Aktien des Tages

FORTEC setzt auf Rückenwind 2025, Jahresziele trotz schwachem Q1 bestätigt

Hamburg (www.aktiencheck.de) - FORTEC Elektronik-Aktienanalyse von der Montega AG:

Patrick Speck, Analyst der Montega AG, rät in einer aktuellen Aktienanalyse weiterhin zum Kauf der Aktie der FORTEC Elektronik AG (ISIN: DE0005774103, WKN: 577410, Ticker-Symbol: FEV).

FORTEC habe am letzten Freitag die Zahlen für das erste Quartal 2024/2025 vorgelegt, die von einem deutlichen Umsatzrückgang und der knappen Verfehlung des operativen Break Evens geprägt gewesen seien. Die Guidance sei indes bestätigt worden und lasse auf Basis der verbesserten Auftragslage im Verlauf des Geschäftsjahres eine deutlich anziehende Dynamik erwarten.

Die Konzernumsätze FORTECs seien gegenüber dem Q1-Rekordniveau des Vorjahres um 34,2% yoy auf 17,5 Mio. EUR zurückgegangen. Dabei sei das Minus im Segment Datenvisualisierung mit -36,1% yoy auf 10,4 Mio. EUR leicht überproportional ausgefallen, während sich der Bereich Stromversorgung aufgrund des erhöhten Umsatzanteils mit Kunden aus dem Defense-Sektor mit -31,2% yoy auf 7,1 Mio. EUR vergleichsweise besser behauptet habe. Des Weiteren hätten sich die teilweise von FORTEC vorgezogenen Lieferungen im vierten Quartal des zum 30.06. abgeschlossenen GJ 2023/2024 nun nachteilig auf die Erlöse in Q1 ausgewirkt. Allerdings habe der Auftragsbestand wie vorab bereits kommuniziert per Ende September mit 57,2 Mio. EUR um 7,1% höher als zur Jahresmitte rangiert.

Trotz der vergleichsweise soliden Rohertragsmarge in Höhe von 34,5% (-100 BP) habe das operative Konzernergebnis den starken Vorjahreswert (3,5 Mio. EUR) infolge des niedrigeren Umsatzniveaus deutlich verfehlt und mit -0,2 Mio. EUR sogar leicht im negativen Bereich gelegen. Zwar hätten die Personalkosten angesichts einer kurzfristigen Reduzierung der Personalstärke bei gleichzeitiger Erhöhung der Fremdleistungen auf 3,8 Mio. EUR gesenkt werden können (Vj.: 4,1 Mio. EUR), doch sei dies durch die inflationsbedingt auf 2,3 Mio. EUR (Vj.: 1,9 Mio. EUR) gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen aufgezehrt worden.

Sowohl im Segment Datenvisualisierung (EBIT: -0,2 Mio. EUR; Vj.: 2,2 Mio. EUR) als auch der Stromversorgung (EBIT: 0,0 Mio. EUR; Vj.: 1,3 Mio. EUR) hätten somit erhebliche Profitabilitätseinbußen hingenommen werden müssen. Die starke Liquiditätsbasis des Konzerns (Nettofinanzguthaben per 30.09.: 20,9 Mio. EUR) habe nichtsdestotrotz dafür gesorgt, dass das Periodenergebnis mit -0,3 Mio. EUR nur marginal unter dem Konzern-EBIT gelegen habe.

Für das FY 2024/2025 erwarte der Vorstand unverändert Konzernerlöse von 95,0 bis 110,0 Mio. EUR sowie ein Konzern-EBIT von 6,0 bis 8,0 Mio. EUR. Der Analyst positioniere sich vor dem Hintergrund des schwachen Q1 wieder etwas vorsichtiger, gehe im Einklang mit dem Management aber von einer deutlichen Umsatz- und Ertragssteigerung vor allem ab 2025 aus.

Der vor allem ergebnisseitig schwache Auftakt in das neue Geschäftsjahr dürfte die Kursentwicklung kurzzeitig nochmals belasten, Patrick Speck, Analyst der Montega AG, sieht in der aktuellen Bewertung aber zu viel Negatives eingepreist und bestätigt sein "kaufen"-Rating und das Kursziel von 27,00 EUR. (Analyse vom 02.12.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne er Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (02.12.2024/ac/a/nw)

Archivbeitrag vom 02.12.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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