Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Palantir-Aktienanalyse von "Der Aktionär":
Florian Söllner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie von Palantir Technologies Inc. (ISIN: US69608A1088, WKN: A2QA4J, Ticker-Symbol: PTX, NYSE-Symbol: PLTR) unter die Lupe.
Nach dem Amtsantritt von Donald Trump blicke die ganze Welt nach Amerika. Palantir-Mitgründer und Musk-Freund Joe Lonsdale habe dem "Aktionär" gesagt, er habe die Wokeness und Korruption satt und kündige nun ein "Feuerwerk von Aktionen" an, um Wohlstand und Sicherheit zu verbessern.
Fliegende Autos, Mars-Missionen und saubere Natur - Joe Lonsdale habe die Initiative "American Optimist" gegründet und träume von einer besseren Welt. Der Palantir-Mitgründer setze sich getreu dem jüdischen Motto Tikun Olam (Heilung der Welt) für hungernde Menschen in Afrika und auch eine radikale Politikwende in den USA ein. Daher habe der Tech-Unternehmer den Wahlkampf von Donald Trump finanziell unterstützt. Forbes schätze das Vermögen des Palantir-Mitgründers auf rund 1,6 Milliarden Dollar. Joe Lonsdale sei satt und gut gelaunt vom Lunch mit dem Gouverneur in Texas in das Zoom-Interview gekommen.
Der AKTIONÄR: Wieso wollen die Amerikaner mehrheitlich einen Neuanfang?
Joe Lonsdale: In den USA findet ein Wandel statt. Wir sind den Autoritarismus und die Wokeness, die in Institutionen eingedrungen sind, leid. Viele in der Tech-Welt sind frustriert.
Worauf freuen Sie sich am meisten, wenn im Januar die neue US-Regierung antritt?
Auf die Trump-Wirtschaft. Ich bin froh, Freunde wie Elon und Vance zu haben, die mit Peter Thiel gearbeitet haben. Ich werde mich wahrscheinlich selbst engagieren. Ich freue mich, Verschwendung zu beseitigen und unsinnige Ausgaben zu stoppen. Wir geben dieses Jahr 6,5 Billionen Dollar für die Regierung aus - laut Elon könnte man wohl zwei Billionen einsparen, die für Verschwendung, Korruption oder das, was er das Woke-Virus nennt, ausgegeben werden. Wir haben Millionen von Bürokraten, die arbeitende Menschen belästigen.
Haben Sie ein Beispiel?
Gestern erzählte mir ein Freund, dass er mit 20 Bürokraten zusammensaß, die ihn belästigten, nur um herauszufinden, dass alles in Ordnung war. Dann kamen sie zurück, um ein anderes Thema zu besprechen. Es ist lächerlich.
Wer profitiert von einem schlanken Staat?
Das Leben der Arbeiter- und Mittelschicht wird sich deutlich verbessern, die USA stehen vor einem goldenen Zeitalter. Die Produktivität kann massiv steigen. Alle Waren werden dann erheblich günstiger. Dies ist das Versprechen der smarten Fertigung, der künstlichen Intelligenz und der Produktivitätswelle. Jeder könnte in 20 Jahren doppelt so wohlhabend leben wie heute.
Aber es kann auch Entlassungen und Verlierer geben.
Menschen missverstehen die Ökonomie. Mit mehr kreativer Zerstörung gibt es mehr Veränderungen, doch das führt zu einer besseren Welt für alle.
Viele in Deutschland halten die US-Politik für seltsam. Wie finden Sie unsere?
Es scheint, als ob Sie einige sehr, sehr merkwürdige Probleme mit Einwanderung und Gewalt haben. Die Menschen sollten selbst denken. Ihnen wird geraten, nicht darüber zu sprechen; vielleicht sollten sie es diskutieren. Europa muss verstehen, dass Amerika sich als ein besonderes Land sieht, mit außergewöhnlicher Freiheit. Wir wollen, dass die Regierung klein ist und den Fortschritt nicht bremst.
In der ganzen Diskussion um Fortschritt: Wird die KI nicht vielleicht überschätzt?
Die Künstliche Intelligenz ist eine große Chance. Die USA haben hohe Schulden. Die Lösung ist, die Produktivität zu steigern. Die KI ist kein Hirngespinst, sie verbessert die Produktivität erheblich. Man kann die Marge im Gesundheits- oder Logistikgeschäft mit KI verdreifachen. Im Bereich Hardware ist etwa Nvidia eine großartige Firma.
Sie haben Palantir vor 21 Jahren mitgegründet. Was ist das Erfolgsgeheimnis?
Palantir musste in den letzten Jahren einige sehr komplexe Softwareprobleme lösen, die sich heute als sehr anwendbar für die KI erweisen. Palantir hat das definiert, was heute als Ontologie bezeichnet wird. Wir erfassen nicht nur alle Daten, sondern auch alle Workflows, um die spezifischen Abläufe tief zu verstehen. Dies ermöglicht es, KI in einer Firma sofort auf präzise und nützliche Weise anzuwenden, um die Produktivität zu verbessern. Palantir kommt und bildet Ontologie sofort ab.
Sind Palantir-Aktien mittlerweile heiß gelaufen?
Ich bin sehr glücklich, Palantir langfristig zu halten. Mit Alex Karp, Stephen Cohen und meinen alten Mitbegründern, die es führen, wird die Aktie wahrscheinlich noch erheblich an Wert gewinnen, egal ob der Kurs zunächst fällt. Für die nächsten zehn Jahre ist es ein sehr solides Unternehmen.
Und wie sieht es generell bei Tech-Aktien aus? Zu teuer?
Die Entwicklung der KI ist real und nicht überbewertet, aber einige Aktien könnten in einer Blase sein. Es gibt Firmen, die man kaufen kann und die 20 Jahre lang erhebliche Renditen versprechen, aber einige werden verschwinden.
Welche Tech-Trends nehmen Sie neben der KI wahr?
Im Silicon Valley gibt es den Trend zu nuklearen Mikroreaktoren. In den USA hatten die Grünen die Kernkraft gestoppt, was ein großer Fehler war. Jetzt sagen bei uns sowohl Linke als auch Rechte sowie viele Tech-Freunde, dass dies die sauberste und intelligenteste Energie ist, die wir haben - magische Steine, die Energie erzeugen, sind eine gute Idee.
Ich war spazieren mit sehr wohlhabenden und klugen Menschen, die Firmen wie Apple aufgebaut haben, und sie sind auch sehr optimistisch in Bezug auf Fusionsenergie. Fusionsenergie wird ab 2030 eine bedeutende Energiequelle sein.
Sind Sie ein Fan des Bitcoin?
Kolonien in unserem Sonnensystem, wie Elon sie schaffen möchte, könnten Kryptowährungen verwenden. Bitcoin ergibt Sinn als Absicherung gegen das Experiment Fiatwährung. KI-Agenten könnten Krypto verwenden. Es ist klug, etwas in Krypto anzulegen.
Hinweis: Palantir und NVIDIA würden sich beide mit großen Kursgewinnen im Depot 2030 des" Aktionär" Hot Stock-Report befinden. (Analyse vom 21.01.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Palantir Technologies, NVIDIA, Bitcoin.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin. (21.01.2025/ac/a/n)
Florian Söllner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie von Palantir Technologies Inc. (ISIN: US69608A1088, WKN: A2QA4J, Ticker-Symbol: PTX, NYSE-Symbol: PLTR) unter die Lupe.
Nach dem Amtsantritt von Donald Trump blicke die ganze Welt nach Amerika. Palantir-Mitgründer und Musk-Freund Joe Lonsdale habe dem "Aktionär" gesagt, er habe die Wokeness und Korruption satt und kündige nun ein "Feuerwerk von Aktionen" an, um Wohlstand und Sicherheit zu verbessern.
Fliegende Autos, Mars-Missionen und saubere Natur - Joe Lonsdale habe die Initiative "American Optimist" gegründet und träume von einer besseren Welt. Der Palantir-Mitgründer setze sich getreu dem jüdischen Motto Tikun Olam (Heilung der Welt) für hungernde Menschen in Afrika und auch eine radikale Politikwende in den USA ein. Daher habe der Tech-Unternehmer den Wahlkampf von Donald Trump finanziell unterstützt. Forbes schätze das Vermögen des Palantir-Mitgründers auf rund 1,6 Milliarden Dollar. Joe Lonsdale sei satt und gut gelaunt vom Lunch mit dem Gouverneur in Texas in das Zoom-Interview gekommen.
Der AKTIONÄR: Wieso wollen die Amerikaner mehrheitlich einen Neuanfang?
Joe Lonsdale: In den USA findet ein Wandel statt. Wir sind den Autoritarismus und die Wokeness, die in Institutionen eingedrungen sind, leid. Viele in der Tech-Welt sind frustriert.
Worauf freuen Sie sich am meisten, wenn im Januar die neue US-Regierung antritt?
Auf die Trump-Wirtschaft. Ich bin froh, Freunde wie Elon und Vance zu haben, die mit Peter Thiel gearbeitet haben. Ich werde mich wahrscheinlich selbst engagieren. Ich freue mich, Verschwendung zu beseitigen und unsinnige Ausgaben zu stoppen. Wir geben dieses Jahr 6,5 Billionen Dollar für die Regierung aus - laut Elon könnte man wohl zwei Billionen einsparen, die für Verschwendung, Korruption oder das, was er das Woke-Virus nennt, ausgegeben werden. Wir haben Millionen von Bürokraten, die arbeitende Menschen belästigen.
Haben Sie ein Beispiel?
Gestern erzählte mir ein Freund, dass er mit 20 Bürokraten zusammensaß, die ihn belästigten, nur um herauszufinden, dass alles in Ordnung war. Dann kamen sie zurück, um ein anderes Thema zu besprechen. Es ist lächerlich.
Wer profitiert von einem schlanken Staat?
Das Leben der Arbeiter- und Mittelschicht wird sich deutlich verbessern, die USA stehen vor einem goldenen Zeitalter. Die Produktivität kann massiv steigen. Alle Waren werden dann erheblich günstiger. Dies ist das Versprechen der smarten Fertigung, der künstlichen Intelligenz und der Produktivitätswelle. Jeder könnte in 20 Jahren doppelt so wohlhabend leben wie heute.
Aber es kann auch Entlassungen und Verlierer geben.
Menschen missverstehen die Ökonomie. Mit mehr kreativer Zerstörung gibt es mehr Veränderungen, doch das führt zu einer besseren Welt für alle.
Viele in Deutschland halten die US-Politik für seltsam. Wie finden Sie unsere?
Es scheint, als ob Sie einige sehr, sehr merkwürdige Probleme mit Einwanderung und Gewalt haben. Die Menschen sollten selbst denken. Ihnen wird geraten, nicht darüber zu sprechen; vielleicht sollten sie es diskutieren. Europa muss verstehen, dass Amerika sich als ein besonderes Land sieht, mit außergewöhnlicher Freiheit. Wir wollen, dass die Regierung klein ist und den Fortschritt nicht bremst.
In der ganzen Diskussion um Fortschritt: Wird die KI nicht vielleicht überschätzt?
Die Künstliche Intelligenz ist eine große Chance. Die USA haben hohe Schulden. Die Lösung ist, die Produktivität zu steigern. Die KI ist kein Hirngespinst, sie verbessert die Produktivität erheblich. Man kann die Marge im Gesundheits- oder Logistikgeschäft mit KI verdreifachen. Im Bereich Hardware ist etwa Nvidia eine großartige Firma.
Sie haben Palantir vor 21 Jahren mitgegründet. Was ist das Erfolgsgeheimnis?
Palantir musste in den letzten Jahren einige sehr komplexe Softwareprobleme lösen, die sich heute als sehr anwendbar für die KI erweisen. Palantir hat das definiert, was heute als Ontologie bezeichnet wird. Wir erfassen nicht nur alle Daten, sondern auch alle Workflows, um die spezifischen Abläufe tief zu verstehen. Dies ermöglicht es, KI in einer Firma sofort auf präzise und nützliche Weise anzuwenden, um die Produktivität zu verbessern. Palantir kommt und bildet Ontologie sofort ab.
Sind Palantir-Aktien mittlerweile heiß gelaufen?
Ich bin sehr glücklich, Palantir langfristig zu halten. Mit Alex Karp, Stephen Cohen und meinen alten Mitbegründern, die es führen, wird die Aktie wahrscheinlich noch erheblich an Wert gewinnen, egal ob der Kurs zunächst fällt. Für die nächsten zehn Jahre ist es ein sehr solides Unternehmen.
Und wie sieht es generell bei Tech-Aktien aus? Zu teuer?
Die Entwicklung der KI ist real und nicht überbewertet, aber einige Aktien könnten in einer Blase sein. Es gibt Firmen, die man kaufen kann und die 20 Jahre lang erhebliche Renditen versprechen, aber einige werden verschwinden.
Welche Tech-Trends nehmen Sie neben der KI wahr?
Im Silicon Valley gibt es den Trend zu nuklearen Mikroreaktoren. In den USA hatten die Grünen die Kernkraft gestoppt, was ein großer Fehler war. Jetzt sagen bei uns sowohl Linke als auch Rechte sowie viele Tech-Freunde, dass dies die sauberste und intelligenteste Energie ist, die wir haben - magische Steine, die Energie erzeugen, sind eine gute Idee.
Ich war spazieren mit sehr wohlhabenden und klugen Menschen, die Firmen wie Apple aufgebaut haben, und sie sind auch sehr optimistisch in Bezug auf Fusionsenergie. Fusionsenergie wird ab 2030 eine bedeutende Energiequelle sein.
Sind Sie ein Fan des Bitcoin?
Kolonien in unserem Sonnensystem, wie Elon sie schaffen möchte, könnten Kryptowährungen verwenden. Bitcoin ergibt Sinn als Absicherung gegen das Experiment Fiatwährung. KI-Agenten könnten Krypto verwenden. Es ist klug, etwas in Krypto anzulegen.
Hinweis: Palantir und NVIDIA würden sich beide mit großen Kursgewinnen im Depot 2030 des" Aktionär" Hot Stock-Report befinden. (Analyse vom 21.01.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Palantir Technologies, NVIDIA, Bitcoin.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin. (21.01.2025/ac/a/n)
Archivbeitrag vom 21.01.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.