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Cantourage Aktie: HIT Feedback - Regulatorik-Sorgen erscheinen übertrieben

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Cantourage-Aktienanalyse von der Montega AG:

Ingo Schmidt, Aktienanalyst der Montega AG, rät in einer aktuellen Aktienanalyse unverändert zum Kauf der Aktie der Cantourage Group SE (ISIN: DE000A3DSV01, WKN: A3DSV0, Ticker-Symbol: HIGH).

Cantourage habe im Rahmen der Hamburger Investorentage (HIT) die operative Dynamik eindrucksvoll bestätigt. Die präsentierten Daten würden verdeutlichen, dass das Unternehmen die Skalierung seines Asset-light-Modells erfolgreich vorantreibe und sich als dominanter Akteur im europäischen Medizinalcannabis-Markt etabliere. Mit einem erwarteten Umsatzsprung auf ca. 93,0 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2025 und einem Rekord-EBITDA von etwa 6,0 Mio. EUR unterstreiche das Management, dass das starke Patientenwachstum - monatlich würden über 100.000 Patienten versorgt - unmittelbar in Profitabilität münde. In der Präsentation äußere sich das Unternehmen zudem zuversichtlich zu den politischen Rahmenbedingungen in Deutschland und erwarte weit weniger einschneidende Veränderungen als ursprünglich am Markt befürchtet worden seien.

Anpassung statt Systemwechsel in der Regulatorik: Die aktuelle Debatte um die Novellierung des Medizinal-Cannabisgesetzes (MedCanG) und mögliche Einschränkungen bei der Telemedizin hätten zuletzt für Volatilität gesorgt. Nach Einschätzung von Ingo Schmidt und unter Berücksichtigung der jüngsten Signale aus Berlin sei jedoch davon auszugehen, dass das oft zitierte "Worst-Case-Szenario" - ein vollständiger Rückrollmechanismus auf den Status vor der Legalisierung - höchstwahrscheinlich nicht eintreten werde. Vielmehr deute alles auf eine abgeschwächte Anpassung der bestehenden Gesetzgebung hin. Eine moderate Regulierung, die beispielsweise die Qualität der Erstberatung sichere, ohne den digitalen Zugang für Patienten vollständig zu kappen, könne sogar zu einer Marktbereinigung führen, von der etablierte Qualitätsanbieter wie Cantourage langfristig profitieren könnten. Die regulatorische Resilienz werde durch die konsequente Expansion in weitere europäische Auslandsmärkte zusätzlich untermauert.

Neben den bereits etablierten Standorten in Großbritannien und Polen treibe Cantourage den Markteintritt in Ländern wie Italien, Spanien und Frankreich aktiv voran. Diese geografische Diversifizierung fungiere als effektiver Risikopuffer gegenüber potenziellen regulatorischen Schwankungen in einzelnen Nationalstaaten. Die bewiesene Widerstandsfähigkeit in Märkten wie Polen zeige zudem, dass der Bedarf an medizinischen Lösungen so fundamental sei, dass administrative Hürden das Marktwachstum allenfalls temporär bremsen, aber nicht stoppen könnten.

Professionalisierung als Kurstracker in der Governance: Trotz dieser guten operativen Entwicklung bleibe die vollständige Herstellung der Kapitalmarktreife die wichtigste Hausaufgabe für das Jahr 2026. Das Vertrauen der Investoren hänge maßgeblich davon ab, dass die Transparenz im Finanzwesen weiter erhöht werde. Hierzu zähle primär die zeitnahe Vorlage des noch ausstehenden testierten Jahresabschlusses für 2024. Ingo Schmidt werte die personelle Verstärkung im Finanzressort durch die neue CFO Monique Jaqqam als klares Bekenntnis des Vorstands, das Berichtswesen zu professionalisieren und die Kommunikation von Sondereffekten - wie der jüngsten Rückstellungsauflösung in Höhe von 2,0 Mio. EUR - noch transparenter zu gestalten.

Zusammenfassend biete das aktuelle Kursniveau einen interessanten Einstiegszeitpunkt. Cantourage vereine signifikantes Wachstum mit Profitabilität in einem komplexen Umfeld. Sobald die formalen Transparenzanforderungen erfüllt seien und das regulatorische Bild in Deutschland klarer werde, sehe Schmidt substanzielles Erholungspotenzial.

Ingo Schmidt, Analyst der Montega AG, bestätigt seine "kaufen"-Empfehlung für die Cantourage-Aktie bei einem Kursziel von 6,00 EUR. (Analyse vom 09.02.2026)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (09.02.2026/ac/a/nw)

Archivbeitrag vom 09.02.2026. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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