Wien (www.aktiencheck.de) - Deutsche Telekom-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:
Andreas Schiller, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), rät in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Deutsche Telekom AG (DT) (ISIN: DE0005557508, WKN: 555750, Ticker-Symbol: DTE, NASDAQ OTC-Symbol: DTEGF) nach wie vor zu kaufen.
Der Umsatz habe sich im Q4 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 5,4% auf EUR 30,93 Mrd. erhöht und habe damit leicht über den Konsensusschätzungen in Höhe von EUR 30,70 Mrd. gelegen. Das bereinigte EBITDA nach Leasingzahlungen habe sich um 6,2% auf EUR 10,63 Mrd. erhöht, habe damit jedoch den vom Unternehmen erstellten Konsens von EUR 10,81 Mrd. nicht erreichen können. Der bereinigte Nettogewinn habe sich um 28,5% auf EUR 2,35 Mrd. verbessert, was deutlich über den Erwartungen von EUR 2,06 Mrd. gelegen habe. In Bezug auf das Gesamtjahr 2024 habe sich die EBITDA-Marge von 36,2% um einen Prozentpunkt auf 37,2% verbessert.
Schulden und Cashflow: Die Gesamtschulden hätten zum Jahresende 2024 EUR 137,33 Mrd. betragen, was einem Anstieg von 3,8% im Vergleich zu EUR 132,28 Mrd. im Vorjahr entsprochen habe. Die Nettoverschuldung im Verhältnis zum bereinigten EBITDA habe 2,78 im Jahr 2024 betragen, verglichen mit 2,82 im Jahr 2023. Der freie Cashflow AL sei im Jahr 2024 um 18,7% auf EUR 19,16 Mrd. gestiegen, verglichen mit EUR 16,14 Mrd. im Jahr 2023.
Die Deutsche Telekom plane für 2024 eine Dividende in Höhe von EUR 0,90 je Aktie auszuschütten. Zudem seien für 2025 Aktienrückkäufe im Volumen von bis zu EUR 2 Mrd. geplant.
Kundenwachstum: In Deutschland sei die Anzahl der Mobilfunk-Vertragskunden um 5,4% auf 26,53 Mio. gestiegen, während die Breitbandanschlüsse um 0,9% auf 15,15 Mio. zugenommen hätten. Zudem sei die Churn Rate im Mobilfunkbereich in Deutschland im vierten Quartal 2024 auf 0,8% gegenüber 0,9% im Vorjahresquartal gesunken. Allerdings sei die Anzahl der Festnetzanschlüsse leicht um 1,1% auf 17,16 Mio. zurückgegangen. In den USA habe T-Mobile US einen Anstieg der Mobilfunk-Vertragskunden um 6,2% auf 104,12 Mio. verzeichnet, und auch in Europa habe die Anzahl der Mobilfunk-Vertragskunden um 2,7% auf 27,95 Mio. erhöht werden können.
Bestens positioniert für die Zukunftstrends: DT habe eine starke Präsenz im Bereich der Digitalisierung und habe bereits massiv in den Ausbau von 5G investiert. Zudem wolle sie ihr Netzwerk weiter verbessern, um den steigenden Anforderungen des Internet of Things (IoT) gerecht zu werden. Auch der Ausbau des Glasfasernetzes schreite in Deutschland voran: Ende 2024 hätten rund 10,1 Mio. Haushalte Zugriff auf Glasfaseranschlüsse gehabt, was einem Anstieg von 2,2 Mio. Haushalten im Vergleich zu 2023 entsprochen habe. Die Anzahl der tatsächlichen Glasfaser-Nutzer sei ebenfalls deutlich gestiegen: Im Jahr 2024 seien 472.000 neue Glasfaser-Kunden hinzugekommen, was einem Zuwachs von 61% im Vergleich zu 2023 entsprochen habe. Insgesamt habe DT nun etwa 1,5 Mio. aktive Glasfaser-Nutzer. Unterstützung komme auch vonseiten der Politik: So solle ein Teil von dem auf den Weg gebrachten Infrastrukturpaket in Höhe von EUR 500 Mrd. auch in die digitale Infrastruktur und somit den weiteren Glasfaser-Ausbau fließen.
Moderate Bewertung: Verglichen mit dem Sektor notiere DT bei den meisten Forward Multiples mit einem Aufschlag gegenüber den europäischen Mitbewerbern, was vor allem auf die solide Profitabilität zurückzuführen sei. Auf Basis ausgewählter Forward-Kennzahlen (KGV, EV/Sales, EV/EBITDA etc.) liege die Aktie etwas über dem eigenen langfristigen Durchschnitt, was in Anbetracht der zugrunde liegenden Geschäftsentwicklung vertretbar erscheine.
Ausblick: Für das Geschäftsjahr 2025 erwarte die Deutsche Telekom ein bereinigtes EBITDA AL von rund EUR 44,9 Mrd., ein Plus von rund 4,5% gegenüber 2024. Der bereinigte Free Cashflow AL solle um rund 4,0% auf rund EUR 19,9 Mrd. wachsen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie solle um rund 9,0% auf rund EUR 2,00 steigen.
DT habe eine starke Präsenz im Bereich der Digitalisierung und sei einer der führenden Anbieter von Telekommunikationsdiensten in Europa sowie in den USA. Auch in allen ESG-Aspekten gelte das Unternehmen als Vorreiter. Die zuletzt vorgelegten Q4-Ergebnisse und der weitere Ausblick für den Gesamtkonzern seien als durchaus solide einzuschätzen. Zudem dürfte sich das Infrastrukturpaket vorteilhaft auf den Glasfaser-Ausbau auswirken. Somit sei die Wachstumsperspektive des Konzerns weiterhin intakt, wobei Schiller die Bewertung trotz der guten Kursentwicklung noch immer vertretbar erscheine.
Andreas Schiller, Analyst der RBI, bestätigt seine bisherige "Kauf"-Empfehlung für die Deutsche Telekom-Aktie und erhöht sein Kursziel auf EUR 37,00. Das Kursziel basiere auf einem Multiple-Ansatz, die Zahlen auf Konsens- und eigenen Schätzungen. Der relative Bewertungsansatz berücksichtige eine historisch faire Bewertung inkl. Prämie im Vergleich zur eigenen 10-Jahres-Historie sowie zum Gesamtmarkt und Sektor. (Analyse vom 01.04.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:
3. RBI oder eine mit ihr verbundene juristische Person ist Market Maker oder Specialist oder Designated Sponsor oder Stabilisierungsmanager oder sonstiger Liquiditätsspender in den Finanzinstrumenten des Emittenten.
Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity (01.04.2025/ac/a/d)
Andreas Schiller, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), rät in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Deutsche Telekom AG (DT) (ISIN: DE0005557508, WKN: 555750, Ticker-Symbol: DTE, NASDAQ OTC-Symbol: DTEGF) nach wie vor zu kaufen.
Der Umsatz habe sich im Q4 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 5,4% auf EUR 30,93 Mrd. erhöht und habe damit leicht über den Konsensusschätzungen in Höhe von EUR 30,70 Mrd. gelegen. Das bereinigte EBITDA nach Leasingzahlungen habe sich um 6,2% auf EUR 10,63 Mrd. erhöht, habe damit jedoch den vom Unternehmen erstellten Konsens von EUR 10,81 Mrd. nicht erreichen können. Der bereinigte Nettogewinn habe sich um 28,5% auf EUR 2,35 Mrd. verbessert, was deutlich über den Erwartungen von EUR 2,06 Mrd. gelegen habe. In Bezug auf das Gesamtjahr 2024 habe sich die EBITDA-Marge von 36,2% um einen Prozentpunkt auf 37,2% verbessert.
Schulden und Cashflow: Die Gesamtschulden hätten zum Jahresende 2024 EUR 137,33 Mrd. betragen, was einem Anstieg von 3,8% im Vergleich zu EUR 132,28 Mrd. im Vorjahr entsprochen habe. Die Nettoverschuldung im Verhältnis zum bereinigten EBITDA habe 2,78 im Jahr 2024 betragen, verglichen mit 2,82 im Jahr 2023. Der freie Cashflow AL sei im Jahr 2024 um 18,7% auf EUR 19,16 Mrd. gestiegen, verglichen mit EUR 16,14 Mrd. im Jahr 2023.
Die Deutsche Telekom plane für 2024 eine Dividende in Höhe von EUR 0,90 je Aktie auszuschütten. Zudem seien für 2025 Aktienrückkäufe im Volumen von bis zu EUR 2 Mrd. geplant.
Kundenwachstum: In Deutschland sei die Anzahl der Mobilfunk-Vertragskunden um 5,4% auf 26,53 Mio. gestiegen, während die Breitbandanschlüsse um 0,9% auf 15,15 Mio. zugenommen hätten. Zudem sei die Churn Rate im Mobilfunkbereich in Deutschland im vierten Quartal 2024 auf 0,8% gegenüber 0,9% im Vorjahresquartal gesunken. Allerdings sei die Anzahl der Festnetzanschlüsse leicht um 1,1% auf 17,16 Mio. zurückgegangen. In den USA habe T-Mobile US einen Anstieg der Mobilfunk-Vertragskunden um 6,2% auf 104,12 Mio. verzeichnet, und auch in Europa habe die Anzahl der Mobilfunk-Vertragskunden um 2,7% auf 27,95 Mio. erhöht werden können.
Bestens positioniert für die Zukunftstrends: DT habe eine starke Präsenz im Bereich der Digitalisierung und habe bereits massiv in den Ausbau von 5G investiert. Zudem wolle sie ihr Netzwerk weiter verbessern, um den steigenden Anforderungen des Internet of Things (IoT) gerecht zu werden. Auch der Ausbau des Glasfasernetzes schreite in Deutschland voran: Ende 2024 hätten rund 10,1 Mio. Haushalte Zugriff auf Glasfaseranschlüsse gehabt, was einem Anstieg von 2,2 Mio. Haushalten im Vergleich zu 2023 entsprochen habe. Die Anzahl der tatsächlichen Glasfaser-Nutzer sei ebenfalls deutlich gestiegen: Im Jahr 2024 seien 472.000 neue Glasfaser-Kunden hinzugekommen, was einem Zuwachs von 61% im Vergleich zu 2023 entsprochen habe. Insgesamt habe DT nun etwa 1,5 Mio. aktive Glasfaser-Nutzer. Unterstützung komme auch vonseiten der Politik: So solle ein Teil von dem auf den Weg gebrachten Infrastrukturpaket in Höhe von EUR 500 Mrd. auch in die digitale Infrastruktur und somit den weiteren Glasfaser-Ausbau fließen.
Moderate Bewertung: Verglichen mit dem Sektor notiere DT bei den meisten Forward Multiples mit einem Aufschlag gegenüber den europäischen Mitbewerbern, was vor allem auf die solide Profitabilität zurückzuführen sei. Auf Basis ausgewählter Forward-Kennzahlen (KGV, EV/Sales, EV/EBITDA etc.) liege die Aktie etwas über dem eigenen langfristigen Durchschnitt, was in Anbetracht der zugrunde liegenden Geschäftsentwicklung vertretbar erscheine.
Ausblick: Für das Geschäftsjahr 2025 erwarte die Deutsche Telekom ein bereinigtes EBITDA AL von rund EUR 44,9 Mrd., ein Plus von rund 4,5% gegenüber 2024. Der bereinigte Free Cashflow AL solle um rund 4,0% auf rund EUR 19,9 Mrd. wachsen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie solle um rund 9,0% auf rund EUR 2,00 steigen.
DT habe eine starke Präsenz im Bereich der Digitalisierung und sei einer der führenden Anbieter von Telekommunikationsdiensten in Europa sowie in den USA. Auch in allen ESG-Aspekten gelte das Unternehmen als Vorreiter. Die zuletzt vorgelegten Q4-Ergebnisse und der weitere Ausblick für den Gesamtkonzern seien als durchaus solide einzuschätzen. Zudem dürfte sich das Infrastrukturpaket vorteilhaft auf den Glasfaser-Ausbau auswirken. Somit sei die Wachstumsperspektive des Konzerns weiterhin intakt, wobei Schiller die Bewertung trotz der guten Kursentwicklung noch immer vertretbar erscheine.
Andreas Schiller, Analyst der RBI, bestätigt seine bisherige "Kauf"-Empfehlung für die Deutsche Telekom-Aktie und erhöht sein Kursziel auf EUR 37,00. Das Kursziel basiere auf einem Multiple-Ansatz, die Zahlen auf Konsens- und eigenen Schätzungen. Der relative Bewertungsansatz berücksichtige eine historisch faire Bewertung inkl. Prämie im Vergleich zur eigenen 10-Jahres-Historie sowie zum Gesamtmarkt und Sektor. (Analyse vom 01.04.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:
3. RBI oder eine mit ihr verbundene juristische Person ist Market Maker oder Specialist oder Designated Sponsor oder Stabilisierungsmanager oder sonstiger Liquiditätsspender in den Finanzinstrumenten des Emittenten.
Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity (01.04.2025/ac/a/d)
Archivbeitrag vom 01.04.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.