Aktien des Tages

Deutsche Post: Verdi setzt nun auf Warnstreiks

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Deutsche Post-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Thorsten Küfner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Deutschen Post (ISIN: DE0005552004, WKN: 555200, Ticker-Symbol: DHL, NASDAQ OTC-Symbol: DPSTF) unter die Lupe.

Die Aktie der DHL Group habe zuletzt etwas Boden gut gemacht. Indes setze im Tarifkonflikt bei der Tochter Deutsche Post die Gewerkschaft Verdi nun auf Warnstreiks, um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. Beschäftigte in Großstädten und größeren Städten in allen Bundesländern seien am Dienstag zu vollschichtigen Warnstreiks aufgerufen worden, habe Verdi in Berlin mitgeteilt.

Es werde zu Ausfällen und Verzögerungen bei der Zustellung von Paketen und Briefen kommen. Verdi-Vize Andrea Kocsis habe den Schritt damit begründet, dass die zweite Verhandlungsrunde in der vergangenen Woche keine greifbaren Ergebnisse gebracht habe.

Verdi poche auf ein Lohnplus von sieben Prozent und zusätzliche Urlaubstage. Dass die Arbeitgeber diese Forderungen als nicht finanzierbar abgelehnt hätten, sei "nicht akzeptabel", so Kocsis. "Nur mit deutlichen Lohnsteigerungen für die Beschäftigten lassen sich die noch immer hohen Lebenshaltungskosten bewältigen." Die Botschaft der Warnstreiks sei klar, habe Kocsis gesagt. "Wir meinen es ernst, und wir sind bereit, für unsere Forderungen zu kämpfen."

In den Tarifverhandlungen stelle die Post den Spielraum für Lohnerhöhungen als "sehr gering" dar, weil die Briefmengen im Digitalzeitalter schrumpften und der Investitionsbedarf groß sei. Zum Jahresbeginn habe sich der Briefversand im Schnitt um 10,5 Prozent verteuert, das Porto für einen Standardbrief betrage seither 95 Cent und nicht mehr 85 Cent. Die Portoerhöhung habe die Bundesnetzagentur dem Unternehmen erlaubt. Aus Sicht der Firma sei das zu wenig gewesen, sie habe auf einen größeren Preisaufschlag gehofft.

Die Deutsche Post habe in ihrem Brief- und Paketgeschäft rund 170.000 Tarifbeschäftigte im Inland, sie gehöre zum Logistikkonzern DHL. Die nächste Verhandlungsrunde sei für den 12. und 13. Februar angesetzt.

Die Aktie der DHL Group habe sich indes an den vergangenen Handelstagen wieder erholt und einen Boden ausgebildet. Mutige könnten nun darauf spekulieren, dass die Marke von 36,00 Euro übersprungen werde, wodurch der DAX-Titel ein frisches Kaufsignal generieren würde. Wer darauf setzt, sollte die Position mit einem Stopp bei 31,00 Euro nach unten absichern, so Thorsten Küfner von "Der Aktionär" zur Aktie der Deutschen Post. (Analyse vom 28.01.2025)

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: DHL Group.

Enthält Material von dpa-AFX

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (28.01.2025/ac/a/d)

Archivbeitrag vom 28.01.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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