Wien (www.aktiencheck.de) - Deutsche Post-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:
Gregor Koppensteiner, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), nimmt die Aktie der Deutschen Post (ISIN: DE0005552004, WKN: 555200, Ticker-Symbol: DHL, NASDAQ OTC-Symbol: DPSTF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Die Ergebnisse der Deutschen Post hätten über bzw. im Rahmen der Erwartungen gelegen, doch das konjunkturbedingt schwache B2B-Geschäft veranlasse das Management, die Gewinnprognose für das restliche Jahr nach unten zu revidieren. Auch das mittelfristige EBIT-Wachstum sei adjustiert worden.
Der Umsatz des weltweit tätigen Logistikkonzerns sei im dritten Quartal 2024 trotz der anhaltend schwachen Weltkonjunktur um 6,2% auf EUR 20,6 Mrd. gestiegen (Q3 2023: EUR 19,4 Mrd.). Zuvor seien EUR 20,1 Mrd. erwartet worden. Das Übertreffen der Erwartungen sei von den beiden größten Unternehmensbereichen ermöglicht worden: Die Division Express habe im dritten Quartal ein Umsatz- und Ergebniswachstum von rund 3% verzeichnet. Aufgrund der anhaltend schwachen Marktdynamik seien die täglichen Volumina im dritten Quartal um 5,9% gesunken. Die Division begegne der schwachen Volumenentwicklung jedoch mit einem effektiven Ertrags- und Kostenmanagement sowie einer Optimierung der Kapazitäten.
Im zweitgrößten Unternehmensbereich Global Forwarding, Freight sei der Umsatz im dritten Quartal aufgrund höherer Volumina und Seefrachtraten um 14% gestiegen, während das operative Ergebnis margenbedingt um knapp 10% zurückgegangen sei. Die Luft- und Seefrachtvolumina seien vor allem auf den Routen aus Asien gestiegen. Das operative Ergebnis (EBIT) auf Konzernebene sei somit mit EUR 1,4 Mrd. im Vergleich zum Vorjahresquartal stabil geblieben und habe damit nicht nur im Rahmen der Markterwartungen gelegen, sondern auch deutlich über dem Niveau vor der Pandemie (Q3 2019: EUR 942 Mio.).
Ausblick: Der Vorstand gehe weiterhin davon aus, dass der Konzern bis zum Jahresende von einem saisonal bedingten Anstieg der B2C-Sendungsmengen profitieren werde. Für die Entwicklung der B2B-Volumina und des Briefgeschäfts zeichne sich auf Basis der Entwicklung im Oktober derzeit jedoch noch keine positivere Dynamik ab. Auch in der Luftfracht würden die Margen - trotz saisonal bedingt leicht steigender Volumina - hinter den Erwartungen zurückbleiben.
Das Management sehe sich daher gezwungen, die Konzern-EBIT-Prognose für das Jahr 2024 auf über EUR 5,8 Mrd. (bisher: EUR 6,0 Mrd. bis EUR 6,6 Mrd.) zu reduzieren. Die Konsensschätzung habe zuvor bei knapp EUR 6,0 Mrd. gelegen. Auf Basis der angepassten Erwartungen für 2024 und des schwächeren makroökonomischen Umfelds, insbesondere in Europa, habe der Vorstand auch die Prognose für das mittelfristige Wachstum des Konzern-EBIT auf über EUR 7,0 Mrd. (bisher: EUR 7,5 Mrd. bis EUR 8,5 Mrd.) für das Geschäftsjahr 2026 adjustiert. Hier sei auch der Konsens optimistischer gewesen und habe zuletzt ein EBIT von EUR 7,2 Mrd. erwartet.
Trotz des nach unten angepassten Ausblicks habe es vorbörslich keine nennenswerten Kursbewegungen gegeben.
Die letzte Empfehlung zur Aktie der Deutschen Post lautete "Kauf", so Gregor Koppensteiner, Analyst der Raiffeisen Bank International AG. (Analyse vom 05.11.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:
Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity. (05.11.2024/ac/a/d)
Gregor Koppensteiner, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), nimmt die Aktie der Deutschen Post (ISIN: DE0005552004, WKN: 555200, Ticker-Symbol: DHL, NASDAQ OTC-Symbol: DPSTF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Die Ergebnisse der Deutschen Post hätten über bzw. im Rahmen der Erwartungen gelegen, doch das konjunkturbedingt schwache B2B-Geschäft veranlasse das Management, die Gewinnprognose für das restliche Jahr nach unten zu revidieren. Auch das mittelfristige EBIT-Wachstum sei adjustiert worden.
Der Umsatz des weltweit tätigen Logistikkonzerns sei im dritten Quartal 2024 trotz der anhaltend schwachen Weltkonjunktur um 6,2% auf EUR 20,6 Mrd. gestiegen (Q3 2023: EUR 19,4 Mrd.). Zuvor seien EUR 20,1 Mrd. erwartet worden. Das Übertreffen der Erwartungen sei von den beiden größten Unternehmensbereichen ermöglicht worden: Die Division Express habe im dritten Quartal ein Umsatz- und Ergebniswachstum von rund 3% verzeichnet. Aufgrund der anhaltend schwachen Marktdynamik seien die täglichen Volumina im dritten Quartal um 5,9% gesunken. Die Division begegne der schwachen Volumenentwicklung jedoch mit einem effektiven Ertrags- und Kostenmanagement sowie einer Optimierung der Kapazitäten.
Im zweitgrößten Unternehmensbereich Global Forwarding, Freight sei der Umsatz im dritten Quartal aufgrund höherer Volumina und Seefrachtraten um 14% gestiegen, während das operative Ergebnis margenbedingt um knapp 10% zurückgegangen sei. Die Luft- und Seefrachtvolumina seien vor allem auf den Routen aus Asien gestiegen. Das operative Ergebnis (EBIT) auf Konzernebene sei somit mit EUR 1,4 Mrd. im Vergleich zum Vorjahresquartal stabil geblieben und habe damit nicht nur im Rahmen der Markterwartungen gelegen, sondern auch deutlich über dem Niveau vor der Pandemie (Q3 2019: EUR 942 Mio.).
Ausblick: Der Vorstand gehe weiterhin davon aus, dass der Konzern bis zum Jahresende von einem saisonal bedingten Anstieg der B2C-Sendungsmengen profitieren werde. Für die Entwicklung der B2B-Volumina und des Briefgeschäfts zeichne sich auf Basis der Entwicklung im Oktober derzeit jedoch noch keine positivere Dynamik ab. Auch in der Luftfracht würden die Margen - trotz saisonal bedingt leicht steigender Volumina - hinter den Erwartungen zurückbleiben.
Das Management sehe sich daher gezwungen, die Konzern-EBIT-Prognose für das Jahr 2024 auf über EUR 5,8 Mrd. (bisher: EUR 6,0 Mrd. bis EUR 6,6 Mrd.) zu reduzieren. Die Konsensschätzung habe zuvor bei knapp EUR 6,0 Mrd. gelegen. Auf Basis der angepassten Erwartungen für 2024 und des schwächeren makroökonomischen Umfelds, insbesondere in Europa, habe der Vorstand auch die Prognose für das mittelfristige Wachstum des Konzern-EBIT auf über EUR 7,0 Mrd. (bisher: EUR 7,5 Mrd. bis EUR 8,5 Mrd.) für das Geschäftsjahr 2026 adjustiert. Hier sei auch der Konsens optimistischer gewesen und habe zuletzt ein EBIT von EUR 7,2 Mrd. erwartet.
Trotz des nach unten angepassten Ausblicks habe es vorbörslich keine nennenswerten Kursbewegungen gegeben.
Die letzte Empfehlung zur Aktie der Deutschen Post lautete "Kauf", so Gregor Koppensteiner, Analyst der Raiffeisen Bank International AG. (Analyse vom 05.11.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:
Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity. (05.11.2024/ac/a/d)
Archivbeitrag vom 05.11.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.