Carl Zeiss Meditec AG
AFX · XETR · EUR—
Chart wird geladen
Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Carl Zeiss Meditec-Aktienanalyse von "Der Aktionär":
Michael Schröder vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Medizintechnik-Konzerns Carl Zeiss Meditec AG (ISIN: DE0005313704, WKN: 531370, Ticker-Symbol: AFX, NASDAQ OTC-Symbol: CZMWF) unter die Lupe.
Carl Zeiss Meditec habe Mitte Juni aufgrund einer unerwartet langsamen Erholung des Gerätegeschäfts seine Prognosen für das Gesamtjahr gesenkt. "Eine Erholung der Märkte dürfte noch deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen als noch zu Beginn des Geschäftsjahres angenommen", habe Unternehmenschef Markus Weber Anfang August nachgelegt. Kostensenkungen sollten helfen. Analysten würden skeptisch bleiben.
In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahrs 2023/24 (bis Ende September) sei der Umsatz bei Carl Zeiss Meditec um 1,5 Prozent auf knapp 1,5 Milliarden Euro zurückgegangen. Das operative Ergebnis sei um ein Drittel auf knapp 163 Millionen Euro abgesackt. Unter dem Strich sei ein Gewinn von gut 117 Millionen Euro geblieben, nach knapp 206 Millionen ein Jahr zuvor.
Bereits im Juni habe der Medizintechnikkonzern daher die Ziele für das Gesamtjahr gekappt und rechne nun mit rund zwei Milliarden Euro Umsatz. Das bereinigte Ergebnis (EBIT) dürfte zwischen 225 und 275 Millionen Euro liegen.
Carl Zeiss Meditec wolle in Zukunft noch stärker auf die Kosten achten. Im kommenden Geschäftsjahr 2024/25 wolle der Medizintechnikkonzern mit zusätzlichen Maßnahmen einen niedrigen bis mittleren Millionen-Euro-Betrag einsparen - vor allem im Vertrieb und Marketing. Zudem wolle Unternehmenschef Weber aus der weiterhin gut gefüllten Innovations-Pipeline mehr herauszuholen, die Kosten in der Fertigung optimieren und die Produktivität in der Vermarktung steigern würden.
Mittelfristig peile das Unternehmen wieder eine EBIT-Marge in Richtung von rund 20 Prozent an. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahrs habe sie gerade mal 10,9 Prozent betragen, nach 16,2 Prozent im Vorjahr.
Goldman Sachs habe das Kursziel zuletzt von 63 auf 54 Euro gesenkt und die Einstufung auf "sell" belassen. Branchendaten deuteten auf ein eher maues Geschäft mit refraktiven Laser in China hin, so Analyst Richard Felton in. Er habe seine Schätzungen gekappt und darauf hingewiesen, dass er deutlich unter dem Marktkonsens liege.
J.P. Morgan habe die Einstufung mit einem Kursziel von 56 Euro auf "underweight" belassen. Die Papiere des Medizintechnikkonzerns würden zudem den Stempel "Negative Catalyst Watch" wegen der Skepsis für den Quartalsbericht Mitte Dezember tragen. Größter Sorgenfaktor bleibe der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2025, so Analyst David Adlington. Der operative Ergebniskonsens erscheine ihm immer noch viel zu optimistisch.
Nachdem die Aktie im Juni nach der Prognosesenkung schnell um mehr als 25 Prozent an Wert eingebüßt habe, hätten die Aussagen des Vorstands mit den endgültigen Zahlen Anfang August keine frischen Impulse liefern können.
Anleger warten daher vorerst an der Seitenlinie ab, ob mit den eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen nun endlich die erhoffte Rückkehr auf den Wachstumspfad gelingt, so Michael Schröder von "Der Aktionär". (Analyse vom 18.09.2024)
Mit Material von dpa-AFX
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Börsenplätze Carl Zeiss Meditec-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs Carl Zeiss Meditec-Aktie:
58,60 EUR -1,68% (18.09.2024, 13:36)
XETRA-Aktienkurs Carl Zeiss Meditec-Aktie:
58,50 EUR -1,76% (18.09.2024, 13:50)
ISIN Carl Zeiss Meditec-Aktie:
DE0005313704
WKN Carl Zeiss Meditec-Aktie:
531370
Ticker-Symbol Carl Zeiss Meditec-Aktie:
AFX
NASDAQ OTC-Symbol Carl Zeiss Meditec-Aktie:
CZMWF
Kurzprofil Carl Zeiss Meditec AG:
Die im MDAX und im TecDAX der deutschen Börse gelistete Carl Zeiss Meditec AG (ISIN: DE0005313704, WKN: 531370, Ticker-Symbol: AFX, NASDAQ OTC-Symbol: CZMWF) ist einer der weltweit führenden Medizintechnikanbieter. Das Unternehmen liefert innovative Technologien und applikationsorientierte Lösungen, die es den Ärzten ermöglichen, die Lebensqualität ihrer Patienten zu verbessern. Zur Diagnose und Behandlung von Augenkrankheiten bietet das Unternehmen Komplettlösungen, einschließlich Implantaten und Verbrauchsgütern. In der Mikrochirurgie stellt das Unternehmen innovative Visualisierungslösungen bereit. Mit 4.823 Mitarbeitern weltweit erwirtschaftete der Konzern im Geschäftsjahr 2022/23 (30. September) einen Umsatz von 2.089,3 Mio. Euro.
Hauptsitz des Unternehmens ist Jena, Deutschland. Neben weiteren Niederlassungen in Deutschland ist das Unternehmen mit über 50 Prozent seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Standorten in den USA, Japan sowie Spanien und Frankreich vertreten. Das Center for Application and Research India (CARIn) in Bangalore, Indien, und das Carl Zeiss Innovations Center for Research and Development in Shanghai, China, stärken die Präsenz in diesen schnell wachsenden Ländern. Etwa 41 Prozent der Carl Zeiss Meditec-Anteile befinden sich im Streubesitz. Die übrigen rund 59 Prozent werden von der Carl Zeiss AG, einer weltweit führenden Unternehmensgruppe der optischen und optoelektronischen Industrie, gehalten.
Weitere Informationen unter: www.zeiss.de/med (18.09.2024/ac/a/t)
Michael Schröder vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Medizintechnik-Konzerns Carl Zeiss Meditec AG (ISIN: DE0005313704, WKN: 531370, Ticker-Symbol: AFX, NASDAQ OTC-Symbol: CZMWF) unter die Lupe.
Carl Zeiss Meditec habe Mitte Juni aufgrund einer unerwartet langsamen Erholung des Gerätegeschäfts seine Prognosen für das Gesamtjahr gesenkt. "Eine Erholung der Märkte dürfte noch deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen als noch zu Beginn des Geschäftsjahres angenommen", habe Unternehmenschef Markus Weber Anfang August nachgelegt. Kostensenkungen sollten helfen. Analysten würden skeptisch bleiben.
In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahrs 2023/24 (bis Ende September) sei der Umsatz bei Carl Zeiss Meditec um 1,5 Prozent auf knapp 1,5 Milliarden Euro zurückgegangen. Das operative Ergebnis sei um ein Drittel auf knapp 163 Millionen Euro abgesackt. Unter dem Strich sei ein Gewinn von gut 117 Millionen Euro geblieben, nach knapp 206 Millionen ein Jahr zuvor.
Bereits im Juni habe der Medizintechnikkonzern daher die Ziele für das Gesamtjahr gekappt und rechne nun mit rund zwei Milliarden Euro Umsatz. Das bereinigte Ergebnis (EBIT) dürfte zwischen 225 und 275 Millionen Euro liegen.
Carl Zeiss Meditec wolle in Zukunft noch stärker auf die Kosten achten. Im kommenden Geschäftsjahr 2024/25 wolle der Medizintechnikkonzern mit zusätzlichen Maßnahmen einen niedrigen bis mittleren Millionen-Euro-Betrag einsparen - vor allem im Vertrieb und Marketing. Zudem wolle Unternehmenschef Weber aus der weiterhin gut gefüllten Innovations-Pipeline mehr herauszuholen, die Kosten in der Fertigung optimieren und die Produktivität in der Vermarktung steigern würden.
Mittelfristig peile das Unternehmen wieder eine EBIT-Marge in Richtung von rund 20 Prozent an. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahrs habe sie gerade mal 10,9 Prozent betragen, nach 16,2 Prozent im Vorjahr.
Goldman Sachs habe das Kursziel zuletzt von 63 auf 54 Euro gesenkt und die Einstufung auf "sell" belassen. Branchendaten deuteten auf ein eher maues Geschäft mit refraktiven Laser in China hin, so Analyst Richard Felton in. Er habe seine Schätzungen gekappt und darauf hingewiesen, dass er deutlich unter dem Marktkonsens liege.
J.P. Morgan habe die Einstufung mit einem Kursziel von 56 Euro auf "underweight" belassen. Die Papiere des Medizintechnikkonzerns würden zudem den Stempel "Negative Catalyst Watch" wegen der Skepsis für den Quartalsbericht Mitte Dezember tragen. Größter Sorgenfaktor bleibe der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2025, so Analyst David Adlington. Der operative Ergebniskonsens erscheine ihm immer noch viel zu optimistisch.
Nachdem die Aktie im Juni nach der Prognosesenkung schnell um mehr als 25 Prozent an Wert eingebüßt habe, hätten die Aussagen des Vorstands mit den endgültigen Zahlen Anfang August keine frischen Impulse liefern können.
Anleger warten daher vorerst an der Seitenlinie ab, ob mit den eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen nun endlich die erhoffte Rückkehr auf den Wachstumspfad gelingt, so Michael Schröder von "Der Aktionär". (Analyse vom 18.09.2024)
Mit Material von dpa-AFX
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Börsenplätze Carl Zeiss Meditec-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs Carl Zeiss Meditec-Aktie:
58,60 EUR -1,68% (18.09.2024, 13:36)
XETRA-Aktienkurs Carl Zeiss Meditec-Aktie:
58,50 EUR -1,76% (18.09.2024, 13:50)
ISIN Carl Zeiss Meditec-Aktie:
DE0005313704
WKN Carl Zeiss Meditec-Aktie:
531370
Ticker-Symbol Carl Zeiss Meditec-Aktie:
AFX
NASDAQ OTC-Symbol Carl Zeiss Meditec-Aktie:
CZMWF
Kurzprofil Carl Zeiss Meditec AG:
Die im MDAX und im TecDAX der deutschen Börse gelistete Carl Zeiss Meditec AG (ISIN: DE0005313704, WKN: 531370, Ticker-Symbol: AFX, NASDAQ OTC-Symbol: CZMWF) ist einer der weltweit führenden Medizintechnikanbieter. Das Unternehmen liefert innovative Technologien und applikationsorientierte Lösungen, die es den Ärzten ermöglichen, die Lebensqualität ihrer Patienten zu verbessern. Zur Diagnose und Behandlung von Augenkrankheiten bietet das Unternehmen Komplettlösungen, einschließlich Implantaten und Verbrauchsgütern. In der Mikrochirurgie stellt das Unternehmen innovative Visualisierungslösungen bereit. Mit 4.823 Mitarbeitern weltweit erwirtschaftete der Konzern im Geschäftsjahr 2022/23 (30. September) einen Umsatz von 2.089,3 Mio. Euro.
Hauptsitz des Unternehmens ist Jena, Deutschland. Neben weiteren Niederlassungen in Deutschland ist das Unternehmen mit über 50 Prozent seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Standorten in den USA, Japan sowie Spanien und Frankreich vertreten. Das Center for Application and Research India (CARIn) in Bangalore, Indien, und das Carl Zeiss Innovations Center for Research and Development in Shanghai, China, stärken die Präsenz in diesen schnell wachsenden Ländern. Etwa 41 Prozent der Carl Zeiss Meditec-Anteile befinden sich im Streubesitz. Die übrigen rund 59 Prozent werden von der Carl Zeiss AG, einer weltweit führenden Unternehmensgruppe der optischen und optoelektronischen Industrie, gehalten.
Weitere Informationen unter: www.zeiss.de/med (18.09.2024/ac/a/t)
Archivbeitrag vom 18.09.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.