Hamburg (www.aktiencheck.de) - Koenig & Bauer-Aktienanalyse von der Montega AG:
Patrick Speck, Analyst der Montega AG, erhöht das Kursziel für die Aktie der Koenig & Bauer AG (ISIN: DE0007193500, WKN: 719350, Ticker-Symbol: SKB) von 16 auf 17 EUR.
Koenig & Bauer habe vorgestern den Geschäftsbericht 2024 vorgelegt und in einem Earnings Call erläutert.
Die wesentlichen operativen Kennzahlen (Auftragseingang/-bestand, Umsatz, EBIT) hätten den vorab gemeldeten Werten entsprochen, die von einem starken operativen EBIT im vierten Quartal (46,5 Mio. EUR) sowie einem Rekord-Auftragsbestand per 31.12. (1.039,8 Mio. EUR) geprägt gewesen seien. Das neu gemeldete Konzernergebnis habe mit -69,8 Mio. EUR (MONe: -58,2 Mio. EUR) noch unter den Montega-Erwartungen gelegen, der Verzicht auf eine Dividendenausschüttung stelle jedoch nach Erachten der Aktienanalysten der Montega AG keine Überraschung dar.
Vielmehr habe der Vorstand betont, grundsätzlich an seiner Dividendenpolitik festzuhalten, die bei einer profitablen Geschäftsentwicklung eine Ausschüttungsquote von 15% bis 35% des Konzernergebnisses bei einer Mindestdividende von 0,30 EUR pro Aktie vorsehe. Dies könnte nach Erachten der Aktienanalysten der Montega AG bereits für das Geschäftsjahr 2025 der Fall sein, für das Koenig & Bauer unverändert ein leichtes Umsatzwachstum auf 1,3 Mrd. EUR bei einer Steigerung des operativen EBIT auf 35 bis 50 Mio. EUR (Vj.: 25,8 Mio. EUR) avisiere. Zwar könnten potenzielle Zölle zu einer Nachfrageeintrübung im wichtigen US-Markt führen (Umsatzanteil 2024: 29%), diese würden laut Vorstand jedoch ebenso die wichtigsten Wettbewerber treffen, sodass nach derzeitiger Einschätzung die Risiken als "überschaubar" erachtet würden.
Äußerst positiv überrascht hab der auf Gesamtjahressicht starke positive Free Cashflow i.H.v. 31,6 Mio. EUR (MONe: 2,7 Mio. EUR), nachdem nach 9M noch ein negativer FCF von -35,8 Mio. EUR verzeichnet worden sei. Maßgeblich für diese Verbesserung sei die Reduzierung des Net Working Capital auf 294,2 Mio. EUR gewesen (Vj.: 379,0Mio. EUR), was einer Working Capital-Quote von 23,1% (Vj.: 28,6%) entsprochen habe. Damit sei das langjährige Ziel einer WC-Quote von maximal 25% des Jahresumsatzes erreicht worden, was die Aktienanalysten der Montega AG auf Basis der Aussagen des CFO im Earnings Call als nachhaltig ansähen. So sei auch für 2025 ein deutlich positiver FCF avisiert worden. Darüber hinaushabe der Vorstand angesichts der erwarteten positiven Effekte aus dem Spotlight-Programm (EBIT-Effekt 2025e: 40 bis 50 Mio. EUR) sequenzielle Ergebnissteigerungen gegenüber dem Vorjahr in Aussicht gestellt. Vor dem Hintergrund des saisonal traditionell schwachen ersten Quartals (EBIT 2024: -10,2 Mio. EUR) sowie der im ersten Halbjahr 2025 noch final anfallenden Aufwendungen für Spotlight (niedriger einstelliger Mio.-Euro-Betrag) dürfte wie gewohnt das zweite Halbjahr den weitaus stärkeren Ergebnisbeitrag liefern.
Fortan gliedere sich das Unternehmen in die Segmente Paper & Packaging Sheetfed Systems (P&P) und Special & New Technologies (S&T), um Märkte und Kunden noch gezielter adressieren und Synergien besser nutzen zu können. P&P(Pro-forma-Umsatz 2024: 734,8 Mio. EUR) umfasse dabei alle bisherigen Aktivitäten des Segments Sheetfed sowie den Wellpappen-Druck (K&B Celmacch) und das JV Durst. S&T (Pro-forma-Umsatz 2024: 558,0 Mio. EUR) beinhalte das bisherige Segment Special sowie die übrigen Geschäftseinheiten von Digital & Webfed und die Digital Unit "Kyana". Überdies werde bis Jahresende der Generationswechsel im Vorstand von derzeit vier auf zwei Mitglieder vollzogen.
Fazit: Koenig & Bauer runde mit einem starken FCF das operativ gelungene Q4/24 ab und treibe die Verschlankung des Konzerns voran. Im von makroökonomischen Risiken geprägten 2025 sollten sich nun größere Spotlight-Erfolge zeigen.
Patrick Speck, Analyst der Montega AG, sieht diese kurzfristig aber angemessen im Kurs reflektiert und bestätigt das Rating "halten" mit einem leicht höheren Kursziel von 17,00 EUR (zuvor: 16,00 EUR) infolge der Fortschreibung des DCF-Modells. (Analyse vom 28.03.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (28.03.2025/ac/a/nw)
Patrick Speck, Analyst der Montega AG, erhöht das Kursziel für die Aktie der Koenig & Bauer AG (ISIN: DE0007193500, WKN: 719350, Ticker-Symbol: SKB) von 16 auf 17 EUR.
Koenig & Bauer habe vorgestern den Geschäftsbericht 2024 vorgelegt und in einem Earnings Call erläutert.
Die wesentlichen operativen Kennzahlen (Auftragseingang/-bestand, Umsatz, EBIT) hätten den vorab gemeldeten Werten entsprochen, die von einem starken operativen EBIT im vierten Quartal (46,5 Mio. EUR) sowie einem Rekord-Auftragsbestand per 31.12. (1.039,8 Mio. EUR) geprägt gewesen seien. Das neu gemeldete Konzernergebnis habe mit -69,8 Mio. EUR (MONe: -58,2 Mio. EUR) noch unter den Montega-Erwartungen gelegen, der Verzicht auf eine Dividendenausschüttung stelle jedoch nach Erachten der Aktienanalysten der Montega AG keine Überraschung dar.
Vielmehr habe der Vorstand betont, grundsätzlich an seiner Dividendenpolitik festzuhalten, die bei einer profitablen Geschäftsentwicklung eine Ausschüttungsquote von 15% bis 35% des Konzernergebnisses bei einer Mindestdividende von 0,30 EUR pro Aktie vorsehe. Dies könnte nach Erachten der Aktienanalysten der Montega AG bereits für das Geschäftsjahr 2025 der Fall sein, für das Koenig & Bauer unverändert ein leichtes Umsatzwachstum auf 1,3 Mrd. EUR bei einer Steigerung des operativen EBIT auf 35 bis 50 Mio. EUR (Vj.: 25,8 Mio. EUR) avisiere. Zwar könnten potenzielle Zölle zu einer Nachfrageeintrübung im wichtigen US-Markt führen (Umsatzanteil 2024: 29%), diese würden laut Vorstand jedoch ebenso die wichtigsten Wettbewerber treffen, sodass nach derzeitiger Einschätzung die Risiken als "überschaubar" erachtet würden.
Äußerst positiv überrascht hab der auf Gesamtjahressicht starke positive Free Cashflow i.H.v. 31,6 Mio. EUR (MONe: 2,7 Mio. EUR), nachdem nach 9M noch ein negativer FCF von -35,8 Mio. EUR verzeichnet worden sei. Maßgeblich für diese Verbesserung sei die Reduzierung des Net Working Capital auf 294,2 Mio. EUR gewesen (Vj.: 379,0Mio. EUR), was einer Working Capital-Quote von 23,1% (Vj.: 28,6%) entsprochen habe. Damit sei das langjährige Ziel einer WC-Quote von maximal 25% des Jahresumsatzes erreicht worden, was die Aktienanalysten der Montega AG auf Basis der Aussagen des CFO im Earnings Call als nachhaltig ansähen. So sei auch für 2025 ein deutlich positiver FCF avisiert worden. Darüber hinaushabe der Vorstand angesichts der erwarteten positiven Effekte aus dem Spotlight-Programm (EBIT-Effekt 2025e: 40 bis 50 Mio. EUR) sequenzielle Ergebnissteigerungen gegenüber dem Vorjahr in Aussicht gestellt. Vor dem Hintergrund des saisonal traditionell schwachen ersten Quartals (EBIT 2024: -10,2 Mio. EUR) sowie der im ersten Halbjahr 2025 noch final anfallenden Aufwendungen für Spotlight (niedriger einstelliger Mio.-Euro-Betrag) dürfte wie gewohnt das zweite Halbjahr den weitaus stärkeren Ergebnisbeitrag liefern.
Fortan gliedere sich das Unternehmen in die Segmente Paper & Packaging Sheetfed Systems (P&P) und Special & New Technologies (S&T), um Märkte und Kunden noch gezielter adressieren und Synergien besser nutzen zu können. P&P(Pro-forma-Umsatz 2024: 734,8 Mio. EUR) umfasse dabei alle bisherigen Aktivitäten des Segments Sheetfed sowie den Wellpappen-Druck (K&B Celmacch) und das JV Durst. S&T (Pro-forma-Umsatz 2024: 558,0 Mio. EUR) beinhalte das bisherige Segment Special sowie die übrigen Geschäftseinheiten von Digital & Webfed und die Digital Unit "Kyana". Überdies werde bis Jahresende der Generationswechsel im Vorstand von derzeit vier auf zwei Mitglieder vollzogen.
Fazit: Koenig & Bauer runde mit einem starken FCF das operativ gelungene Q4/24 ab und treibe die Verschlankung des Konzerns voran. Im von makroökonomischen Risiken geprägten 2025 sollten sich nun größere Spotlight-Erfolge zeigen.
Patrick Speck, Analyst der Montega AG, sieht diese kurzfristig aber angemessen im Kurs reflektiert und bestätigt das Rating "halten" mit einem leicht höheren Kursziel von 17,00 EUR (zuvor: 16,00 EUR) infolge der Fortschreibung des DCF-Modells. (Analyse vom 28.03.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (28.03.2025/ac/a/nw)
Archivbeitrag vom 28.03.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.