Aktien des Tages

Deutsche Börse AG legt Quartalszahlen vor - Der Nettogewinn deutlich über Erwartungen, Prognose erhöht - Aktienanalyse

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Deutsche Börse AG-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Martin Mrowka vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der Deutsche Börse AG (ISIN: DE0005810055, WKN: 581005, Ticker-Symbol: DB1, NASDAQ OTC-Symbol: DBOEF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Der deutsche Börsenbetreiber Deutsche Börse AG habe am Mittwoch nach Xetra-Handelsschluss seine Quartalszahlen vorgelegt und damit positiv überrascht. Der Nettogewinn sei deutlich stärker gestiegen, als von Analysten erwartet. Nun sei die Prognose für das Gesamtjahr angehoben worden. Die Börse-Aktie gewinne im späten Handel kräftig.

Die Deutsche Börse AG bleibe dank guter Geschäfte in allen Bereichen und Übernahmen weiter auf Erfolgskurs. In den drei Monaten bis Ende Juni hätten Erlöse und Gewinn im Vergleich zum Vorjahr erneut zweistellig zugelegt. Im zweiten Quartal seien die Erlöse dank unter anderem eines hohen Absicherungsbedarfs der Investoren und höherer Zinsen um 19 Prozent auf fast 1,5 Milliarden Euro geklettert, habe das im DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) notierte Unternehmen am Abend mitgeteilt.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe um 16 Prozent 848 Millionen Euro angezogen. Der den Aktionären zurechenbare Nettogewinn habe mit 498,6 Millionen Euro etwa 13 Prozent höher als im Vorjahr gelegen. Analysten hätten lediglich mit einem Plus von acht Prozent gerechnet.

Der Konzern rechne jetzt beim Nettoerlös und operativen Gewinn im laufenden Jahr jeweils mit etwas mehr als bislang. Für Analysten sei dies allerdings keine Überraschung. Die neuen Unternehmensziele lägen immer noch leicht unter der durchschnittlichen Erwartung der Experten.

Für 2024 rechne Noch-Konzernchef Theodor Weimer bei den Nettoerlösen mit einem Anstieg auf mehr als 5,7 Euro und habe einen Anstieg des operativen Gewinns auf mehr als 3,3 Milliarden Euro in Ansicht gestellt. Beim Erlös wäre das ein Anstieg um mindestens zwölf Prozent und beim operativen Ergebnis ein Plus von rund 14 Prozent. Die Deutsche Börse AG solle auch mittelfristig weiter stark zulegen. Bis einschließlich 2026 strebe der Vorstand Jahr für Jahr ein zweistelliges Plus beim Umsatz- und Ergebnis an.

Auch das Zinsumfeld spiele der Börse im ersten Halbjahr entgegen den Erwartungen zum Jahresanfang in die Karten, sei es doch auf einem konstant hohen Niveau geblieben. Dies treibe bei der Deutschen Börse AG die Erlöse im Geschäft mit der Verwahrung von Wertpapieren nach oben.

Am Finanzmarkt seien die Quartalszahlen positiv aufgenommen worden. Der Kurs der Aktie habe im späten Mittwochs-Handel auf der Handelsplattform Tradegate um 2,3 Prozent auf 192,45 Euro zugelegt. Damit nähere sich das Deutsche Börse AG-Papier nach einer kurzen Schwächephase wieder dem Ende Juni erreichten Rekordhoch bei 194,85 Euro.

Das Unternehmen habe Anfang März die Nachfolge Weimers geregelt. Zum 1. Oktober werde Stephan Leithner Co-Chef der Deutschen Börse AG. Der frühere Deutsche Bank-Manager Leithner, der seit 2018 Mitglied des Deutsche Börse AG-Vorstands sei, sei zudem Anfang März zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden befördert worden.

Weimer habe in seiner jetzt mehr als sechsjährigen Amtszeit vor allem das Geschäft mit Daten und Softwarelösungen unter anderem mit Übernahmen ausgebaut. Größter Coup sei der im Herbst 2023 abgeschlossene Rekordzukauf des dänischen Software-Anbieters Simcorp für 3,9 Milliarden Euro gewesen. Der frühere HVB-Manager habe damit bei dem Börsenbetreiber die Abhängigkeit von den Schwankungen an den Finanzmärkten weiter reduziert. Von dem Erlösanstieg von 19 Prozent im zweiten Quartal seien elf Prozentpunkte auf Simcorp zurückzuführen.

Der künftige Chef Leithner trete am Kapitalmarkt in große Fußstapfen. Seit dem Amtsantritt Weimers habe sich der Kurs der Börse-Aktie fast verdoppelt. Die Deutsche Börse AG komme damit derzeit auf einen Börsenwert von fast 36 Milliarden Euro und sei damit wertvoller als die Deutsche Bank (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) mit knapp 29 Milliarden Euro oder die Commerzbank (ISIN DE000CBK1001/ WKN CBK100), die derzeit auf rund 17 Milliarden Euro komme.

Das Geschäftsmodell der Deutschen Börse AG sei praktisch konjunkturunabhängig und verspreche auch noch in den kommenden Jahren steigende Wachstumsraten.

"Der Aktionär" hatte zuletzt das Kursziel auf 250 Euro erhöht, so Martin Mrowka von "Der Aktionär" zur Deutsche Börse AG-Aktie. (Analyse vom 24.07.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Deutsche Börse AG-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Deutsche Börse AG-Aktie:
192,45 EUR +2,37% (24.07.2024, 21:47)

XETRA-Aktienkurs Deutsche Börse AG-Aktie:
188,10 EUR +0,05% (24.07.2024, 17:35)

ISIN Deutsche Börse AG-Aktie:
DE0005810055

WKN Deutsche Börse AG-Aktie:
581005

Ticker-Symbol Deutsche Börse AG-Aktie:
DB1

NASDAQ OTC-Symbol Deutsche Börse AG-Aktie:
DBOEF

Kurzprofil Deutsche Börse AG:

Die Deutsche Börse AG (ISIN: DE0005810055, WKN: 581005, Ticker-Symbol: DB1, NASDAQ OTC-Symbol: DBOEF) ist die Muttergesellschaft der Gruppe Deutsche Börse. Als internationale Börsenorganisation und innovativer Marktinfrastrukturanbieter sorgt die Gruppe Deutsche Börse für transparente, verlässliche und stabile Kapitalmärkte. Mit ihren Produkten, Dienstleistungen und Technologien schafft sie Sicherheit und Effizienz für eine zukunftsfähige Wirtschaft. Ihre Geschäftsfelder decken die gesamte Prozesskette von Finanzmarkttransaktionen ab. Dazu zählen die Bereitstellung von Indices, Daten, Software-, SaaS- und Analytiklösungen sowie die Zulassung, der Handel und das Clearing. Dazu kommen Fondsdienstleistungen, die Abwicklung und Verwahrung von Finanzinstrumenten sowie das Management von Sicherheiten und Liquidität. Als Technologieunternehmen entwickelt die Gruppe darüber hinaus moderne IT-Lösungen und bietet weltweit IT-Services an. (24.07.2024/ac/a/d)

Archivbeitrag vom 24.07.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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