Aktien des Tages

Schaeffler Aktie: Stellenstreichungen? Fusion mit Vitesco bringt Sparmaßnahmen

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Schaeffler-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Thorsten Küfner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Vorzugsaktie der Schaeffler AG (ISIN: DE000SHA0159, WKN: SHA015, Ticker-Symbol: SHA, NASDAQ OTC-Symbol: SCFLF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Nach dem Autozulieferer ZF habe nun auch der fränkische Auto- und Industriezulieferer Schaeffler signifikante Stellenstreichungen ins Gespräch gebracht. Im Zuge der bevorstehenden Fusion mit dem Elektroantriebsspezialisten Vitesco könnten sich bestimmte Personalstellen erübrigen, habe Schaeffler-CEO Klaus Rosenfeld der "Wirtschaftswoche" (Freitagsausgabe) gesagt.

"Wir brauchen keine zwei Hauptquartiere. Auch bei bestimmten Funktionen sind wir doppelt besetzt. Wir werden also auch ausgewählte Stellen streichen müssen", habe Rosenfeld der Zeitung gesagt. Dies werde aber nicht die Ausmaße annehmen, die von ZF verkündet worden. Der Zulieferer aus Friedrichshafen habe angekündigt, 14.000 Stellen zu streichen. Genauere Angaben hätten zunächst weder Rosenfeld noch ein Unternehmenssprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur gemacht. Schaeffler habe bereits zuvor erklärt, die Fusion mit Vitesco solle Einsparungen von jährlich rund 600 Millionen Euro bringen, das meiste davon jedoch nicht beim Personal. Gemeinsam hätten die beiden Unternehmen rund 120.000 Beschäftigte.

Rosenfeld habe aber in dem Interview mit der "Wirtschaftswoche" erklärt, dass über die sich aus der Fusion mit Vitesco ergebenden Einsparungen hinaus noch weitere Streichungen möglich seien. "Das hat auch damit zu tun, dass wir noch prüfen, was sich - unabhängig vom eigentlichen Zusammenschluss - aus dem aktuellen Marktumfeld ergibt", habe Rosenfeld gesagt.

Rosenfeld erwarte ein starkes Wachstum des Elektromobilitätsgeschäfts des fusionierten Unternehmens und habe betont, dass die Transformation zur E-Mobilität "weiter richtig bleibt". Eine Abkehr der Autohersteller vom E-Auto gebe es nicht: "Ich kann nicht erkennen, dass unsere Kunden komplett neue Generationen an Verbrennungsmotoren entwickeln werden."

Im Industriegeschäft rechne Rosenfeld mit niedrigeren Gewinnen. "In China haben wir lange viel Geld mit Lagern für Windkraftanlagen verdient", habe der Schaeffler-Chef gesagt. Der Markt ändere sich aber gerade. Dass der Wettbewerb härter werde, bedeute nicht, dass sich Schaeffler aus China zurückziehen werde. Man müsse aber mit geringeren Margen auskommen.

Nach einer monatelangen Talfahrt habe sich der gebeutelte Schaeffler-Kurs zuletzt zumindest etwas erholen können. Allerdings befinde sich der SDAX-Titel weiterhin in einem stabilen Abwärtstrend. Daher sollte die weitere Entwicklung nach wie vor lediglich von der Seitenlinie aus betrachtet werden, so Thorsten Küfner von "Der Aktionär" zur Schaeffler-Vorzugsaktie. (Analyse vom 26.09.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (26.09.2024/ac/a/nw)

Archivbeitrag vom 26.09.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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