Aktien des Tages

Deutsche Post: Bei der Vorlage der Jahreszahlen liegt die Aufmerksamkeit auf Zielen - Aktienanalyse

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Deutsche Post-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Thorsten Küfner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie des Bonner Logistikriesen Deutsche Post AG (ISIN: DE0005552004, WKN: 555200, Ticker-Symbol: DHL, NASDAQ OTC-Symbol: DPSTF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Am Mittwoch werde mit der DHL Group ein weiterer DAX-Konzern seine Zahlen für das vierte Quartal 2023 veröffentlichen. Zudem dürfte der Logistikriese seine Ergebniserwartungen über die Mitte des Jahrzehnts hinaus bekannt geben. Am Markt werde damit gerechnet, dass die DHL Group 2023 nicht an das Rekordjahr 2022 angeknüpft haben dürfte.

Da das Management und Analysten dies bereits so erwarten würden, liege die Aufmerksamkeit bei der Vorlage der Jahreszahlen auf den Zielen für 2024 und die kommenden Jahre. Im November habe das Management um den seit Mai amtierenden neuen Chef Tobias Meyer seine Ambitionen zurückschrauben müssen. Dies habe nicht nur für 2023 gegolten, sondern auch mittelfristig.

2023 solle der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Vergleich zum Rekordjahr 2022 demnach um mindestens ein Fünftel gesunken sein. Damals habe der DAX-Konzern im Tagesgeschäft über 8,4 Milliarden Euro verdient. Für 2023 sollten zwischen 6,2 und 6,6 Milliarden herausgesprungen sein. So habe sich der globale Welthandel im vergangenen Jahr nicht so zügig erholt wie zunächst angenommen.

Im Jahr 2025 solle der operative Gewinn dann zwar wieder auf 7 bis 8 Milliarden Euro steigen. Damit würde er aber noch nicht wieder das Niveau von 2022 erreichen. Seine mittelfristigen Ziele schreibe der Konzern seit einiger Zeit zur Vorlage der Jahreszahlen um ein weiteres Jahr fort. Voraussetzung für bessere Ergebnisse in den kommenden Jahren sei eine positive konjunkturelle Wende, die vor allem das Geschäft mit zeitkritischen Expresssendungen sowie die Speditionsleistungen auf dem See- und Luftweg begünstigen würden. Die beiden Segmente würden rund drei Viertel zum operativen Gewinn beisteuern.

Die Beförderung von Briefen und Paketen im Heimatmarkt trage am wenigsten zum operativen Gewinn des Unternehmens bei. Das Geschäft stehe jedoch bereits seit Jahren unter Druck. Schließlich würden E-Mails und Chats die schriftliche Kommunikation zunehmend dominieren. Darüber hinaus könne die DHL die gestiegenen Kosten aufgrund staatlicher Regulierung nur begrenzt an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergeben. Doch es gebe Hoffnung: So plane Bundesregierung das Postgesetz nun erstmals seit einem Vierteljahrhundert grundlegend zu reformieren. Im Rahmen dessen könnte die Deutsche Post mehr Zeit bei der Zustellung erhalten.

Bei der DHL Group laufe es gut. Zudem sei die Bewertung im Branchenvergleich günstig und das Papier locke mit einer attraktiven Dividendenrendite. Jedoch habe sich die charttechnische Lage zuletzt weiter verschlechtert.

Deshalb drängt sich ein Einstieg aktuell nach wie vor nicht auf, so Thorsten Küfner von "Der Aktionär". Wer bereits investiert ist, kann dabeibleiben (Stopp: 34,00 Euro). (Analyse vom 04.03.2024)

Mit Material von dpa-AFX

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Börsenplätze Deutsche Post-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Deutsche Post-Aktie:
42,15 EUR -0,84% (04.03.2024, 15:00)

XETRA-Aktienkurs Deutsche Post-Aktie:
42,22 EUR -0,76% (04.03.2024, 14:45)

ISIN Deutsche Post-Aktie:
DE0005552004

WKN Deutsche Post-Aktie:
555200

Ticker-Symbol Deutsche Post-Aktie:
DHL

NASDAQ OTC-Symbol Deutsche Post-Aktie:
DPSTF

Kurzprofil DHL Group:

DHL Group (ISIN: DE0005552004, WKN: 555200, Ticker-Symbol: DHL, NASDAQ OTC-Symbol: DPSTF) vereint zwei starke Marken: DHL bietet ein umfangreiches Serviceportfolio aus Paketversand, internationalem Expressversand, Frachttransport, Supply-Chain-Management und E-Commerce-Lösungen; Deutsche Post ist Europas führender Post- und Paketdienstleister. Der Konzern beschäftigt rund 600.000 Mitarbeiter in über 220 Ländern und Territorien der Welt. Im Jahr 2022 erzielte der Konzern einen Umsatz von mehr als 94 Milliarden Euro. (04.03.2024/ac/a/d)

Archivbeitrag vom 04.03.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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