Aktien des Tages

DAX-Verlierer Munich Re: Seit Jahreshoch deutlich abwärts

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Munich Re-Aktienanalyse von XTB:

Die Experten von XTB nehmen die Aktie der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG (ISIN: DE0008430026, WKN: 843002, Ticker-Symbol: MUV2, NASDAQ OTC-Symbol: MURGF) in einer aktuellen Marktanalyse unter die Lupe.

Gestern (22.10.2024) hätten 15 Aktien auf der Gewinnerseite notiert, 25 Aktien seien mit Abschlägen gehandelt worden. Das Ende der Tabelle habe Münchner Rück mit einem Abschlag von 2,75 Prozent belegt, Vonovia habe um 2,04 Prozent nachgegeben, Brenntag hätten sich um 1,93 Prozent verbilligt.

Betrachtung im Tageschart


Übergeordnete Einschätzung Daily - Prognose: neutral

Nachdem die Aktie zu Jahresanfang kontinuierlich habe zulegen können, sei es ab Anfang April deutlicher abwärts gegangen. Das Papier habe etwa 10 Prozent zurückgesetzt, um nachfolgend ab Anfang Mai wieder zuzulegen. Die zwischenzeitlichen Verluste seien ausgeglichen worden, das Wertpapier habe sich in den Bereich der 450/465 EUR schieben können und sei in dieser Box bis Ende Juni seitwärts weitergelaufen. Nachfolgend habe sich moderate Schwäche breitgemacht.

Nach einem erneuten, vergleichsweise dynamischen Rücksetzer sei es ab Augst wieder deutlich aufwärts gegangen bis knapp an die 500 EUR-Marke. Das Hoch Anfang September sei zwar abverkauft worden, es sei aber nach der Stabilisierung wieder kontinuierlich aufwärts gegangen. Das Wertpapier habe Anfang Oktober erneut zurückgesetzt, nur aber um noch einmal Luft zu holen, um ein neues Jahreshoch (511,20 EUR) zu formatieren. Von hier aus sei es in den letzten fünf Handelstagen teilweise deutlich abwärts gegangen. Die Aktie habe seit dem Hoch gut 7 Prozent abgegeben.

Im Tageschart sei gut erkennbar, dass die SMA20 (aktuell bei 490,11 EUR)/SMA50 (aktuell bei 483,87 EUR) im Juli ein guter Support gewesen seien, diese Linien seien im Rahmen des letzten größeren Rücksetzers aufgegeben worden. Die folgende Erholung sei zunächst an die SMA20 und nachfolgend an die SMA50 gegangen. Die Aktie habe beide Durchschnittslinien nicht direkt durchlaufen, sondern jeweils Schwung genommen. Der Rücksetzer im September habe sich im Dunstkreis der SMA20 erholen können. Die Lunte der Tageskerze sei bis in den Bereich der SMA50 gegangen. Auch im Oktober habe sich die Aktie im Dunstkreis dieser Durchschnittslinie wieder erholen und aufwärts laufen können, um das Jahreshoch zu formatieren. Im Handel gestern sei die SMA50 erneut angelaufen und unterschritten worden.

Wesentlich werde sein, ob der Tagesschluss von gestern heute nicht bestätigt werde. Sollte dies der Fall sein, so könnte das Papier erneut im Dunstkreis der SMA50 Stabilisierungsversuche vollziehen und wieder über die SMA50 bzw. idealerweise direkt über die SMA20 laufen. Stelle sich dieses Szenario ein, so würde sich das Tageschart wieder aufhellen. Könne sich das Papier wieder über der SMA20 festsetzen, so könnte es wieder in Richtung des Jahreshochs gehen.

Werde der Tagesschluss von gestern aber bestätigt, so könnte sich die Aktie im Zuge einer weiteren roten Tageskerze unter der SMA50 etablieren. Wesentlich werde sein, ob das Papier dann den Kontakt zu dieser Linie halten könne. Gelinge dies nicht, so würde sich das Tageschart eintrüben und es könnte als Hinweis interpretiert werden, dass sich die Abgaben in Richtung der SMA200 (aktuell bei 446,98 EUR) ausdehnen könnten.

Betrachtung im 4h Chart


Übergeordnete Einschätzung 4H - Prognose: neutral/bärisch

Im Chart sei erkennbar, das sich der letzte scharfe Rücksetzer im Dunstkreis der SMA200 (aktuell bei 473,44 EUR) habe stabilisieren können. Es sei im direkten Gegenzug wieder an und über die SMA50 gegangen (aktuell bei 489,56 EUR). Beide Durchschnittslinien, die SMA50 als auch die SMA20 (aktuell bei 499,70 EUR), seien bis Ende September ein guter Support gewesen. Die Aktie habe sich immer wieder im Dunstkreis dieser Linien erholen können. Ende September sei es im Zuge der Schwäche unter die SMA50 zurückgegangen. Der Aktie sei es nicht gelungen, sich im Dunstkreis dieser Linie festzusetzen, was im Chart gut erkennbar sei. Es sei im Rahmen weiterer Schwäche an und unter die SMA200 gegangen. Die SMA200 sei erneut eine belastbare Unterstützung gewesen, wie im Chart gut herausgelesen werden könne. Es sei von hier aus direkt aufwärts an das Jahreshoch gegangen. Die Aktie habe im Zuge der Schwäche die SMA20 als auch die SMA50 aufgegeben und sei gestern wieder an die SMA200 gelaufen. Die Lunte der letzten Kerze sei exakt an diese Linie gegangen.

Wichtig werde sein, dass es dem Papier gelinge, sich über der SMA200 festzusetzen. Nach einer möglichen Stabilisierung könnte es wieder aufwärts an die SMA50 bzw. die SMA20 gehen. Da beide Linien in den letzten Handelswochen eine gute Unterstützung gewesen seien, könnte es jetzt im Zweifel schwer werden über diese Linien zurückzulaufen. Aufhellen würde sich das Chartbild aber erst, wenn sich die Aktie wieder über der SMA20 festgesetzt habe.

Werde die SMA200 aber aufgegeben, so könnte sich die Schwäche weiter fortsetzen. Denkbares Anlaufziel könnte zum einen das September Tief (458,40 EUR) bzw. das August Tief (422,70 EUR) sein, so die Experten von XTB in einer aktuellen Marktanalyse. (Analyse vom 23.10.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (23.10.2024/ac/a/d)

Archivbeitrag vom 23.10.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

Märkte im Blick
Weiterlesen
Börsenradar