Wien (www.aktiencheck.de) - E.ON-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:
Teresa Schinwald, Analystin der Raiffeisen Bank International AG (RBI), rät in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der E.ON SE (ISIN: DE000ENAG999, WKN: ENAG99, Ticker-Symbol: EOAN, NASDAQ OTC-Symbol: ENAKF) zu kaufen.
Im ersten Halbjahr 2024 scheinen sich die Nachfragedämpfer auf der Temperaturseite und die Treiber der Daten- und Mobilitätsseite die Waage zu halten, so die Analysten der RBI. Außerdem schwächele die Industrienachfrage. E.ON habe für das erste Halbjahr einen Rückgang der Endkundenabsatzmengen bei Strom und Gas um rund 12% und einen Rückgang der Netzumsätze um vernachlässigbare 0,6% gemeldet.
Die deutsche Regulierungsbehörde BNetzA habe nicht nur die Eigenkapitalverzinsung für Neuinvestitionen flexibilisiert, sondern auch die Eckpunkte für ein neues Regulierungssystem vorgestellt. Die Analysten der RBI sähen eine Verkürzung der Regulierungsperiode auf drei Jahre, ein Fokus auf Realkapitalerhaltung und die Vorbereitung auf das Ende der Gasnetze um das Jahr 2045 herum als Kernpunkte des Positionspapiers.
Europa bleibe dabei, weiterhin in erneuerbare Energien zu investieren und Wirtschaft und Verkehr auf die Elektrifizierung vorzubereiten, obwohl in einigen Ländern der Gegenwind wachse und der Ausbau sich ziehe. Über den European Green Deal und den Green Deal Industrial Plan sollten mehr Gelder für Netzinvestitionen zur Verfügung gestellt werden bzw. die Verfahren beschleunigt werden, was E.ON insgesamt zugutekommen würde.
E.ON plane ca. 6 Gigawatt an Anbindungen von Datencenters bis 2030, habe aber zusätzliche Anfragen in ähnlicher Höhe, vor allem im Raum Frankfurt. Das seien signifikante zusätzliche Investitions- und Ergebnistreiber, wo auch von Kundenseite hohes Interesse bestehe, diese so schnell als möglich umzusetzen. Insgesamt sollten sich jährlichen Netzinvestitionen in Europa im Zeitraum 2025-50 auf EUR 55 bis 67 Mrd. betragen, was fast einer Verdopplung gegenüber dem Durchschnitt von 2020-23 entspreche.
E.ON habe im H1 2024 einen Rückgang beim bereinigten Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) verzeichnet, was vor allem an temperatur- und marktbasierten Einmaleffekten im Vorjahr gelegen habe. Diese Effekte hätten auch auf das Nettoergebnis gewirkt, das ohne diese Einmaleffekte fast gleich geblieben wäre.
Das Management habe alle Ziele für das Jahr 2024 bestätigt. Das bereinigte EBITDA solle von EUR 8,8 bis 9,0 Mrd. reichen und der bereinigte Konzernüberschuss werde bei EUR 2,8 bis 3,0 Mrd. gesehen. Das entspreche zwar einem leichten Rückgang im Jahresvergleich, aber auch einer Überkompensation der letztjährigen temporären Einmaleffekte. Für 2028 strebe E.ON ein bereinigtes EBITDA von mehr als EUR 11 Mrd. an, was einem Ergebnis je Aktie von EUR 1,25 entsprechen solle. Die Dividende solle in den nächsten Jahren um jeweils 5% steigen.
Als Verteilnetzbetreiber habe E.ON ein risikoarmes Profil mit teilweisem Inflationsschutz und habe das Endkundengeschäft erfolgreich modernisiert. Darüber hinaus würden die Verteilnetze das Rückgrat der Energiewende bilden, da Solar- und Windkraftanlagen an die Verteilnetze und nicht an die Hochspannungsleitungen angeschlossen würden. Nun könnte sich auch das KI-Thema auswirken, da die stromhungrigen Chips- und Server in den Datencentern auch Netzanschlüsse brauchen würden. Das stärke den nachhaltigen Wachstumskurs von E.ON.
Auf Basis der Bewertungskennzahlen regulierter europäischer Vergleichsunternehmen und der Konsensschätzungen errechnet Teresa Schinwald, Analystin der Raiffeisen Bank International AG, ein Kursziel von 14 EUR (alt: EUR 13,10) und nimmt die E.ON-Aktie wieder auf "Kauf". (Analyse vom 19.08.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:
Offenlegungen
3. RBI oder eine mit ihr verbundene juristische Person ist Market Maker oder Specialist oder Designated Sponsor oder Stabilisierungsmanager oder sonstiger Liquiditätsspender in den Finanzinstrumenten des Emittenten.
7. Der zuständige Analyst oder eine sonstige an der Erstellung der Finanzanalyse mitwirkende natürliche Person oder eine sonstige natürliche Person von Raiffeisen Research besitzt Finanzinstrumente des von ihm analysierten Emittenten.
Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity
Börsenplätze E.ON-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs E.ON-Aktie:
12,195 EUR -0,20% (19.08.2024, 12:44)
XETRA-Aktienkurs E.ON-Aktie:
12,19 EUR -0,25% (19.08.2024, 12:28)
ISIN E.ON-Aktie:
DE000ENAG999
WKN E.ON-Aktie:
ENAG99
Ticker-Symbol E.ON-Aktie:
EOAN
NASDAQ OTC-Symbol E.ON-Aktie:
ENAKF
Kurzprofil E.ON SE:
E.ON (ISIN: DE000ENAG999, WKN: ENAG99, Ticker-Symbol: EOAN, NASDAQ OTC-Symbol: ENAKF) ist ein international agierendes Energieunternehmen mit Hauptsitz in Essen, Deutschland. Der Konzern konzentriert sich vornehmlich auf die Bereiche Energienetze und Kundenlösungen. Im Geschäftsfeld Energienetze werden die Verteilnetze für Strom und Gas und die damit verbundenen Aktivitäten zusammengefasst. Im Feld Kundenlösungen richtet sich E.ON an Privatkunden sowie mittelständische und große Unternehmen und bietet dabei Produkte und Dienstleistungen, u.a. zur Steigerung der Energieeffizienz. (19.08.2024/ac/a/d)
Teresa Schinwald, Analystin der Raiffeisen Bank International AG (RBI), rät in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der E.ON SE (ISIN: DE000ENAG999, WKN: ENAG99, Ticker-Symbol: EOAN, NASDAQ OTC-Symbol: ENAKF) zu kaufen.
Im ersten Halbjahr 2024 scheinen sich die Nachfragedämpfer auf der Temperaturseite und die Treiber der Daten- und Mobilitätsseite die Waage zu halten, so die Analysten der RBI. Außerdem schwächele die Industrienachfrage. E.ON habe für das erste Halbjahr einen Rückgang der Endkundenabsatzmengen bei Strom und Gas um rund 12% und einen Rückgang der Netzumsätze um vernachlässigbare 0,6% gemeldet.
Die deutsche Regulierungsbehörde BNetzA habe nicht nur die Eigenkapitalverzinsung für Neuinvestitionen flexibilisiert, sondern auch die Eckpunkte für ein neues Regulierungssystem vorgestellt. Die Analysten der RBI sähen eine Verkürzung der Regulierungsperiode auf drei Jahre, ein Fokus auf Realkapitalerhaltung und die Vorbereitung auf das Ende der Gasnetze um das Jahr 2045 herum als Kernpunkte des Positionspapiers.
Europa bleibe dabei, weiterhin in erneuerbare Energien zu investieren und Wirtschaft und Verkehr auf die Elektrifizierung vorzubereiten, obwohl in einigen Ländern der Gegenwind wachse und der Ausbau sich ziehe. Über den European Green Deal und den Green Deal Industrial Plan sollten mehr Gelder für Netzinvestitionen zur Verfügung gestellt werden bzw. die Verfahren beschleunigt werden, was E.ON insgesamt zugutekommen würde.
E.ON plane ca. 6 Gigawatt an Anbindungen von Datencenters bis 2030, habe aber zusätzliche Anfragen in ähnlicher Höhe, vor allem im Raum Frankfurt. Das seien signifikante zusätzliche Investitions- und Ergebnistreiber, wo auch von Kundenseite hohes Interesse bestehe, diese so schnell als möglich umzusetzen. Insgesamt sollten sich jährlichen Netzinvestitionen in Europa im Zeitraum 2025-50 auf EUR 55 bis 67 Mrd. betragen, was fast einer Verdopplung gegenüber dem Durchschnitt von 2020-23 entspreche.
E.ON habe im H1 2024 einen Rückgang beim bereinigten Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) verzeichnet, was vor allem an temperatur- und marktbasierten Einmaleffekten im Vorjahr gelegen habe. Diese Effekte hätten auch auf das Nettoergebnis gewirkt, das ohne diese Einmaleffekte fast gleich geblieben wäre.
Das Management habe alle Ziele für das Jahr 2024 bestätigt. Das bereinigte EBITDA solle von EUR 8,8 bis 9,0 Mrd. reichen und der bereinigte Konzernüberschuss werde bei EUR 2,8 bis 3,0 Mrd. gesehen. Das entspreche zwar einem leichten Rückgang im Jahresvergleich, aber auch einer Überkompensation der letztjährigen temporären Einmaleffekte. Für 2028 strebe E.ON ein bereinigtes EBITDA von mehr als EUR 11 Mrd. an, was einem Ergebnis je Aktie von EUR 1,25 entsprechen solle. Die Dividende solle in den nächsten Jahren um jeweils 5% steigen.
Als Verteilnetzbetreiber habe E.ON ein risikoarmes Profil mit teilweisem Inflationsschutz und habe das Endkundengeschäft erfolgreich modernisiert. Darüber hinaus würden die Verteilnetze das Rückgrat der Energiewende bilden, da Solar- und Windkraftanlagen an die Verteilnetze und nicht an die Hochspannungsleitungen angeschlossen würden. Nun könnte sich auch das KI-Thema auswirken, da die stromhungrigen Chips- und Server in den Datencentern auch Netzanschlüsse brauchen würden. Das stärke den nachhaltigen Wachstumskurs von E.ON.
Auf Basis der Bewertungskennzahlen regulierter europäischer Vergleichsunternehmen und der Konsensschätzungen errechnet Teresa Schinwald, Analystin der Raiffeisen Bank International AG, ein Kursziel von 14 EUR (alt: EUR 13,10) und nimmt die E.ON-Aktie wieder auf "Kauf". (Analyse vom 19.08.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:
Offenlegungen
3. RBI oder eine mit ihr verbundene juristische Person ist Market Maker oder Specialist oder Designated Sponsor oder Stabilisierungsmanager oder sonstiger Liquiditätsspender in den Finanzinstrumenten des Emittenten.
7. Der zuständige Analyst oder eine sonstige an der Erstellung der Finanzanalyse mitwirkende natürliche Person oder eine sonstige natürliche Person von Raiffeisen Research besitzt Finanzinstrumente des von ihm analysierten Emittenten.
Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity
Börsenplätze E.ON-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs E.ON-Aktie:
12,195 EUR -0,20% (19.08.2024, 12:44)
XETRA-Aktienkurs E.ON-Aktie:
12,19 EUR -0,25% (19.08.2024, 12:28)
ISIN E.ON-Aktie:
DE000ENAG999
WKN E.ON-Aktie:
ENAG99
Ticker-Symbol E.ON-Aktie:
EOAN
NASDAQ OTC-Symbol E.ON-Aktie:
ENAKF
Kurzprofil E.ON SE:
E.ON (ISIN: DE000ENAG999, WKN: ENAG99, Ticker-Symbol: EOAN, NASDAQ OTC-Symbol: ENAKF) ist ein international agierendes Energieunternehmen mit Hauptsitz in Essen, Deutschland. Der Konzern konzentriert sich vornehmlich auf die Bereiche Energienetze und Kundenlösungen. Im Geschäftsfeld Energienetze werden die Verteilnetze für Strom und Gas und die damit verbundenen Aktivitäten zusammengefasst. Im Feld Kundenlösungen richtet sich E.ON an Privatkunden sowie mittelständische und große Unternehmen und bietet dabei Produkte und Dienstleistungen, u.a. zur Steigerung der Energieeffizienz. (19.08.2024/ac/a/d)
Archivbeitrag vom 19.08.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.