Aktien des Tages

Nike Aktie: Konkurrenzdruck - Neuer CEO, neue Chancen!

Wien (www.aktiencheck.de) - Nike-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Alexander Frank, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), rät in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie von Nike Inc. (ISIN: US6541061031, WKN: 866993, Ticker-Symbol: NKE, NYSE-Symbol: NKE) weiterhin zu kaufen.

Der Umsatz habe sich um -10% auf USD 11,58 Mrd. verschlechtert und damit leicht unter (-0,49%) den Konsensschätzungen von im Schnitt USD 11,64 Mrd. gelegen. Der verwässerte Gewinn je Aktie sei zwar um -26% auf USD 0,70 gesunken, habe jedoch die Erwartungen der Analyst:innen von USD 0,52 übertreffen können. Im Jahresvergleich sei es Nike gelungen, seine Lagerbestände um 5% auf USD 8,3 Mrd. zu reduzieren. Die Bruttomarge sei um 120 Basispunkte auf 45,4% gestiegen, was hauptsächlich auf niedrigere Produktionskosten, niedrigere Lager- und Logistikkosten und Vorteile aus strategischen Preisgestaltungsmaßnahmen aus dem Vorjahr zurückzuführen gewesen sei.

Nike habe sich aufgrund der Probleme, mit denen das Unternehmen dieses Jahr konfrontiert gewesen sei, entschieden, den CEO auszutauschen. Die Wahl sei dabei auf Elliott Hill gefallen, einen langjährigen Mitarbeiter, der alle Stufen der Karriereleiter des Bekleidungsunternehmens durchgemacht habe. Seit 14. Oktober stehe der einstige Praktikant nun an der Spitze des Sportartikelherstellers. Mit dem Einsetzen eines Unternehmens-Veteranen versuche das Unternehmen zu alter Stärke zurückzufinden. Die Analysten der RBI würden dies als einen positiven Schritt ansehen, welcher die Marktposition Nikes stärken sollte.

Die Modebranche sei eine hart umkämpfte. Vor allem im Schuhgeschäft hätten zuletzt andere Unternehmen am Markt Fuß fassen können. Unternehmen wie Hoka, New Balance und On (ISIN CH1134540470/ WKN A3C20K) würden dabei mit trendigen Alltags-Sneakern Kunden ansprechen, welche lange Zeit auf Produkte von Nike zurückgegriffen hätten. Um Marktanteile zurückzugewinnen, müsse Nike endlich lang erwartete Innovationen auf den Markt bringen. Dies werde eine der größten Herausforderungen für den neuen CEO. Nike habe aber bereits bekannt gegeben wieder mehr Fokus auf Sport zu legen und die Entwicklung neuer und differenzierterer Produkte voranzutreiben, um nicht den Anschluss an Mitbewerber zu verlieren.

Das Unternehmen habe vor kurzem seine Jahresumsatzprognose zurückgezogen, um so dem neuen CEO die Flexibilität zu geben, die Strategien und Geschäftstrends zu bewerten und Pläne zu entwickeln, welche das Unternehmen für das nächste Geschäftsjahr optimal positionieren sollten. Bis dato habe das Unternehmen keine neue Guidance bezüglich Umsatz- und Margen-Erwartungen bekannt gegeben. Konsensschätzungen würden derweil für das laufende Geschäftsjahr von einem Umsatzrückgang in Höhe von rund -7% ausgehen. Die Bruttomarge solle mit 44,3% aber nur minimal unter dem letzten Geschäftsjahr (44,6%) liegen.

Fazit: In diesem Jahr habe Nike bislang mit etlichen Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt. Neben einer schwächeren Konsumnachfrage habe die Konkurrenz des US-amerikanischen Modeherstellers dafür gesorgt, dass Nike Marktanteile verloren habe. Die Neubesetzung des CEO sowie eine weiterhin stark laufende US-Konjunktur würden die Analysten der RBI aber positiv auf die zukünftige Entwicklung des Konzerns stimmen. Dadurch sollte sich der Absatz des Unternehmens wieder positiv entwickeln.

Deshalb bestätigt Alexander Frank, Analyst der Raiffeisen Bank International AG, seine Kaufempfehlung für Nike und erhöht das Kursziel auf USD 100,00. Das Kursziel ergebe sich mittels eines relativen Bewertungsansatzes, welcher basierend auf Multiples und Konsensschätzungen für die nächsten zwölf Monate auch einen im historischen Vergleich angemessenen Bewertungsaufschlag zum Sektor berücksichtige. (Analyse vom 16.10.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

Offenlegungen

7. Der zuständige Analyst oder eine sonstige an der Erstellung der Finanzanalyse mitwirkende natürliche Person oder eine sonstige natürliche Person von Raiffeisen Research besitzt Finanzinstrumente des von ihm analysierten Emittenten.

Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity (16.10.2024/ac/a/n)

Archivbeitrag vom 16.10.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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