Aktien des Tages

TUI: 2019 mehr Gäste als im Rekordjahr - Aktienanalyse

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - TUI-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Carsten Kaletta vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der TUI AG (ISIN: DE000TUAG505, WKN: TUAG50, Ticker-Symbol: TUI1, NASDAQ OTC-Symbol: TUIFF) unter die Lupe.

Die TUI-Aktie habe seit ihrem Oktober-Tief bei 4,37 Euro rund 81 Prozent zugelegt. Und mit dem jüngsten Börsenumzug (Hauptlisting) nach Deutschland sowie der voraussichtlichen MDAX-Aufnahme im Juni dürfe das Kaufinteresse weiter steigen. Überdies würden aktuelle Zahlen eines TUI-Rivalen, der deutschen Nummer zwei, belegen, dass das Tourismus-Geschäft gerade boome.

Die DERTOUR Group, die Touristiksparte von Rewe, habe 2023 seine Umsätze um rund ein Viertel auf 7,2 Mrd. Euro gesteigert - damit sei auch erstmals wieder der Umsatz aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 von 6,5 Mrd. Euro übertroffen worden. Zur Einordnung: TUI sei mit Blick auf die Erlöse fast dreimal so groß, habe das Geschäftsjahr 2022/2023 mit einem Rekordwert von 20,7 Mrd. abgeschlossen (2019: 18,9 Mrd. Euro).

Auch beim Gewinn mache die Rewe-Urlaubssparte eine gute Figur. Mit einem EBITDA "von knapp über 100 Millionen wurde eine seit vielen Jahren angepeilte Rekordmarke" übertroffen, habe Rewe-Boss Lionel Souque gegenüber der "fvw" gesagt. Und 2024 liege man "zweistellig im Plus". Auf der ITB Anfang März in Berlin habe DERTOUR-Chef Ingo Burmester gar ein Umsatzplus von 30 Prozent für die Sommersaison vermeldet.

TUI indes erwarte für 2023 einen Anstieg der Erlöse um zehn Prozent auf rund 23 Mrd., das Betriebsergebnis (EBIT) solle sogar um mindestens 25 Prozent auf gut 1,25 Mrd. Euro steigen. Das könnte womöglich übertroffen werden. Bei etwa der Anzahl der Gäste sei nämlich noch Aufholpotenzial. 2023 hätten die Hannoveraner die genannten Rekord-Einnahmen mit 19 Millionen Gästen erzielt. Zum Vergleich: Im Vor-Corona-Jahr 2019 seien mehr als 20 Millionen Menschen mit TUI in die Ferien gefahren.

Für weiteres Wachstum könnte auch die weitere Internationalisierung und Diversifizierung des Geschäfts sorgen. TUI-Boss Sebastian Ebel möchte auch in Zielländern wie Spanien oder China Touristen gewinnen. Die beiden größten Quellmärkte seien nach wie vor Deutschland und Großbritannien. Dabei spiele das Dynamische Paketierung eine zunehmend wichtige Rolle. Neben der bekannten Pauschalreise fokussiere sich TUI dabei zunehmend auf individuell zusammengestellte Touren und auf Einzelbuchungen für Hotels und Flüge oder dem Verkauf von Tickets für Aktivitäten über eine App. Im Geschäftsjahr 2022/2023 habe der Anteil des Online-Vertriebs gegenüber dem Vorjahr stabil bei rund 30 Prozent gelegen - das Reisebüro bleibe also die Hauptanlaufstelle.

Auch die DERTOUR-Zahlen würden belegen, dass die Menschen derzeit starke Reiselust verspüren würden. 2024 könnte mit Blick auf die aktuelle Buchungslage ein neues touristisches Rekordjahr werden. Die TUI-Aktie, die am Donnerstag ein halbes Prozent auf 7,86 Euro nachgebe, bleibe daher aussichtsreich. Aus charttechnischer Sicht habe der Titel allerdings nach wie vor die wichtige 8-Euro-Marke vor der Brust. Gelinge hier ein dynamischer Ausbruch, könnte es im Idealfall bis 9,50 Euro weiter nach oben gehen.

Investierte Anleger bleiben bei der TUI-Aktie weiter dabei, so Carsten Kaletta von "Der Aktionär". (Analyse vom 11.04.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze TUI-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs TUI-Aktie:
7,584 EUR -4,36% (11.04.2024, 14:14)

XETRA-Aktienkurs TUI-Aktie:
7,614 EUR -3,69% (11.04.2024, 13:59)

ISIN TUI-Aktie:
DE000TUAG505

WKN TUI-Aktie:
TUAG50

Ticker-Symbol TUI-Aktie:
TUI1

NASDAQ OTC-Symbol TUI-Aktie:
TUIFF

Kurzprofil TUI AG:

Die TUI Group (ISIN: DE000TUAG505, WKN: TUAG50, Ticker-Symbol: TUI1, NASDAQ OTC-Symbol: TUIFF) ist einer der führenden Touristikkonzerne der Welt. Sitz des Konzerns ist Deutschland. Der TUI Konzern bietet für seine 21 Millionen Kunden integrierte Services aus einer Hand.

Die gesamte touristische Wertschöpfungskette wird unter einem Dach abgebildet. Dazu gehören über 400 Hotels und Resorts mit Premium-Marken wie RIU, TUI Blue und Robinson und 16 eigene Kreuzfahrtschiffe, von der MS Europa und der MS Europa 2 in der Luxusklasse und Expeditionsschiffen bis zur Mein Schiff-Flotte der TUI Cruises und Kreuzfahrtschiffen bei Marella Cruises in Großbritannien.

Zum Konzern zählen außerdem europaweit führende Veranstaltermarken und Online-Vermarktungsplattformen, fünf Fluggesellschaften mit mehr als 130 modernen Mittel- und Langstrecken-Flugzeugen und rund 1.200 Reisebüros. Neben dem Ausbau des Kerngeschäfts mit Hotels, Kreuzfahrten über erfolgreiche Joint Ventures und Aktivitäten in den Urlaubsdestinationen setzt die TUI verstärkt auf den Ausbau digitaler Plattformen. Der Konzern wandelt sich zu einem globalen touristischen Plattformunternehmen.

Die globale Verantwortung für nachhaltiges wirtschaftliches, ökologisches und soziales Handeln ist Kern der Unternehmenskultur. Die von TUI initiierte TUI Care Foundation setzt mit Projekten in 25 Ländern auf die positiven Effekte des Tourismus, auf Bildung und Ausbildung sowie die Stärkung von Umwelt- und Sozial-Standards. Sie unterstützt so Urlaubsdestinationen in ihrer Entwicklung. Die weltweit tätige TUI Care Foundation initiiert Projekte, die neue Chancen für die kommende Generation schaffen. (11.04.2024/ac/a/nw)

Archivbeitrag vom 11.04.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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