Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Deutsche Post-Aktienanalyse von "Der Aktionär":
Thorsten Küfner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der Deutschen Post (ISIN: DE0005552004, WKN: 555200, Ticker-Symbol: DHL, NASDAQ OTC-Symbol: DPSTF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Bereits seit mehreren Wochen trete der Aktienkurs der DHL Group praktisch auf der Stelle. Doch immerhin gehe es in einem anderen Bereich nun weiter voran. So habe die Reform des veralteten Postgesetzes eine weitere Hürde genommen. Der Wirtschaftsausschuss des Bundestags habe nun den Vorschlag von Vertretern der Ampel-Koalition angenommen.
Am Donnerstag solle das Plenum zustimmen, im Juli solle der Bundesrat am Zug sein. Gibt auch die Länderkammer grünes Licht, wäre das Postgesetz erstmals seit 1998 grundlegend reformiert. Damals seien Briefe weit wichtiger als heute gewesen, und der Online-Handel samt seiner Paketmassen habe noch in den Kinderschuhen gesteckt.
Laut dem Gesetzesentwurf, den der Ausschuss mehrheitlich angenommen habe, habe die Deutsche Post künftig weniger Zeitdruck. Sie müsse 95 Prozent der heute eingeworfenen Briefe erst in drei Werktagen abgeliefert haben. Derzeit gelte die Vorgabe für den zweiten Werktag nach Einwurf. Dadurch könne die Post Kosten senken und auf die inländische Briefbeförderung im Flugzeug verzichten, wodurch sie beim Klimaschutz vorankomme und weniger Kosten habe. Für den Verbraucher heiße das, dass er im Schnitt länger auf einen Brief werde warten müssen.
In anderen Teilen der Reform gehe es darum, die Arbeitsbedingungen in der Branche zu verbessern. So sollten Pakete, die mehr als 20 Kilogramm wögen, künftig im Regelfall nur noch von zwei Menschen zugestellt werden - es sei denn, es stünden geeignete technisches Hilfsmittel zur Verfügung, dann sei auch die Ein-Personen-Zustellung erlaubt. Subunternehmer, deren Einsatz vor allem Gewerkschaften sehr kritisch sehen würden, sollten künftig effektiver kontrolliert werden.
Außerdem werde der Einsatz von Brief- und Paketautomaten erleichtert. Sie könnten künftig bei der Erfüllung einer Filialnetz-Pflicht angerechnet werden. Es könne also sein, dass in einigen Dörfern und am Stadtrand künftig mehr Automaten aufgestellt würden als bislang. Dort gebe es dann keine Filiale mehr.
Das neue Postgesetz dürfte der DHL Group voll in die Karten spielen. Der DAX-Konzern könne dadurch Kosten und Emissionen sparen. Die Perspektiven für den Logistikriesen seien weiterhin relativ gut, zumal die Weltwirtschaft zumindest wieder etwas an Fahrt gewinne. Zudem sei die Bewertung im Branchenvergleich immer noch attraktiv.
Allerdings drängt sich beim Blick auf das Chartbild aktuell kein Einstieg auf. Wer die DAX-Titel bereits im Depot hat, bleibt dabei und sichert die Position mit einem Stopp bei 34,00 Euro nach unten ab, so Thorsten Küfner von "Der Aktionär". (Analyse vom 12.06.2024)
Mit Material von dpa-AFX
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: DHL Group.
Der Vorstand der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Leon Mülller, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: DHL Group.
Börsenplätze Deutsche Post-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs Deutsche Post-Aktie:
38,73 EUR 0,00% (12.06.2024, 14:04)
XETRA-Aktienkurs Deutsche Post-Aktie:
38,65 EUR -0,08% (12.06.2024, 13:56)
ISIN Deutsche Post-Aktie:
DE0005552004
WKN Deutsche Post-Aktie:
555200
Ticker-Symbol Deutsche Post-Aktie:
DHL
NASDAQ OTC-Symbol Deutsche Post-Aktie:
DPSTF
Kurzprofil DHL Group:
DHL Group (ISIN: DE0005552004, WKN: 555200, Ticker-Symbol: DHL, NASDAQ OTC-Symbol: DPSTF) vereint zwei starke Marken: DHL bietet umfangreiche Lösungen in den Bereichen Paketversand, Expressversand, Frachttransport, Supply-Chain-Management und E-Commerce. Deutsche Post ist der größte Postdienstleister Europas und Marktführer im deutschen Briefmarkt. Der Konzern beschäftigt weltweit ca. 600.000 Mitarbeiter*innen. Im Jahr 2023 erzielte der Konzern einen Umsatz von 81,8 Milliarden Euro. (12.06.2024/ac/a/d)
Thorsten Küfner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der Deutschen Post (ISIN: DE0005552004, WKN: 555200, Ticker-Symbol: DHL, NASDAQ OTC-Symbol: DPSTF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Bereits seit mehreren Wochen trete der Aktienkurs der DHL Group praktisch auf der Stelle. Doch immerhin gehe es in einem anderen Bereich nun weiter voran. So habe die Reform des veralteten Postgesetzes eine weitere Hürde genommen. Der Wirtschaftsausschuss des Bundestags habe nun den Vorschlag von Vertretern der Ampel-Koalition angenommen.
Am Donnerstag solle das Plenum zustimmen, im Juli solle der Bundesrat am Zug sein. Gibt auch die Länderkammer grünes Licht, wäre das Postgesetz erstmals seit 1998 grundlegend reformiert. Damals seien Briefe weit wichtiger als heute gewesen, und der Online-Handel samt seiner Paketmassen habe noch in den Kinderschuhen gesteckt.
Laut dem Gesetzesentwurf, den der Ausschuss mehrheitlich angenommen habe, habe die Deutsche Post künftig weniger Zeitdruck. Sie müsse 95 Prozent der heute eingeworfenen Briefe erst in drei Werktagen abgeliefert haben. Derzeit gelte die Vorgabe für den zweiten Werktag nach Einwurf. Dadurch könne die Post Kosten senken und auf die inländische Briefbeförderung im Flugzeug verzichten, wodurch sie beim Klimaschutz vorankomme und weniger Kosten habe. Für den Verbraucher heiße das, dass er im Schnitt länger auf einen Brief werde warten müssen.
In anderen Teilen der Reform gehe es darum, die Arbeitsbedingungen in der Branche zu verbessern. So sollten Pakete, die mehr als 20 Kilogramm wögen, künftig im Regelfall nur noch von zwei Menschen zugestellt werden - es sei denn, es stünden geeignete technisches Hilfsmittel zur Verfügung, dann sei auch die Ein-Personen-Zustellung erlaubt. Subunternehmer, deren Einsatz vor allem Gewerkschaften sehr kritisch sehen würden, sollten künftig effektiver kontrolliert werden.
Außerdem werde der Einsatz von Brief- und Paketautomaten erleichtert. Sie könnten künftig bei der Erfüllung einer Filialnetz-Pflicht angerechnet werden. Es könne also sein, dass in einigen Dörfern und am Stadtrand künftig mehr Automaten aufgestellt würden als bislang. Dort gebe es dann keine Filiale mehr.
Das neue Postgesetz dürfte der DHL Group voll in die Karten spielen. Der DAX-Konzern könne dadurch Kosten und Emissionen sparen. Die Perspektiven für den Logistikriesen seien weiterhin relativ gut, zumal die Weltwirtschaft zumindest wieder etwas an Fahrt gewinne. Zudem sei die Bewertung im Branchenvergleich immer noch attraktiv.
Allerdings drängt sich beim Blick auf das Chartbild aktuell kein Einstieg auf. Wer die DAX-Titel bereits im Depot hat, bleibt dabei und sichert die Position mit einem Stopp bei 34,00 Euro nach unten ab, so Thorsten Küfner von "Der Aktionär". (Analyse vom 12.06.2024)
Mit Material von dpa-AFX
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: DHL Group.
Der Vorstand der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Leon Mülller, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: DHL Group.
Börsenplätze Deutsche Post-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs Deutsche Post-Aktie:
38,73 EUR 0,00% (12.06.2024, 14:04)
XETRA-Aktienkurs Deutsche Post-Aktie:
38,65 EUR -0,08% (12.06.2024, 13:56)
ISIN Deutsche Post-Aktie:
DE0005552004
WKN Deutsche Post-Aktie:
555200
Ticker-Symbol Deutsche Post-Aktie:
DHL
NASDAQ OTC-Symbol Deutsche Post-Aktie:
DPSTF
Kurzprofil DHL Group:
DHL Group (ISIN: DE0005552004, WKN: 555200, Ticker-Symbol: DHL, NASDAQ OTC-Symbol: DPSTF) vereint zwei starke Marken: DHL bietet umfangreiche Lösungen in den Bereichen Paketversand, Expressversand, Frachttransport, Supply-Chain-Management und E-Commerce. Deutsche Post ist der größte Postdienstleister Europas und Marktführer im deutschen Briefmarkt. Der Konzern beschäftigt weltweit ca. 600.000 Mitarbeiter*innen. Im Jahr 2023 erzielte der Konzern einen Umsatz von 81,8 Milliarden Euro. (12.06.2024/ac/a/d)
Archivbeitrag vom 12.06.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.