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Deutsche Post: Erholung in zweiter Jahreshälfte erwartet - Aktienanalyse

Wien (www.aktiencheck.de) - Deutsche Post-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Gregor Koppensteiner, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), rät die Aktie der Deutschen Post (ISIN: DE0005552004, WKN: 555200, Ticker-Symbol: DHL, NASDAQ OTC-Symbol: DPSTF) weiterhin zu kaufen.

Eine deutliche Belebung der Weltkonjunktur sei im ersten Quartal 2024 wie erwartet ausgeblieben. Vor diesem Hintergrund sei bei DHL der Konzernumsatz von EUR 20,9 Mrd. im ersten Quartal des Vorjahres auf EUR 20,3 Mrd. zurückgegangen, während im Vorfeld mit EUR 20,6 Mrd. gerechnet worden sei. Das operative Ergebnis (EBIT) habe mit EUR 1,3 Mrd. wie antizipiert um knapp 20% unter dem Vorjahreswert gelegen, habe jedoch den Vergleichszeitraum des Vor-Pandemie-Jahres 2019 übertroffen (Q1 2019: EUR 1,2 Mrd.).

Dank des breiten Logistik-Portfolios habe der Konzern die schwachen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der letzten Quartale in Teilen abfedern können. Bei DHL Express, dem Kurier- und Expressversanddienst für zuverlässigen Transport von Dokumenten, Paketen und Frachtgütern, seien die Volumina seit Ende 2022 zurückgegangen, wenn auch weniger stark als im Marktdurchschnitt. DHL Global Forwarding, Freight, spezialisiert auf die Organisation von Luft-, See-, Bahn- und Straßentransporten, habe sich mit Gegenwind durch geringere Frachtvolumina und der erwarteten Normalisierung der Frachtraten konfrontiert gesehen. Positiv habe sich dagegen das Geschäft von DHL Supply Chain entwickelt, das Beratung und Implementierung von Lösungen zur Optimierung der Lieferkette anbiete. DHL eCommerce und das deutsche Postgeschäft hätten vom intakten Strukturtrend E-Commerce profitiert.

Im Rahmen der Hauptversammlung sei am 3. Mai 2024 eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von EUR 1,85 je Aktie vorschlagen worden, was einer Dividendenrendite von 4,7% entspreche. Das bestehende Aktienrückkaufprogramm (2022 bis 2024) werde bis 2025 verlängert und das Volumen um EUR 1 Mrd. auf EUR 4 Mrd. deutlich erhöht.

Für das erste Halbjahr 2024 rechne DHL weiterhin nicht mit einer breiten konjunkturellen Erholung, sondern mit teilweise weiter rückläufigen Marktvolumina. Für das zweite Halbjahr gehe man weiterhin von einer positiveren Dynamik der Weltwirtschaft aus. Für das Geschäftsjahr 2024 werde ein EBIT zwischen EUR 6,0 Mrd. und EUR 6,6 Mrd. prognostiziert, bisher sei ein Wert leicht oberhalb dieser Bandbreite erwartet worden. In der Mittelfristprognose für das Jahr 2026 erwarte DHL ein EBIT zwischen EUR 7,5 Mrd. und EUR 8,5 Mrd., was vor dem Hintergrund der aktuellen Konsensschätzungen durchaus optimistisch erscheine. Wettbewerber wie UPS und FedEx würden ebenso von einem schwächeren ersten Halbjahr ausgehen, für die zweite Jahreshälfte würden die US-Paketdienstleister dann wieder steigende Volumina prognostizieren.

DHL stehe mit der rückläufigen Entwicklung in der Paket- und Logistikbranche nicht allein da. Gegenüber den Corona-Jahren mit dem Boom im Online-Handel seien die Frachtraten deutlich gesunken, die Basiseffekte würden sich schön langsam verflüchtigen. Der lahmende Welthandel würden den Unternehmen zusätzlich zusetzen. Auch müsse man die Folgen der Angriffe der Huthi auf Handelsschiffe im Roten Meer verkraften, wobei DHL aufgrund eines breit gestreuten Logistik-Portfolios die Transporte teils umschichten könne.

Der solide Ausblick, die ESG-Ambitionen und die moderate Bewertung würden das Gesamtbild abrunden. Dementsprechend und nicht zuletzt auch aufgrund einer soliden Dividendenpolitik bestätigt Gregor Koppensteiner, Analyst der Raiffeisen Bank International AG, seine "Kauf"-Empfehlung für die Deutsche Post-Aktie, passt sein Kursziel jedoch auf EUR 45 an. Seine Bewertung basiere auf einem gemischten Multiples-Ansatz, welcher die Performance im Vergleich zur eigenen Historie und zum breiten Markt berücksichtige. (Analyse vom 15.05.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity

Börsenplätze Deutsche Post-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Deutsche Post-Aktie:
39,75 EUR +0,43% (15.05.2024, 15:18)

XETRA-Aktienkurs Deutsche Post-Aktie:
39,74 EUR +0,89% (15.05.2024, 15:04)

ISIN Deutsche Post-Aktie:
DE0005552004

WKN Deutsche Post-Aktie:
555200

Ticker-Symbol Deutsche Post-Aktie:
DHL

NASDAQ OTC-Symbol Deutsche Post-Aktie:
DPSTF

Kurzprofil DHL Group:

DHL Group (ISIN: DE0005552004, WKN: 555200, Ticker-Symbol: DHL, NASDAQ OTC-Symbol: DPSTF) vereint zwei starke Marken: DHL bietet umfangreiche Lösungen in den Bereichen Paketversand, Expressversand, Frachttransport, Supply-Chain-Management und E-Commerce. Deutsche Post ist der größte Postdienstleister Europas und Marktführer im deutschen Briefmarkt. Der Konzern beschäftigt weltweit ca. 600.000 Mitarbeiter*innen. Im Jahr 2023 erzielte der Konzern einen Umsatz von 81,8 Milliarden Euro. (15.05.2024/ac/a/d)

Archivbeitrag vom 15.05.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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