Hamburg (www.aktiencheck.de) - FORTEC Elektronik-Aktienanalyse von der Montega AG:
Patrick Speck, Analyst der Montega AG, rät in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der FORTEC Elektronik AG (ISIN: DE0005774103, WKN: 577410, Ticker-Symbol: FEV) weiterhin zu kaufen.
FORTEC Elektronik habe jüngst vorläufige Zahlen zum ersten Halbjahr 2024/2025 berichtet und angesichts des schwierigen konjunkturellen Umfelds sowohl die kurzfristigen als auch die mittelfristigen Ziele angepasst.
Umsatzrückgang in Q2, jedoch leichter Zuwachs gegenüber Q1: In H1 2024/2025 habe FORTEC Umsatzerlöse in Höhe von rund 36 Mio. EUR erzielt, was einem Rückgang zum Vorjahr von rund 23% entspreche. Zwar habe sich das Minus in Q2 mit ca. 9% yoy auf 18,5 Mio. EUR fortgesetzt, doch sei der Rückgang im Vergleich zu Q1 (-34,2% yoy) bereits deutlich geringer ausgefallen und gegenüber dem Auftaktquartal sei ein moderater Zuwachs erzielt worden (+5,8% qoq). Auch habe sich der Auftragsbestand per 31. Dezember 2024 mit 56,0 Mio. EUR (-2,1% vs. 30.09.) weitestgehend stabil gezeigt. Nichtsdestotrotz zeichne sich laut Vorstand ab, dass das zweite Halbjahr aufgrund "der anhaltenden konjunkturellen Schwäche und der akuten geopolitischen Herausforderungen" anders als zunächst angenommen die Entwicklung in H1 nicht kompensieren könne. Daher erwarte FORTEC für das Gesamtjahr nun einen Konzernumsatz zwischen 80,0 und 95,0 Mio. EUR (bisher: 95,0 Mio. EUR bis 110 Mio. EUR).
Darüber hinaus sei das mittelfristige Umsatzziel von 120,0-130,0 Mio. EUR von 2026 auf 2030 verschoben worden. Das Erreichen der Zielbandbreite habe Speck in seinen bisherigen Prognosen aber ohnehin erst für 2029 erwartet.
Ergebnisziel gesenkt, Mittelfristziel verschoben: Auch ergebnisseitig sei die FY-Guidance entsprechend auf ein Konzern-EBIT zwischen 4,0 und 6,0 Mio. EUR (zuvor: 6,0 bis 8,0 Mio. EUR) reduziert worden. In Q2 2024/2025 habe das EBIT mit ca. 0,4 Mio. EUR zwar anders als in Q1 (-0,2 Mio. EUR) wieder leicht über dem Break-even gelegen, doch ebenfalls unter Vorjahr (1,0 Mio. EUR). Der oberhalb des schwachen operativen Ergebnisses rangierende Periodenüberschuss von rund 0,5 Mio. EUR in Q2 verdeutliche jedoch, dass das Unternehmen nach wie vor eine äußerst starke Finanzposition aufweise. FORTECs schwache operative Performance habe nach Erachten des Analysten weniger unternehmensspezifische Ursachen, sondern beruhe auf einem zurzeit sehr schwachen Marktumfeld, insbesondere für die deutsche Elektronikindustrie. So seien laut Branchenverband ZVEI in 2024 die Auftragseingänge um 9,6% yoy zurückgegangen (Inland: -12,9% yoy; Ausland: -6,6% yoy). Im Dezember seien die Bestellungen sogar um 19,5% yoy gesunken, was unter anderem auf erhöhte Unsicherheiten im Zuge der zweiten Trump-Präsidentschaft zurückzuführen sein dürfte.
Vor diesem Hintergrund stehe FORTEC nach Aussage der CEO "aktuell in noch engerem Austausch mit den Kunden, um gemeinsame Strategien zu entwickeln, trotz anstehender Strafzölle und bestehender Sanktionslisten, die Lieferfähigkeit, wenn nötig auch mit alternativen Produkten, sicherzustellen." Dies beziehe sich nach Erachten des Analysten insbesondere auf den Bezug von Displays und anderer Elektronikbauteile chinesischer Hersteller.
FORTECs operative Schwächephase sei ausgeprägter als zunächst angenommen worden. Für den Mid-Point der neuen Umsatzguidance wäre in H2 bereits wieder deutliches Wachstum von rund 8% yoy nötig, was aus heutiger Sicht ambitioniert, aber mit einem im Rahmen der HV kommunizierten Januar-Umsatz von rund 10 Mio. EUR nicht unmöglich erscheine. Nichtsdestotrotz positioniere sich Speck am unteren Ende der Zielspanne und auch für 2025/2026 ff. deutlich vorsichtiger. Allerdings erachte er FORTEC nach wie vor als attraktives langfristiges Value-Investment mit einer attraktiven Dividendenrendite.
Daher bestätigt Patrick Speck, Analyst der Montega AG, das Rating "kaufen" für die FORTEC Elektronik-Aktie mit einem neuen Kursziel von 22,00 EUR (zuvor: 27,00 EUR). (Analyse vom 17.02.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (17.02.2025/ac/a/nw)
Patrick Speck, Analyst der Montega AG, rät in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der FORTEC Elektronik AG (ISIN: DE0005774103, WKN: 577410, Ticker-Symbol: FEV) weiterhin zu kaufen.
FORTEC Elektronik habe jüngst vorläufige Zahlen zum ersten Halbjahr 2024/2025 berichtet und angesichts des schwierigen konjunkturellen Umfelds sowohl die kurzfristigen als auch die mittelfristigen Ziele angepasst.
Umsatzrückgang in Q2, jedoch leichter Zuwachs gegenüber Q1: In H1 2024/2025 habe FORTEC Umsatzerlöse in Höhe von rund 36 Mio. EUR erzielt, was einem Rückgang zum Vorjahr von rund 23% entspreche. Zwar habe sich das Minus in Q2 mit ca. 9% yoy auf 18,5 Mio. EUR fortgesetzt, doch sei der Rückgang im Vergleich zu Q1 (-34,2% yoy) bereits deutlich geringer ausgefallen und gegenüber dem Auftaktquartal sei ein moderater Zuwachs erzielt worden (+5,8% qoq). Auch habe sich der Auftragsbestand per 31. Dezember 2024 mit 56,0 Mio. EUR (-2,1% vs. 30.09.) weitestgehend stabil gezeigt. Nichtsdestotrotz zeichne sich laut Vorstand ab, dass das zweite Halbjahr aufgrund "der anhaltenden konjunkturellen Schwäche und der akuten geopolitischen Herausforderungen" anders als zunächst angenommen die Entwicklung in H1 nicht kompensieren könne. Daher erwarte FORTEC für das Gesamtjahr nun einen Konzernumsatz zwischen 80,0 und 95,0 Mio. EUR (bisher: 95,0 Mio. EUR bis 110 Mio. EUR).
Darüber hinaus sei das mittelfristige Umsatzziel von 120,0-130,0 Mio. EUR von 2026 auf 2030 verschoben worden. Das Erreichen der Zielbandbreite habe Speck in seinen bisherigen Prognosen aber ohnehin erst für 2029 erwartet.
Ergebnisziel gesenkt, Mittelfristziel verschoben: Auch ergebnisseitig sei die FY-Guidance entsprechend auf ein Konzern-EBIT zwischen 4,0 und 6,0 Mio. EUR (zuvor: 6,0 bis 8,0 Mio. EUR) reduziert worden. In Q2 2024/2025 habe das EBIT mit ca. 0,4 Mio. EUR zwar anders als in Q1 (-0,2 Mio. EUR) wieder leicht über dem Break-even gelegen, doch ebenfalls unter Vorjahr (1,0 Mio. EUR). Der oberhalb des schwachen operativen Ergebnisses rangierende Periodenüberschuss von rund 0,5 Mio. EUR in Q2 verdeutliche jedoch, dass das Unternehmen nach wie vor eine äußerst starke Finanzposition aufweise. FORTECs schwache operative Performance habe nach Erachten des Analysten weniger unternehmensspezifische Ursachen, sondern beruhe auf einem zurzeit sehr schwachen Marktumfeld, insbesondere für die deutsche Elektronikindustrie. So seien laut Branchenverband ZVEI in 2024 die Auftragseingänge um 9,6% yoy zurückgegangen (Inland: -12,9% yoy; Ausland: -6,6% yoy). Im Dezember seien die Bestellungen sogar um 19,5% yoy gesunken, was unter anderem auf erhöhte Unsicherheiten im Zuge der zweiten Trump-Präsidentschaft zurückzuführen sein dürfte.
Vor diesem Hintergrund stehe FORTEC nach Aussage der CEO "aktuell in noch engerem Austausch mit den Kunden, um gemeinsame Strategien zu entwickeln, trotz anstehender Strafzölle und bestehender Sanktionslisten, die Lieferfähigkeit, wenn nötig auch mit alternativen Produkten, sicherzustellen." Dies beziehe sich nach Erachten des Analysten insbesondere auf den Bezug von Displays und anderer Elektronikbauteile chinesischer Hersteller.
FORTECs operative Schwächephase sei ausgeprägter als zunächst angenommen worden. Für den Mid-Point der neuen Umsatzguidance wäre in H2 bereits wieder deutliches Wachstum von rund 8% yoy nötig, was aus heutiger Sicht ambitioniert, aber mit einem im Rahmen der HV kommunizierten Januar-Umsatz von rund 10 Mio. EUR nicht unmöglich erscheine. Nichtsdestotrotz positioniere sich Speck am unteren Ende der Zielspanne und auch für 2025/2026 ff. deutlich vorsichtiger. Allerdings erachte er FORTEC nach wie vor als attraktives langfristiges Value-Investment mit einer attraktiven Dividendenrendite.
Daher bestätigt Patrick Speck, Analyst der Montega AG, das Rating "kaufen" für die FORTEC Elektronik-Aktie mit einem neuen Kursziel von 22,00 EUR (zuvor: 27,00 EUR). (Analyse vom 17.02.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (17.02.2025/ac/a/nw)
Archivbeitrag vom 17.02.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.