Aktien des Tages

GameStop: Kennzahlen sind selbst für große Optimisten total ernüchternd - Aktienanalyse

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - GameStop-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Andreas Deutsch vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie von GameStop Corp. (ISIN: US36467W1099, WKN: A0HGDX, Ticker-Symbol: GS2C, NYSE-Symbol: GME) unter die Lupe.

Von Meme-Stocks-Guru Roaring Kitty gebe es nach wie vor nichts Neues, doch die WallStreetBets-Community störe das nicht: Am Dienstag habe sie die Aktie von GameStop nach einer News um 25 Prozent auf 23,78 Dollar nach oben gezockt. Dabei seien die GameStop-Kennzahlen selbst für große Optimisten total ernüchternd.

Peter-Lynch-Leser würden wissen: Indizien für die Geschäftsentwicklung eines Unternehmens gebe es überall. Einer der klarsten Hinweise: Was sei in den Filialen los? Bei GameStop seit vielen Jahren kaum noch etwas, was ja auch irgendwie logisch sei angesichts der Tatsache, dass die meisten Spielefans die Games im Internet zocken oder kaufen würden. Beim Anblick einer GameStop-Filiale hätten Leute sich schon vor Jahren Leute überrascht gefragt: Die gebe es immer noch?

Die Hoffnung der Meme-Stocks-Community sei immens, dass GameStop wieder ganz groß raus komme. Dann nämlich könnten die WSBler im besten Fall ganz groß abkassieren - so wie 2020/21, als der GameStop-Kurs auf 120 Dollar explodiert sei und das Unternehmen an der Börse 210 Milliarden Dollar wert gewesen sei.

Aktuell sei GameStop zwar nur noch 8,5 Milliarden Dollar wert, doch selbst das sei viel zu viel. GameStop habe nie eine Antwort gefunden auf die starke Konkurrenz, aber wahrscheinlich gebe es auch keine Antwort. Der Umsatz sinke seit Jahren dramatisch - seit 2014 habe er sich auf zuletzt 5,3 Milliarden Dollar halbiert. So gehe es aller Voraussicht nach weiter: Laut den von Bloomberg erfassten Analysten werde GameStop im laufenden Geschäftsjahr 4,7 Milliarden umsetzen, 2026 sollten es dann 4,6 Milliarden sein.

Die Kosten seien bei GameStop nach wie vor immens, was zu einem großen Teil an den Mieten liege. Doch wolle GameStop von den Kunden wahrgenommen werden, seien Filialen in stark frequentierten Einkaufsstraßen alternativlos - dort aber seien die Mieten am teuersten. So seien 2024 vom Umsatz gerade einmal 17 Millionen Dollar an Nettogewinn übrig geblieben. Indes sei der Freie Cashflow mit minus 240 Millionen negativ gewesen. 2025 solle er sich nur leicht auf minus 191 Millionen verbessern. Zudem habe GameStop zuletzt Nettoschulden von 600 Millionen gehabt.

Wer mit GameStop-Aktien zockt, sollte bedenken, dass der Meme-Stocks-Wahnsinn ganz schnell wieder vorbei sein kann, so Andreas Deutsch von "Der Aktionär". Seit dem Hoch 2021 liege der Titel - trotz der jüngsten Rally - 80 Prozent im Minus. (Analyse vom 29.05.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze GameStop-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs GameStop-Aktie:
20,81 EUR -5,00% (29.05.2024, 11:33)

NYSE-Aktienkurs GameStop-Aktie:
23,78 USD +25,16% (28.05.2024)

ISIN GameStop-Aktie:
US36467W1099

WKN GameStop-Aktie:
A0HGDX

Ticker-Symbol GameStop-Aktie:
GS2C

NYSE-Ticker-Symbol GameStop-Aktie:
GME

Kurzprofil GameStop Corp.:

GameStop Corp. (ISIN: US36467W1099, WKN: A0HGDX, Ticker-Symbol: GS2C, NYSE-Symbol: GME) ist ein Einzelhändler für Omnichannel-Videospiele. Das Unternehmen vertreibt Videospielhardware, physische und digitale Videospielsoftware, Videospielzubehör sowie mobile und Unterhaltungselektronikprodukte und andere Waren über seine Stores GameStop, EB Games und Micromania. (29.05.2024/ac/a/n)

Archivbeitrag vom 29.05.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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