Kulmbach (www.aktiencheck.de) - E.ON-Aktienanalyse von "Der Aktionär":
Thorsten Küfner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der E.ON SE (ISIN: DE000ENAG999, WKN: ENAG99, Ticker-Symbol: EOAN, NASDAQ OTC-Symbol: ENAKF) unter die Lupe.
Die E.ON-Aktie lege im frühen Handel kräftig zu. Denn der Energieversorger habe 2024 dank milliardenschwerer Investitionen prächtig verdient. So habe der DAX-Konzern mit dem operativen Gewinn die Markterwartungen übertroffen, und die Prognose für 2025 falle ebenfalls besser aus als gedacht. Auch in den kommenden Jahren solle vor allem der für die Energiewende benötigte Netzausbau Gewinne bringen.
Wegen noch offener Regulierungsvorschriften habe Konzernchef Leonard Birnbaum die über das Jahr 2028 hinaus geplanten Investitionen aber offengelassen. Vergangenes Jahr habe der um Sondereffekte und nicht-operative Ergebnisbestandteile bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) von E.ON bei gut 9,0 Milliarden Euro gelegen. Das seien zwar drei Prozent weniger als im Vorjahr, allerdings hätten Analysten einen noch stärkeren Rückgang erwartet. Unterm Strich sei auf die Aktionäre mit gut 4,5 Milliarden Euro deutlich mehr als im Jahr 2023 entfallen, was aber auch auf nicht-operative Ergebniseffekte etwa aus Derivaten zurückzuführen sei. Die Dividende solle um 2 Cent auf 0,55 Euro je Aktie steigen.
Auch hätten die vom Unternehmen erfassten Experten bislang nicht damit gerechnet, dass E.ON 2025 wieder das operative Ergebnisniveau von 2023 anpeilen werde. Das Management rechne im laufenden Jahr mit einem bereinigten operativen Gewinn von 9,6 bis 9,8 Milliarden Euro, womit das Niveau von 2023 selbst im schlechtesten Fall überschritten würde.
Außerdem würden E.ON die hohen Investitionen in die Karten spielen, insbesondere in den Ausbau der Netzinfrastruktur. Das Unternehmen habe am Mittwoch seine Investitionspläne ebenso wie seine mittelfristigen Gewinnerwartungen erhöht. Von 2024 bis 2028 wolle man nun 43 Milliarden Euro investieren. Das sei eine Milliarde mehr, als bislang geplant gewesen sei, die in den Ausbau der Netzinfrastruktur fließen solle.
Auch im Tagesgeschäft dürfte es in der Folge besser laufen: Den bereinigten operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) erwarte das Management 2028 nun bei über 11,3 Milliarden Euro statt bislang bei über 11,0 Milliarden. Analysten hätten 11,1 Milliarden Euro auf dem Zettel gehabt.
Die Essener seien bei der Ertragskraft in weiten Teilen an die von der Bundesnetzagentur vorgegebene Verzinsung gebunden. Wie diese ab 2029 für das Strom-Geschäft aussehen werde, sei "heute noch nicht absehbar", habe der Konzern erklärt. CEO Birnbaum habe deshalb die Investitionspläne nicht wie sonst üblich um ein Jahr fortgeschrieben. E.ON sei zwar bereit, weiter zu investieren, habe der Manager laut Mitteilung gesagt, "aber niemals um jeden Preis".
E.ON sei Deutschlands größter Stromversorger und -netzbetreiber. Er zähle im Heimatmarkt rund zwölf Millionen Strom- und zwei Millionen Erdgaskunden. Fast ein Drittel des Strom-Verteilnetzes gehöre zum Konzern. E.ON sei auch einer der größten Ladesäulenbetreiber. Nach Angaben des Unternehmens seien bis zu 78 Prozent des operativen Ergebnisses vom Regulator abhängig.
Derart kräftige Kurssprünge wie heute dürften bei E.ON weiterhin eher die Seltenheit bleiben. Dennoch bleibe der defensive Blue Chip eine sehr gute Beimischung für jedes Depot, zumal die Aktie mit einer stattlichen und verlässlichen Dividendenrendite punkte.
Der Stoppkurs kann nun auf 10,10 Euro nachgezogen werden, so Thorsten Küfner von "Der Aktionär". (Analyse vom 26.02.2025)
Enthält Material von dpa-AFX
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (26.02.2025/ac/a/d)
Thorsten Küfner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der E.ON SE (ISIN: DE000ENAG999, WKN: ENAG99, Ticker-Symbol: EOAN, NASDAQ OTC-Symbol: ENAKF) unter die Lupe.
Die E.ON-Aktie lege im frühen Handel kräftig zu. Denn der Energieversorger habe 2024 dank milliardenschwerer Investitionen prächtig verdient. So habe der DAX-Konzern mit dem operativen Gewinn die Markterwartungen übertroffen, und die Prognose für 2025 falle ebenfalls besser aus als gedacht. Auch in den kommenden Jahren solle vor allem der für die Energiewende benötigte Netzausbau Gewinne bringen.
Wegen noch offener Regulierungsvorschriften habe Konzernchef Leonard Birnbaum die über das Jahr 2028 hinaus geplanten Investitionen aber offengelassen. Vergangenes Jahr habe der um Sondereffekte und nicht-operative Ergebnisbestandteile bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) von E.ON bei gut 9,0 Milliarden Euro gelegen. Das seien zwar drei Prozent weniger als im Vorjahr, allerdings hätten Analysten einen noch stärkeren Rückgang erwartet. Unterm Strich sei auf die Aktionäre mit gut 4,5 Milliarden Euro deutlich mehr als im Jahr 2023 entfallen, was aber auch auf nicht-operative Ergebniseffekte etwa aus Derivaten zurückzuführen sei. Die Dividende solle um 2 Cent auf 0,55 Euro je Aktie steigen.
Auch hätten die vom Unternehmen erfassten Experten bislang nicht damit gerechnet, dass E.ON 2025 wieder das operative Ergebnisniveau von 2023 anpeilen werde. Das Management rechne im laufenden Jahr mit einem bereinigten operativen Gewinn von 9,6 bis 9,8 Milliarden Euro, womit das Niveau von 2023 selbst im schlechtesten Fall überschritten würde.
Außerdem würden E.ON die hohen Investitionen in die Karten spielen, insbesondere in den Ausbau der Netzinfrastruktur. Das Unternehmen habe am Mittwoch seine Investitionspläne ebenso wie seine mittelfristigen Gewinnerwartungen erhöht. Von 2024 bis 2028 wolle man nun 43 Milliarden Euro investieren. Das sei eine Milliarde mehr, als bislang geplant gewesen sei, die in den Ausbau der Netzinfrastruktur fließen solle.
Auch im Tagesgeschäft dürfte es in der Folge besser laufen: Den bereinigten operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) erwarte das Management 2028 nun bei über 11,3 Milliarden Euro statt bislang bei über 11,0 Milliarden. Analysten hätten 11,1 Milliarden Euro auf dem Zettel gehabt.
Die Essener seien bei der Ertragskraft in weiten Teilen an die von der Bundesnetzagentur vorgegebene Verzinsung gebunden. Wie diese ab 2029 für das Strom-Geschäft aussehen werde, sei "heute noch nicht absehbar", habe der Konzern erklärt. CEO Birnbaum habe deshalb die Investitionspläne nicht wie sonst üblich um ein Jahr fortgeschrieben. E.ON sei zwar bereit, weiter zu investieren, habe der Manager laut Mitteilung gesagt, "aber niemals um jeden Preis".
E.ON sei Deutschlands größter Stromversorger und -netzbetreiber. Er zähle im Heimatmarkt rund zwölf Millionen Strom- und zwei Millionen Erdgaskunden. Fast ein Drittel des Strom-Verteilnetzes gehöre zum Konzern. E.ON sei auch einer der größten Ladesäulenbetreiber. Nach Angaben des Unternehmens seien bis zu 78 Prozent des operativen Ergebnisses vom Regulator abhängig.
Derart kräftige Kurssprünge wie heute dürften bei E.ON weiterhin eher die Seltenheit bleiben. Dennoch bleibe der defensive Blue Chip eine sehr gute Beimischung für jedes Depot, zumal die Aktie mit einer stattlichen und verlässlichen Dividendenrendite punkte.
Der Stoppkurs kann nun auf 10,10 Euro nachgezogen werden, so Thorsten Küfner von "Der Aktionär". (Analyse vom 26.02.2025)
Enthält Material von dpa-AFX
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (26.02.2025/ac/a/d)
Archivbeitrag vom 26.02.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.