekommen, dass Elon Musk in Zukunft wieder mehr Zeit für Tesla aufwenden wolle. Ab Mai werde er "erheblich" weniger Zeit als Kostensenker von Präsident Donald Trump im Regierungsapparat verbringen, habe der Tesla-Chef gesagt.
Ganz aus der Umlaufbahn des US-Präsidenten wolle Musk aber nicht verschwinden. Er wolle sich weiterhin an einem bis zwei Tagen pro Woche mit Regierungsaufgaben beschäftigen - jedenfalls so lange Trump das möchte.
Der Markt habe im Vorfeld mit schwachen Zahlen bei Umsatz und Gewinn je Aktie gerechnet. Positiv sei die Tatsache, dass Elon Musk wieder mehr Zeit für Tesla investieren wolle. Sein politisches Engagement habe zuletzt der Marke ein schlechtes Image verpasst. Positiv sei auch die Tatsache, dass neue Modelle im zweiten Halbjahr 2025 in Produktion gehen sollten.
Der wahre Wert von Tesla liege in den Bereichen Robotik und KI sowie Robotaxis. Elon Musk müsse deshalb bei den entscheidenden Themen FSD und Robotaxi schnellstmöglich liefern. Die Aktie habe wie viele andere Tech-Werte zuletzt deutlich an Boden eingebüßt. Die Unterstützung bei 209 USD habe allerdings gehalten. Nachbörslich habe das Papier in den USA deutlich zugelegt. Die Aktie hat Comeback-Potenzial, so Jochen Kauper von "Der Aktionär". (Analyse vom 23.04.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (23.04.2025/ac/a/n)
Archivbeitrag vom 23.04.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.