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Heidelberg Pharma Aktie: Überreaktion der Anleger - Meilensteinzahlung nur verschoben, nicht gestrichen - Kaufen!

Frankfurt am Main (www.aktiencheck.de) - Heidelberg Pharma-Aktienanalyse von der EQUI.TS GmbH:

Thomas J. Schießle, Analyst der EQUI.TS GmbH, rät in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Heidelberg Pharma AG (ISIN: DE000A11QVV0, WKN: A11QVV, Ticker-Symbol: HPHA) unverändert zu kaufen.

Per Ad hoc-Meldung habe der eigentlich bis 2027 durchfinanziert geglaubte Entwickler von innovativen Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADCs) am 28.08.2025 die überraschende und schlechte Nachricht gemeldet. Grund dafür sei die Verzögerung einer erwarteten Meilensteinzahlung in Höhe von USD 70 Mio. (EUR 59,5 Mio.) aus dem Lizenzvertrag von Heidelberg Pharma AG mit HealthCare Royalty (HCRx) gewesen, da die Zahlungsbedingungen (TLX250-CDx-Zulassung) noch nicht erfüllt seien.

Laut Telix habe das Unternehmen unverzüglich mit der Behebung der Mängel begonnen und werde zeitnah ein Treffen der Kategorie A mit der FDA beantragen. Nach dem Type-A-Meeting lasse sich genaueres zur Zukunft von TLX250-CDx und zur Finanzausstattung und möglichen Bilanzbereinigung bei HPHA sagen, so die Analysten. Dieser Termin bei der FDA stehe noch nicht fest.

Um die Liquiditätsreichweite des Unternehmens zu verlängern, seien umfangreiche Kostensenkungen beschlossen worden. Im Wesentlichen ein Personalabbau von ca. 75% bis Mitte 2026. Mit der Folge alle Entwicklungsaktivitäten ausschließlich auf den führenden ADC-Kandidaten HDP-101 zu konzentrieren. Die vorhandenen liquiden Mittel hätten sich zum 31.08.2025 auf EUR 22,9 Mio. belaufen und ausgereicht, um das Unternehmen nach Durchführung der beschlossenen Maßnahmen bis Mitte 2026 zu finanzieren.

Die Guidance FY 25 sei am 06.10.2025 entsprechend angepasst worden.

Die 9M/FY25-Berichts-Kennzahlen (01.12.2024 bis 31.08.2025) seien noch planungskonform gewesen.

Der operative Fokus läge - so die Researcher - auf HDP-101, wo die Patientenrekrutierung der 9. Kohorte in der bis heute erfolgreichen, klinischen Dosiseskalations-Studie Ph I/IIa mit HDP-101 (rezidiviertes oder refraktäres Multiples Myelom) laufe. Eine 10. Kohorte sei in Planung. Der Cash Reach würde ohne die beschriebenen Maßnahmenumsetzung nur bis ins Q1/26 reichen. Das wäre nach Überzeugung der Aktienexperten aus heutiger Sicht zu früh, um die datengetriebene Phase I (Sicherheit) der laufenden Dosis-Eskalationsstudie HDP-101 (Phase I/IIa) mit der Dosis-Festlegung für die anschließenden - wertschaffenden - Wirksamkeitsstudien (Ph IIa) ab 2026 abzuschließen. Diesen Entscheidungspunkt gelte es aber zu erreichen, denn der (auch für Wettbewerber interessante) dominante Werttreiber HDP-101 stehe - bei Zulassung - für ein Einnahmepotenzial ab 2028e steigend von ca. USD 4,0 Mrd. p.a.

Die Aktie habe mit ca. -30% (EUR 70 Mio.) in den Augen der Experten überreagiert. Stand heute verzögere sich die Lizenzzahlung, sie entfalle nicht komplett. Eine Kapitalverwässerung könnte allerdings nötig werden, wenn nicht-zahlungswirksame Abwertungen - im Nachgang an die Fokussierung - vorgenommen werden müssten.

Die Anlageempfehlung von Thomas J. Schießle, Analyst der EQUI.TS GmbH, für die Heidelberg Pharma-Aktie laute also kaufen, obgleich das Risiko - auch für den Investor - stark gestiegen und der Zielkurs auf EUR 4,50 gesunken sei. (Analyse vom 14.10.2025)

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Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (14.10.2025/ac/a/nw)

Archivbeitrag vom 14.10.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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