Aktien des Tages

Deutsche Post Aktie: Der Logistikkonzern reagiert gelassen auf Ankündigungen von US-Zöllen

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Deutsche Post-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Thorsten Küfner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Deutschen Post (ISIN: DE0005552004, WKN: 555200, Ticker-Symbol: DHL, NASDAQ OTC-Symbol: DPSTF) unter die Lupe.

Gestern sei es an den Märkten auf breiter Basis nach unten gegangen. Denn die Ankündigungen von US-Zöllen auf Waren aus Mexiko, China und Kanada hätten wieder die Sorgen vor einem Handelskrieg geschürt, der die gesamte Weltwirtschaft stark belasten würde. Dementsprechend sei auch der Aktienkurs des global agierenden Logistikriesen DHL Group gesunken, der unter einer lahmenden Konjunktur leiden würde.

Im weiteren Tagesverlauf habe der DAX-Titel die anfänglichen Kursverluste wieder verringern können. Der Bonner Logistikkonzern habe indes relativ gelassen auf die vom US-Präsidenten Donald Trump verhängten neuen Einfuhrzölle reagiert. So habe das Unternehmen zum einen erklärt, man werde den Kunden helfen, die Auswirkungen der neuen Regelungen im Handel mit US-Firmen zu verstehen. Schließlich habe der Konzern lange Erfahrung damit, mit politischen Entscheidungen sowie sich ändernden Marktbedingungen umzugehen.

Zum anderen habe die DHL Group betont, dass man den freien Welthandel als zentrales Element für das wirtschaftliche Wachstum halte. Durch die Einführung von Zöllen würden hingegen die Lieferketten komplexer. Die DHL Group habe zudem mitgeteilt, dass der Welthandel sich in der Vergangenheit bereits mehrfach als robust erwiesen habe und etwa Krisen beispielsweise den Brexit oder die Corona-Pandemie überstanden habe. "Auch wenn sich die USA weiter isolieren sollten: Der Welthandel hängt nicht allein an den USA", habe das Unternehmen betont.

Immerhin: Gestern habe Trump erklärt, dass er nach Telefongesprächen mit der mexikanischen Präsidentin Claudia Sheinbaum sowie dem kanadischen Präsident Justin Trudeau die zunächst für Montag angekündigten Importzölle nun vorerst um einen Monat aufgeschoben würden. Allerdings habe China nun selbst mit Zöllen auf US-Importe von Flüssiggas oder auch Kohle reagiert. Ein erneuter Handelskrieg zwischen China und den USA werde also wieder wahrscheinlicher.

Die Aussagen der DHL Group seien natürlich korrekt. Grund zur Panik bestehe nicht. Dennoch würden die Sorgen vor einem Handelskrieg bestehen bleiben. Wer auf eine Erholung der günstig bewerteten Aktien des Bonner Logistikriesen spekuliert, sollte die Position weiterhin mit einem Stoppkurs bei 31,00 Euro nach unten absichern, so Thorsten Küfner von "Der Aktionär". (Analyse vom 04.02.2025)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: DHL Group. (04.02.2025/ac/a/d)

Archivbeitrag vom 04.02.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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