Kulmbach (www.aktiencheck.de) - TUI-Aktienanalyse von "Der Aktionär":
Carsten Kaletta vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der TUI AG (ISIN: DE000TUAG505, WKN: TUAG50, Ticker-Symbol: TUI1, NASDAQ OTC-Symbol: TUIFF) unter die Lupe.
Die TUI-Aktie stehe auch am Freitag unter Druck. Diese anhaltende (relative) Schwäche trotz erfreulicher Zahlen sei erstaunlich. Womöglich seien die Investoren angesichts des nach wie vor recht hohen Schuldenbergs und der damit einhergehenden Zinslast immer noch skeptisch. Doch beim Zins-Thema sei Licht am Horizont.
Eine erste Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Juni werde nämlich immer wahrscheinlicher. TUI habe im Jahr 2023 unter dem Strich (Zinsaufwendungen minus Zinserträge) Zinsen i.H.v. 445,9 Mio. Euro zahlen müssen. Das sei eine Verbesserung, denn im Jahr 2022 habe das Zinsergebnis noch 473,9 Mio. Euro betragen. Und auch im ersten Halbjahr habe sich die Lage mit Blick auf die Zahlen verbessert. Während im H1 2023 noch rund 285 Mio. Euro an Zinsen hätten entrichtet werden müssen, habe diese Aufwendungen im ersten Halbjahr 2024 (per Ende März) bei knapp 248 Mio. Euro gelegen.
Hintergrund: TUI habe seine Nettoverschuldung zum 31. März 2024 auf 3,1 Mrd. Euro und damit um 1,1 Mrd. Euro binnen Jahresfrist reduzieren können. Die Eigenkapitalquote habe sich im Vergleich zum Vorjahr sogar massiv verbessert: Sie habe zum Quartalsende bei 7,7% gelegen. Am 31. März 2023 sei noch sie mit minus 6,1% ausgewiesen worden. Diese Verbesserungen hätten die Rating-Agenturen S&P und Moody’s jüngst durch höhere Bonitätsnoten goutiert. Und bessere Ratings würden zu einer leichteren und kostengünstigeren Refinanzierung am Kapitalmarkt führen.
Die TUI-Aktie habe intraday bereits erfolgreich den GD200 (aktuell: 6,21 Euro) getestet. Wichtig wäre, dass diese Marke auch auf Schlusskursbasis halte, sonst würden weitere Abgaben bis in den Bereich der 6-Euro-Marke drohen. Nach oben dürfte sich die Lage erst mit dem Sprung über den GD50 (aktuell: 6,92 Euro ) bzw. der 7-Euro-Marke entspannen. Für ein frisches Kaufsignal müsste indes die 7,41er-Marke (früheres Ausbruchsniveau) zurückerobert werden.
Die TUI-Aktie sei sicherlich charttechnisch angeschlagen. Dennoch rat "Der Aktionär" angesichts der günstigen Bewertung (2025er-KGV von 5), der Fortschritte beim Schulden-Thema und der guten Branchenaussichten weiterhin dazu, die Papiere des Reiseveranstalters zu halten. Wichtig sei das Risiko-Management und in dem Kontext die empfohlene Exit-Marke bei 5,50 Euro, so Carsten Kaletta vom Anlegermagazin "Der Aktionär" in einer aktuellen Aktienanalyse. (Analyse vom 24.05.2024)
(Mit Material von dpa-AfX)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Börsenplätze TUI-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs TUI-Aktie:
6,342 EUR -0,44% (24.05.2024, 13:31)
XETRA-Aktienkurs TUI-Aktie:
6,342 EUR +0,32% (24.05.2024, 13:17)
ISIN TUI-Aktie:
DE000TUAG505
WKN TUI-Aktie:
TUAG50
Ticker-Symbol TUI-Aktie:
TUI1
NASDAQ OTC-Symbol TUI-Aktie:
TUIFF
Kurzprofil TUI AG:
Die TUI Group (ISIN: DE000TUAG505, WKN: TUAG50, Ticker-Symbol: TUI1, NASDAQ OTC-Symbol: TUIFF) ist einer der führenden Touristikkonzerne der Welt. Sitz des Konzerns ist Deutschland. Der TUI Konzern bietet für seine 21 Millionen Kunden integrierte Services aus einer Hand.
Die gesamte touristische Wertschöpfungskette wird unter einem Dach abgebildet. Dazu gehören über 400 Hotels und Resorts mit Premium-Marken wie RIU, TUI Blue und Robinson und 16 eigene Kreuzfahrtschiffe, von der MS Europa und der MS Europa 2 in der Luxusklasse und Expeditionsschiffen bis zur Mein Schiff-Flotte der TUI Cruises und Kreuzfahrtschiffen bei Marella Cruises in Großbritannien. Zum Konzern zählen außerdem europaweit führende Veranstaltermarken und Online-Vermarktungsplattformen, fünf Fluggesellschaften mit mehr als 130 modernen Mittel- und Langstrecken-Flugzeugen und rund 1.200 Reisebüros. Neben dem Ausbau des Kerngeschäfts mit Hotels, Kreuzfahrten über erfolgreiche Joint Ventures und Aktivitäten in den Urlaubsdestinationen setzt die TUI verstärkt auf den Ausbau digitaler Plattformen. Der Konzern wandelt sich zu einem globalen touristischen Plattformunternehmen.
Die globale Verantwortung für nachhaltiges wirtschaftliches, ökologisches und soziales Handeln ist Kern der Unternehmenskultur. Die von TUI initiierte TUI Care Foundation setzt mit Projekten in 25 Ländern auf die positiven Effekte des Tourismus, auf Bildung und Ausbildung sowie die Stärkung von Umwelt- und Sozial-Standards. Sie unterstützt so Urlaubsdestinationen in ihrer Entwicklung. Die weltweit tätige TUI Care Foundation initiiert Projekte, die neue Chancen für die kommende Generation schaffen. (24.05.2024/ac/a/nw)
Carsten Kaletta vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der TUI AG (ISIN: DE000TUAG505, WKN: TUAG50, Ticker-Symbol: TUI1, NASDAQ OTC-Symbol: TUIFF) unter die Lupe.
Die TUI-Aktie stehe auch am Freitag unter Druck. Diese anhaltende (relative) Schwäche trotz erfreulicher Zahlen sei erstaunlich. Womöglich seien die Investoren angesichts des nach wie vor recht hohen Schuldenbergs und der damit einhergehenden Zinslast immer noch skeptisch. Doch beim Zins-Thema sei Licht am Horizont.
Eine erste Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Juni werde nämlich immer wahrscheinlicher. TUI habe im Jahr 2023 unter dem Strich (Zinsaufwendungen minus Zinserträge) Zinsen i.H.v. 445,9 Mio. Euro zahlen müssen. Das sei eine Verbesserung, denn im Jahr 2022 habe das Zinsergebnis noch 473,9 Mio. Euro betragen. Und auch im ersten Halbjahr habe sich die Lage mit Blick auf die Zahlen verbessert. Während im H1 2023 noch rund 285 Mio. Euro an Zinsen hätten entrichtet werden müssen, habe diese Aufwendungen im ersten Halbjahr 2024 (per Ende März) bei knapp 248 Mio. Euro gelegen.
Hintergrund: TUI habe seine Nettoverschuldung zum 31. März 2024 auf 3,1 Mrd. Euro und damit um 1,1 Mrd. Euro binnen Jahresfrist reduzieren können. Die Eigenkapitalquote habe sich im Vergleich zum Vorjahr sogar massiv verbessert: Sie habe zum Quartalsende bei 7,7% gelegen. Am 31. März 2023 sei noch sie mit minus 6,1% ausgewiesen worden. Diese Verbesserungen hätten die Rating-Agenturen S&P und Moody’s jüngst durch höhere Bonitätsnoten goutiert. Und bessere Ratings würden zu einer leichteren und kostengünstigeren Refinanzierung am Kapitalmarkt führen.
Die TUI-Aktie habe intraday bereits erfolgreich den GD200 (aktuell: 6,21 Euro) getestet. Wichtig wäre, dass diese Marke auch auf Schlusskursbasis halte, sonst würden weitere Abgaben bis in den Bereich der 6-Euro-Marke drohen. Nach oben dürfte sich die Lage erst mit dem Sprung über den GD50 (aktuell: 6,92 Euro ) bzw. der 7-Euro-Marke entspannen. Für ein frisches Kaufsignal müsste indes die 7,41er-Marke (früheres Ausbruchsniveau) zurückerobert werden.
Die TUI-Aktie sei sicherlich charttechnisch angeschlagen. Dennoch rat "Der Aktionär" angesichts der günstigen Bewertung (2025er-KGV von 5), der Fortschritte beim Schulden-Thema und der guten Branchenaussichten weiterhin dazu, die Papiere des Reiseveranstalters zu halten. Wichtig sei das Risiko-Management und in dem Kontext die empfohlene Exit-Marke bei 5,50 Euro, so Carsten Kaletta vom Anlegermagazin "Der Aktionär" in einer aktuellen Aktienanalyse. (Analyse vom 24.05.2024)
(Mit Material von dpa-AfX)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Börsenplätze TUI-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs TUI-Aktie:
6,342 EUR -0,44% (24.05.2024, 13:31)
XETRA-Aktienkurs TUI-Aktie:
6,342 EUR +0,32% (24.05.2024, 13:17)
ISIN TUI-Aktie:
DE000TUAG505
WKN TUI-Aktie:
TUAG50
Ticker-Symbol TUI-Aktie:
TUI1
NASDAQ OTC-Symbol TUI-Aktie:
TUIFF
Kurzprofil TUI AG:
Die TUI Group (ISIN: DE000TUAG505, WKN: TUAG50, Ticker-Symbol: TUI1, NASDAQ OTC-Symbol: TUIFF) ist einer der führenden Touristikkonzerne der Welt. Sitz des Konzerns ist Deutschland. Der TUI Konzern bietet für seine 21 Millionen Kunden integrierte Services aus einer Hand.
Die gesamte touristische Wertschöpfungskette wird unter einem Dach abgebildet. Dazu gehören über 400 Hotels und Resorts mit Premium-Marken wie RIU, TUI Blue und Robinson und 16 eigene Kreuzfahrtschiffe, von der MS Europa und der MS Europa 2 in der Luxusklasse und Expeditionsschiffen bis zur Mein Schiff-Flotte der TUI Cruises und Kreuzfahrtschiffen bei Marella Cruises in Großbritannien. Zum Konzern zählen außerdem europaweit führende Veranstaltermarken und Online-Vermarktungsplattformen, fünf Fluggesellschaften mit mehr als 130 modernen Mittel- und Langstrecken-Flugzeugen und rund 1.200 Reisebüros. Neben dem Ausbau des Kerngeschäfts mit Hotels, Kreuzfahrten über erfolgreiche Joint Ventures und Aktivitäten in den Urlaubsdestinationen setzt die TUI verstärkt auf den Ausbau digitaler Plattformen. Der Konzern wandelt sich zu einem globalen touristischen Plattformunternehmen.
Die globale Verantwortung für nachhaltiges wirtschaftliches, ökologisches und soziales Handeln ist Kern der Unternehmenskultur. Die von TUI initiierte TUI Care Foundation setzt mit Projekten in 25 Ländern auf die positiven Effekte des Tourismus, auf Bildung und Ausbildung sowie die Stärkung von Umwelt- und Sozial-Standards. Sie unterstützt so Urlaubsdestinationen in ihrer Entwicklung. Die weltweit tätige TUI Care Foundation initiiert Projekte, die neue Chancen für die kommende Generation schaffen. (24.05.2024/ac/a/nw)
Archivbeitrag vom 24.05.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.