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FORTEC Elektronik Aktie: Q3 knüpft operativ an schwaches H1 an, aber Auftragserfolge untermauern Erholungspotenzial

Hamburg (www.aktiencheck.de) - FORTEC Elektronik-Aktienanalyse von der Montega AG:

Patrick Speck, Analyst der Montega AG, rät in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der FORTEC Elektronik AG (ISIN: DE0005774103, WKN: 577410, Ticker-Symbol: FEV) weiterhin zu kaufen.

FORTEC Elektronik habe jüngst die Zahlen zu Q3 2025/26 bekannt gegeben (GJ ende am 30.06.) und die Ende März gesenkte Guidance bestätigt.

Umsatz und Ergebnis im Rahmen der Erwartungen, Auftragslage erhole sich: In Q3 habe FORTEC Umsatzerlöse i.H.v. von 21,3 Mio. EUR erzielt. Diese hätten wie saisonal üblich zwar deutlich über dem Vorquartal gelegen (+16,3% qoq), hätten aufgrund der nach wie vor zurückhaltenden Investitionsnachfrage und des schwachen konjunkturellen Umfelds in den Kernmärkten des Unternehmens an den bereits leicht rückläufigen Vorjahreswert aber dennoch nicht herangereicht (-4,5% yoy). Auf Neunmonatssicht sei indes noch leichtes Wachstum erzielt worden (+1,7% yoy), wozu das Segment Stromversorgungen stabile Umsätze von 25,9 Mio. EUR (Vj: 26,5 Mio. EUR) und das Segment der Datenvisualisierung, begünstigt durch die Erstkonsolidierung der FORTEC Benelux (zuvor: Nottrot B.V.), 36,5 Mio. EUR (Vj: 34,6 Mio. EUR) beigesteuert hätten. Der Auftragsbestand habe sich nach der Delle in H1 (44,9 Mio. EUR per 31.12.) per Ende März mit 50,1 Mio. EUR wieder spürbar verbessert gezeigt, worin sich die Auftragserfolge im aufstrebenden Defense-Geschäft widerspiegeln würden.

Ertragslage weiter schwach, aber noch positiv: Das Konzern-EBIT habe mit 0,2 Mio. EUR in Q3 bzw. 0,7 Mio. EUR nach 9M (Vj.: 1,4 Mio. EUR) im Rahmen der Erwartungen von Speck gelegen und dürfte erst im kleineren Umfang Einmalkosten aus den laufenden Restrukturierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen beinhalten (MONe: <0,5 Mio. EUR). Der wesentliche Teil der kommunizierten negativen Sondereffekte im unteren einstelligen Mio.-Euro-Bereich sollte jedoch in Q4 zutage treten, sodass Speck an seiner Gesamtjahresprognose für ein EBIT unterhalb des Break Evens unverändert festhalte. Bereinigt avisiere der Vorstand für FY 2025/2026 weiterhin ein operatives EBIT (vor Einmaleffekten) auf einem ausgeglichenen bis leicht positiven Niveau.

Neuer COO gefunden: Nach einem strukturierten Auswahlprozess sei mit Wirkung zum 18. Mai 2026 Herr Michael Spatny vom Aufsichtsrat als neuer COO und Vorstandsnachfolger für Herrn Ermel bestellt worden, der FORTEC zum 30. Juni 2026 auf eigenen Wunsch verlassen werde. Herr Spatny verfüge über umfangreiche Branchen- und Managementerfahrung und sei vor seinem Eintritt bei FORTEC knapp 8 Jahre lang für einen weltweit führenden deutschen Anbieter von High-End-Elektronik-Lösungen tätig gewesen, zuletzt als Group CEO. Darüber hinaus dauere die Suche nach einem zweiten Vorstand an, der die Rolle des CFOs übernehmen solle. Speck gehe unverändert davon aus, dass nach einer entsprechenden Besetzung und Einarbeitung des zweiten Vorstands das bislang kommunizierte Mittelfristziel für 2030 (Konzernumsatz: 120-130 Mio. EUR; EBIT-Marge: >10%) zurückgenommen werde. Das "Zwischenziel" einer Marge von 5 bis 8% zum Geschäftsjahr 2027/2028 erachte Speck hingegen angesichts der stetig wachsenden Defense-Pipeline am unteren Ende nach wie vor als realistisch.

Auch in Q3 habe sich hinsichtlich Umsatz und Profitabilität das zuletzt gewohnt schwache Bild gezeigt. Allerdings habe das Unternehmen Fortschritte bei der Neuaufstellung der Unternehmensführung und der Stärkung der Projektpipeline im zukunftsträchtigen Defense-Markt erzielt. Gepaart mit der bilanziellen Stärke (EK-Quote: >72,3%; Net Cash: 17,2 Mio. EUR) ergebe sich nach Ansicht von Speck eine attraktive Turnaround- oder Übernahme-Story.

Patrick Speck, Analyst der Montega AG, bekräftigt daher seine Kaufempfehlung und das Kursziel von 15,00 EUR für die FORTEC Elektronik-Aktie. (Analyse vom 04.06.2026)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (04.06.2026/ac/a/nw)

Archivbeitrag vom 04.06.2026. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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