Hamburg (www.aktiencheck.de) - FACC-Aktienanalyse von der Montega AG:
Miguel Lago Mascato und Bastian Brach, Aktienanalysten der Montega AG, raten in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der FACC AG (ISIN: AT00000FACC2, WKN: A1147K, Ticker-Symbol: 1FC, Wiener Börse-Symbol: FACC) weiterhin zu kaufen.
FACC habe vergangenen Mittwoch den Geschäftsbericht für das Gesamtjahr 2023 vorgelegt. Bereits Ende Februar seien vorläufige Zahlen sowie der Ausblick für Umsatz und EBIT bekannt gegeben worden.
Der Konzernumsatz habe im vergangenen Jahr bei 736,2 Mio. EUR (+21,3% yoy) und damit 9,4 Mio. EUR unter dem im Rahmen der vorläufigen Zahlen veröffentlichten Erlös gelegen. Diese Abweichung sei auf eine Verschiebung von Umsätzen von Q4/2023 in das laufende Quartal zurückzuführen, die aufgrund von verzögerten Frachtlieferungen notwendig gewesen sei.
Das margenstarke Segment Engines & Nacelles (E&N) habe innerhalb des Konzerns mit einer Top Line-Steigerung von 33,3% yoy (Segmentumsatz: 129,7 Mio. EUR) die höchste Wachstumsrate aufgewiesen. Dies habe aus der dynamischen Produktionssteigerung bei Business Jets und Widebody-Flugzeugen resultiert (v.a. Boeing 787), die in den kommenden Jahren weiterausgebaut werden dürften. Ungeachtet dessen hätten alle drei Segmente zweistellige Wachstumsraten vorweisen können.
Das operative Ergebnis habe im vergangenen Jahr erneut deutlich gesteigert werden können und habe 17,5 Mio. EUR erreicht (Marge: 2,4%, +1,5 PP yoy). Dabei sei v.a. das Segment Engines & Nacelles positiv aufgefallen, das eine zweistellige EBIT-Marge in Höhe von 10,3% (Segment-EBIT: 13,4 Mio. EUR, +9,8 PP yoy) habe erzielen können. Grund hierfür sei v.a. der Operating Leverage-Effekt in Verbindung mit den gestiegenen Produktionsraten bei Widebody-Flugzeugen gewesen. Im Segment Aerostructures sei ebenfallseine stetige Verbesserung über die vergangenen Jahre zu beobachten (EBIT 2021: -28,5Mio. EUR, 2022: 3,9 Mio. EUR, 2023: 13,5 Mio. EUR), die neben Volumeneffekten durch steigende Umsätze auch die Erholung von Lieferketten und Effizienzmaßnahmen seitens FACC widerspiegele.
Belastend habe jedoch das Geschäftsfeld Cabin Interiors gewirkt, welches eine negative Profitabilität aufweise (EBIT: -8,9 Mio. EUR, Marge: -2,7%, -3,0% PPyoy). Die Standortexpansion nach Kroatien solle durch die signifikant geringeren Lohnstückkosten (Durchschnittsgehalt Ingenieur ca. 40% niedriger als in Österreich) zu einer deutlich gesteigerten Profitabilität führen. Während der Vorstand eine EBIT-Marge von 5,0 bis 7,5% in den kommenden vier Jahren avisiere, würden sich die Analysten hier jedoch unverändert unterhalb der Unternehmensguidance positionieren (2027e: 3,7%).
Das anhaltende Branchenwachstum sorge für eine hohe Sichtbarkeit hinsichtlich anhaltender zweistelliger Top Line-Wachstumsraten für FACC im laufenden Jahr. Durch den Wegfall von Lieferkettenschwierigkeiten, eine bessere Auslastung der Produktion und ein überproportionales Wachstum im margenstarken E&N-Segment würden die Analysten für 2024 eine spürbare Steigerung des EBIT auf 29,3 Mio. EUR prognostizieren (+67,4% yoy; Marge: 3,5%).
Trotz eines WC-Aufbaus und signifikanter Kapitalinvestitionen in Kroatien habe FACC einen positiven Free Cashflow (exkl. Leasingzahlung in Höhe von 9,3 Mio. EUR) von 17,2 Mio. EUR erreichen können (2022: -3,1 Mio. EUR). Auch für die Folgejahre seien die Analysten hinsichtlich einer steigenden Free Cashflow-Entwicklung zuversichtlich gestimmt und würden sich deutlich oberhalb des Konsens (Stand:26.03.2024) in den Jahren 2024 (-7,6 Mio. EUR, MONe: 21,1 Mio. EUR) und 2025 (20,2 Mio. EUR, MONe: 43,6 Mio. EUR) positionieren. Dies basiere auf den Annahmen eines steigenden operativen Ergebnisses bei nur leicht steigendem Working Capital und konstanten Kapitalinvestitionen und würde ab dem Jahr 2025 in zweistelligen FCF-Renditen resultieren.
In ihren Prognosen hätten die Analysten die steuerlichen Verlustvorträge in Höhe von 164,6 Mio. EUR berücksichtigt und die Steuerquote dementsprechend bis ins Jahr 2026 deutlich reduziert. Infolgedessen erhöhe sich das von ihnen erwartete EPS trotz vergleichbarem EBIT signifikant. Bereits ab dem Jahr 2025 verzeichne FACC dementsprechend einstellige KGVs und sei in Anbetracht der Kombination aus hohen Wachstumsraten und weiteren Margensteigerungen sehr attraktiv bewertet.
Zusätzliche Optionalitäten würden die Analysten zum einen in weiteren Aufträgen des im Aufbau befindlichen chinesischen OEMs COMAC sowie einer Realisierung der aktuellen Auslieferungsplanung im Bereich Urban Air Mobility sehen. Beide Bereiche könnten mittelfristig einen Umsatzbeitrag im dreistelligen Millionenbereich leisten, wenngleich sich die Analysten aufgrund der geringen Visibilität aktuell deutlich konservativer positionieren und nur geringe Umsatzbeiträge in ihren Prognosen berücksichtigen würden. Außerdem hätten sie ihre Annahmen bzgl. Zukünftiger Leasingzahlungen angepasst.
Das Jahr 2024 dürfte für FACC das dritte Jahr in Folge mit zweistelligen Erlössteigerungen sowie einer signifikanten Margenexpansion werden. Das Unternehmen profitiere vom Boom in der Luftfahrt und habe in den vergangenen Jahren den Grundstein dafür gelegt, die positiven Marktaussichten in den kommenden Jahren auch in nachhaltige Profitabilität umzumünzen. Mit zweistelligen FCF-Renditen ab dem Jahr 2025 erscheine die Bewertung angesichts des visiblen Wachstumspfads sehr moderat.
Miguel Lago Mascato und Bastian Brach, Aktienanalysten der Montega AG, bekräftigen ihre Kaufempfehlung für die FACC-Aktie mit einem unveränderten Kursziel von 10,00 EUR. (Analyse vom 03.04.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Börsenplätze FACC-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs FACC-Aktie:
6,21 EUR +0,65% (03.04.2024, 13:04)
Wiener Börse-Aktienkurs FACC-Aktie:
6,11 EUR -0,65% (03.04.2024, 12:06)
ISIN FACC-Aktie:
AT00000FACC2
WKN FACC-Aktie:
A1147K
Ticker-Symbol FACC-Aktie:
1FC
Wiener Börse-Symbol FACC-Aktie:
FACC
Kurzprofil FACC AG:
FACC (ISIN: AT00000FACC2, WKN: A1147K, Ticker-Symbol: 1FC, Wiener Börse-Symbol: FACC) ist ein weltweit führendes Aerospace-Unternehmen in Design, Entwicklung und Fertigung von Luftfahrttechnologien und fortschrittlichen Leichtbausystemen für Luftfahrzeuge. Als Technologiepartner aller großen Hersteller arbeitet FACC gemeinsam mit ihren Kunden an Lösungen für die Mobilität der Zukunft. Weltweit startet jede Sekunde ein Luftfahrzeug mit FACC-Technologie an Bord. (03.04.2024/ac/a/a)
Miguel Lago Mascato und Bastian Brach, Aktienanalysten der Montega AG, raten in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der FACC AG (ISIN: AT00000FACC2, WKN: A1147K, Ticker-Symbol: 1FC, Wiener Börse-Symbol: FACC) weiterhin zu kaufen.
FACC habe vergangenen Mittwoch den Geschäftsbericht für das Gesamtjahr 2023 vorgelegt. Bereits Ende Februar seien vorläufige Zahlen sowie der Ausblick für Umsatz und EBIT bekannt gegeben worden.
Der Konzernumsatz habe im vergangenen Jahr bei 736,2 Mio. EUR (+21,3% yoy) und damit 9,4 Mio. EUR unter dem im Rahmen der vorläufigen Zahlen veröffentlichten Erlös gelegen. Diese Abweichung sei auf eine Verschiebung von Umsätzen von Q4/2023 in das laufende Quartal zurückzuführen, die aufgrund von verzögerten Frachtlieferungen notwendig gewesen sei.
Das margenstarke Segment Engines & Nacelles (E&N) habe innerhalb des Konzerns mit einer Top Line-Steigerung von 33,3% yoy (Segmentumsatz: 129,7 Mio. EUR) die höchste Wachstumsrate aufgewiesen. Dies habe aus der dynamischen Produktionssteigerung bei Business Jets und Widebody-Flugzeugen resultiert (v.a. Boeing 787), die in den kommenden Jahren weiterausgebaut werden dürften. Ungeachtet dessen hätten alle drei Segmente zweistellige Wachstumsraten vorweisen können.
Das operative Ergebnis habe im vergangenen Jahr erneut deutlich gesteigert werden können und habe 17,5 Mio. EUR erreicht (Marge: 2,4%, +1,5 PP yoy). Dabei sei v.a. das Segment Engines & Nacelles positiv aufgefallen, das eine zweistellige EBIT-Marge in Höhe von 10,3% (Segment-EBIT: 13,4 Mio. EUR, +9,8 PP yoy) habe erzielen können. Grund hierfür sei v.a. der Operating Leverage-Effekt in Verbindung mit den gestiegenen Produktionsraten bei Widebody-Flugzeugen gewesen. Im Segment Aerostructures sei ebenfallseine stetige Verbesserung über die vergangenen Jahre zu beobachten (EBIT 2021: -28,5Mio. EUR, 2022: 3,9 Mio. EUR, 2023: 13,5 Mio. EUR), die neben Volumeneffekten durch steigende Umsätze auch die Erholung von Lieferketten und Effizienzmaßnahmen seitens FACC widerspiegele.
Belastend habe jedoch das Geschäftsfeld Cabin Interiors gewirkt, welches eine negative Profitabilität aufweise (EBIT: -8,9 Mio. EUR, Marge: -2,7%, -3,0% PPyoy). Die Standortexpansion nach Kroatien solle durch die signifikant geringeren Lohnstückkosten (Durchschnittsgehalt Ingenieur ca. 40% niedriger als in Österreich) zu einer deutlich gesteigerten Profitabilität führen. Während der Vorstand eine EBIT-Marge von 5,0 bis 7,5% in den kommenden vier Jahren avisiere, würden sich die Analysten hier jedoch unverändert unterhalb der Unternehmensguidance positionieren (2027e: 3,7%).
Das anhaltende Branchenwachstum sorge für eine hohe Sichtbarkeit hinsichtlich anhaltender zweistelliger Top Line-Wachstumsraten für FACC im laufenden Jahr. Durch den Wegfall von Lieferkettenschwierigkeiten, eine bessere Auslastung der Produktion und ein überproportionales Wachstum im margenstarken E&N-Segment würden die Analysten für 2024 eine spürbare Steigerung des EBIT auf 29,3 Mio. EUR prognostizieren (+67,4% yoy; Marge: 3,5%).
Trotz eines WC-Aufbaus und signifikanter Kapitalinvestitionen in Kroatien habe FACC einen positiven Free Cashflow (exkl. Leasingzahlung in Höhe von 9,3 Mio. EUR) von 17,2 Mio. EUR erreichen können (2022: -3,1 Mio. EUR). Auch für die Folgejahre seien die Analysten hinsichtlich einer steigenden Free Cashflow-Entwicklung zuversichtlich gestimmt und würden sich deutlich oberhalb des Konsens (Stand:26.03.2024) in den Jahren 2024 (-7,6 Mio. EUR, MONe: 21,1 Mio. EUR) und 2025 (20,2 Mio. EUR, MONe: 43,6 Mio. EUR) positionieren. Dies basiere auf den Annahmen eines steigenden operativen Ergebnisses bei nur leicht steigendem Working Capital und konstanten Kapitalinvestitionen und würde ab dem Jahr 2025 in zweistelligen FCF-Renditen resultieren.
In ihren Prognosen hätten die Analysten die steuerlichen Verlustvorträge in Höhe von 164,6 Mio. EUR berücksichtigt und die Steuerquote dementsprechend bis ins Jahr 2026 deutlich reduziert. Infolgedessen erhöhe sich das von ihnen erwartete EPS trotz vergleichbarem EBIT signifikant. Bereits ab dem Jahr 2025 verzeichne FACC dementsprechend einstellige KGVs und sei in Anbetracht der Kombination aus hohen Wachstumsraten und weiteren Margensteigerungen sehr attraktiv bewertet.
Zusätzliche Optionalitäten würden die Analysten zum einen in weiteren Aufträgen des im Aufbau befindlichen chinesischen OEMs COMAC sowie einer Realisierung der aktuellen Auslieferungsplanung im Bereich Urban Air Mobility sehen. Beide Bereiche könnten mittelfristig einen Umsatzbeitrag im dreistelligen Millionenbereich leisten, wenngleich sich die Analysten aufgrund der geringen Visibilität aktuell deutlich konservativer positionieren und nur geringe Umsatzbeiträge in ihren Prognosen berücksichtigen würden. Außerdem hätten sie ihre Annahmen bzgl. Zukünftiger Leasingzahlungen angepasst.
Das Jahr 2024 dürfte für FACC das dritte Jahr in Folge mit zweistelligen Erlössteigerungen sowie einer signifikanten Margenexpansion werden. Das Unternehmen profitiere vom Boom in der Luftfahrt und habe in den vergangenen Jahren den Grundstein dafür gelegt, die positiven Marktaussichten in den kommenden Jahren auch in nachhaltige Profitabilität umzumünzen. Mit zweistelligen FCF-Renditen ab dem Jahr 2025 erscheine die Bewertung angesichts des visiblen Wachstumspfads sehr moderat.
Miguel Lago Mascato und Bastian Brach, Aktienanalysten der Montega AG, bekräftigen ihre Kaufempfehlung für die FACC-Aktie mit einem unveränderten Kursziel von 10,00 EUR. (Analyse vom 03.04.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Börsenplätze FACC-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs FACC-Aktie:
6,21 EUR +0,65% (03.04.2024, 13:04)
Wiener Börse-Aktienkurs FACC-Aktie:
6,11 EUR -0,65% (03.04.2024, 12:06)
ISIN FACC-Aktie:
AT00000FACC2
WKN FACC-Aktie:
A1147K
Ticker-Symbol FACC-Aktie:
1FC
Wiener Börse-Symbol FACC-Aktie:
FACC
Kurzprofil FACC AG:
FACC (ISIN: AT00000FACC2, WKN: A1147K, Ticker-Symbol: 1FC, Wiener Börse-Symbol: FACC) ist ein weltweit führendes Aerospace-Unternehmen in Design, Entwicklung und Fertigung von Luftfahrttechnologien und fortschrittlichen Leichtbausystemen für Luftfahrzeuge. Als Technologiepartner aller großen Hersteller arbeitet FACC gemeinsam mit ihren Kunden an Lösungen für die Mobilität der Zukunft. Weltweit startet jede Sekunde ein Luftfahrzeug mit FACC-Technologie an Bord. (03.04.2024/ac/a/a)
Archivbeitrag vom 03.04.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.