Aktien des Tages

Deutsche Post Aktie: Eine Meldung aus den USA hat den Marktteilnehmern gar nicht geschmeckt

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Deutsche Post-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Thorsten Küfner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Deutschen Post (ISIN: DE0005552004, WKN: 555200, Ticker-Symbol: DHL, NASDAQ OTC-Symbol: DPSTF) unter die Lupe.

Die Aktie des Bonner Logistikriesen DHL Group habe ihren Anteilseignern auch im gestrigen Handel wenig Freude gemacht und wieder einmal nachgegeben. Denn aus den USA habe es eine Meldung gegeben, die den Marktteilnehmern gar nicht geschmeckt habe. So würden zurückgehende Paketmengen dem US-Paketdienst UPS weiterhin zu schaffen machen.

Der größte Kunde reduziere die zu transportierenden Mengen bis Mitte 2026 um mehr als die Hälfte, wie United Parcel Service (UPS) am Donnerstag in Atlanta mitgeteilt habe. Dem Vernehmen nach handle es sich dabei um den Online-Riesen Amazon. Vor diesem Hintergrund straffe UPS seine Infrastruktur im Heimatmarkt und wolle kräftig sparen. Nach einer Stagnation im vergangenen Jahr möge der Umsatz 2025 zurückgehen. Diese Neuigkeiten hätten am Donnerstag die Anleger schockt, sie hätten mit einer Trendwende gerechnet.

Die UPS-Aktie sei vorbörslich um 13 Prozent gefallen und habe dabei auch die Konkurrenzwerte Fedex und DHL abwärts gezogen. Die Logistikbranche leide seit geraumer Zeit unter rückläufigen Paketmengen. Wegen der in vielen Ländern schwächelnden Konjunktur und dem damit einhergehenden schleppenden Welthandel würden die Kunden der Konzerne deutlich weniger Waren versenden. Außerdem würden sie vermehrt die Standard-Versandangebote nutzen, anstatt der Premium-Produkte von UPS.

Hinzu komme, dass allen voran Amazon seit geraumer Zeit ein eigenes Versandnetzwerk aufbaue. Gleichzeitig würden chinesische Online-Shops wie Temu und Shein angesichts der riesigen Mengen, die sie rund um den Globus versenden, in harte Preisverhandlungen mit den Logistikern gehen.

Die schwierigen Zeiten bei den Versanddienstleistern würden sich auch in den Kursentwicklungen ihrer Aktien widerspiegeln. UPS-Papiere hätten die vergangenen drei Jahre in Folge jeweils Verluste eingefahren. Und auch bei der DHL sehe es nicht viel besser aus: Zwar habe im Jahr 2023 ein Plus gestanden, per Saldo habe sich das Papier aber seit Anfang 2022 um ein Drittel verbilligt.

UPS wolle nun eine mehrjährige "Effizienzinitiative" starten. Unter anderem durch die Nutzung einer geringeren Zahl von Gebäuden, Fahr- und Flugzeugen sollten konzernweit Einsparungen in Höhe von etwa einer Milliarde US-Dollar erzielt werden. So sollten sich operative Marge, Barmittelzuflüsse sowie die Kapitalrendite verbessern.

Zunächst einmal aber müsse UPS den schwierigen Umständen ins Auge blicken. Für 2025 erwarte das UPS-Management um Chefin Carol Tomé einen Umsatzrückgang auf 89 Milliarden Dollar. Von Bloomberg befragte Analysten hätten hingegen eine Steigerung auf 94 Milliarden Dollar erwartet. Die Profitabilität von UPS solle sich derweil etwas verbessern und 10,8 Prozent erreichen.

Bei der UPS dränge sich weiterhin kein Einstieg auf. Die günstiger bewertete Aktie der DHL Group sei eher einen Blick wert. Wer auf eine Erholung des Bonner Logistikriesen spekuliert, sollte die Position mit einem Stoppkurs bei 31,00 Euro platzieren, so Thorsten Küfner von "Der Aktionär" zur Deutsche Post-Aktie. (Analyse vom 31.01.2025)

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: DHL Group.

Enthält Material von dpa-AFX

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (31.01.2025/ac/a/d)

Archivbeitrag vom 31.01.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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