Aktien des Tages

Gerresheimer Aktie springt zweistellig - Gespräche mit Investoren bestätigt

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Gerresheimer-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Markus Bußler vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der Gerresheimer AG (ISIN: DE000A0LD6E6, WKN: A0LD6E, Ticker-Symbol: GXI, NASDAQ OTC-Symbol: GRRMF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Der Pharma- und Kosmetikverpackungshersteller Gerresheimer prüfe eine Übernahme durch Finanzinvestoren. Der MDAX-Konzern habe die Gespräche mit Beteiligungsgesellschaften bestätigt, die dem Vorstand auf unverbindlicher Basis ihr Interesse bekundet hätten. Die Diskussionen befänden sich noch in einem sehr frühen Stadium, habe es von den Düsseldorfern geheißen.

Ob es zu einem Übernahmeangebot komme, sei noch nicht absehbar. Zuvor habe die Nachrichtenagentur Bloomberg über Gespräche berichtet. An der Börse habe es Gerresheimer vor den Nachrichten auf einen Börsenwert von gut 2,4 Milliarden Euro gebracht. Die Aktie habe mit dem Bekanntwerden von Gesprächen deutlich angezogen. Das schon länger schwächelnde Papier sei um rund 13 Prozent auf fast 82 Euro gesprungen. Im Sommer 2023 habe die Aktie noch mehr als 120 Euro gekostet. Erst Ende September 2024 habe ein trüberer Geschäftsausblick für zusätzlichen Druck gesorgt.

Damals sei die Unternehmensführung bei den Geschäftszielen 2024 und 2025 zurückgerudert. Der Markt erhole sich 2024 deutlich langsamer als erwartet und 2025 falle das Marktwachstum für Injektionsfläschchen niedriger aus als gedacht, habe es geheißen. Hinzu sei die Überschwemmung des US-Werks für Injektionsfläschchen in Morganton gekommen, die auf den Prognosen des Geschäftsjahres 2024 (bis Ende November) gelastet habe.

Unter den Beteiligungsgesellschaften, die sich Gerresheimer näher angesehen hätten, seien Warburg Pincus, EQT und KKR, habe Bloomberg geschrieben. Spekulationen über Interesse von Finanzinvestoren habe es auch in der Vergangenheit gegeben. So werde eine Aufspaltung des Konzerns mit seinen beiden durchaus unterschiedlichen Geschäftsbereichen als Möglichkeit gesehen. Das Unternehmen produziere Glasprodukte wie Tiegel und Fläschchen für die Kosmetikindustrie, aber auch komplexe Spezialglas- und Kunststoffverpackungen sowie Medikamenten-Verabreichungssysteme.

Zudem habe Gerresheimer das Behälterglasgeschäft (Moulded Glass) im vergangenen Jahr auch im Zuge der Übernahme der Holdinggesellschaft von Bormioli Pharma neu aufgesetzt. Die global tätige Einheit biete neue Optionen zur strategischen Ausrichtung für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit, die in den nächsten Monaten evaluiert werden sollten, habe Gerresheimer Ende 2024 mitgeteilt.

Dass Private Equity ein Auge auf Gerresheimer geworfen habe, verwundere den "Aktionär" nicht. Ob es jedoch zu einem Deal komme, stehe in den Sternen.

Trader, die dem "Aktionär"-Tipp vor Weihnachten gefolgt sind, ziehen den Stopp nun auf 65 Euro nach und setzen auf weiter steigende Notierungen sowie dem Erhärten der Übernahmegerüchte rund um den Düsseldorfer Spezialverpackungshersteller, so Markus Bußler von "Der Aktionär" zur Gerresheimer-Aktie. (Analyse vom 07.02.2025)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (07.02.2025/ac/a/d)

Archivbeitrag vom 07.02.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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