Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Boeing-Aktienanalyse von "Der Aktionär":
Sarina Rosenbusch vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie von The Boeing Company (ISIN: US0970231058, WKN: 850471, Ticker-Symbol: BCO, NYSE-Symbol: BA) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Boeing habe am Donnerstag angekündigt, die Produktion seiner Großraumflugzeuge vom Typ 787 Dreamliner wieder deutlich hochzufahren. Mit diesem Schritt wolle der Flugzeugbauer nicht nur seine Produktionsprobleme hinter sich lassen, sondern auch im Konkurrenzkampf mit Airbus aufholen.
Boeing plane, die Produktionsrate des Flugzeugs bis 2026 auf zehn Einheiten pro Monat zu erhöhen. Derzeit produziere der US-Konzern weniger als fünf 787 pro Monat. Dadurch sollten in den nächsten fünf Jahren 500 neue Arbeitsplätze entstehen. Um dieses Ziel zu erreichen, werde das Endmontagewerk auf dem Boeing-Gelände in der Nähe des Charleston International Airport für eine Milliarde Dollar ausgebaut. Bis Jahresende solle die Produktion wieder auf fünf Flugzeuge pro Monat erhöht werden.
Boeing stehe schon länger vor der Herausforderung, die Produktion seines Prestigejets 787 auf Kurs zu bringen. Fast zwei Jahre lang hätten die Auslieferungen wegen verschiedener Produktions- und Regulierungsprobleme nahezu stillgestanden. Anfang des Jahres seien die 787-Jets erneut ins Visier der Aufsichtsbehörden geraten. Die Vorwürfe würden von unvollständigen Inspektionen bis hin zu fehlerhaft befestigten Bauteilen reichen. Bis Ende letzten Monaten seien noch 785 Bestellungen für die Jets offen gewesen.
Doch auch bei den Schmalrumpfflugzeuge der MAX-Reihe sei es zu Verzögerungen gekommen. Im vergangenen Monat habe das Auslieferungsniveau mit lediglich neun Jets die niedrigste Zahl seit der Pandemie 2021 erreicht. Auslöser seien ein verheerender Maschinenbaustreik und ein abruptes Herunterfahren der Produktion Anfang des Jahres gewesen, da sich im Januar während eines Fluges die Türverriegelung einer 737 MAX gelöst habe. Trotzdem gebe Boeing die Hoffnung nicht auf: Aus Sicht des US-Konzerns gebe es Spielraum für "potenzielle zukünftige Preiserhöhungen, die durch die Marktnachfrage getrieben werden."
Doch selbst mit der angekündigten Ausweitung der 787-Produktion dürfte es Boeing schwer fallen, den Abstand zu Airbus zu verringern. Der europäische Rivale habe bereits angekündigt, die Produktion seines Konkurrenzmodells A350 von derzeit sechs auf zwölf Flugzeuge pro Monat bis 2028 zu erhöhen.
Boeing mache Fortschritte, das komme auch am Freitag bei den Anlegern gut an: Die Aktie gewinne vorbörslich rund ein halbes Prozent. Dennoch könnte ein nachhaltiger Turnaround noch Monate dauern.
Ein Einstieg drängt sich nicht auf, so Sarina Rosenbusch von "Der Aktionär" zur Boeing-Aktie. Airbus liege dagegen als klare Nummer 1 der Flugzeugbranche klar vorne. Die Aktie bleibe eine laufende Empfehlung des "Aktionär". (Analyse vom 13.12.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (13.12.2024/ac/a/n)
Sarina Rosenbusch vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie von The Boeing Company (ISIN: US0970231058, WKN: 850471, Ticker-Symbol: BCO, NYSE-Symbol: BA) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Boeing habe am Donnerstag angekündigt, die Produktion seiner Großraumflugzeuge vom Typ 787 Dreamliner wieder deutlich hochzufahren. Mit diesem Schritt wolle der Flugzeugbauer nicht nur seine Produktionsprobleme hinter sich lassen, sondern auch im Konkurrenzkampf mit Airbus aufholen.
Boeing plane, die Produktionsrate des Flugzeugs bis 2026 auf zehn Einheiten pro Monat zu erhöhen. Derzeit produziere der US-Konzern weniger als fünf 787 pro Monat. Dadurch sollten in den nächsten fünf Jahren 500 neue Arbeitsplätze entstehen. Um dieses Ziel zu erreichen, werde das Endmontagewerk auf dem Boeing-Gelände in der Nähe des Charleston International Airport für eine Milliarde Dollar ausgebaut. Bis Jahresende solle die Produktion wieder auf fünf Flugzeuge pro Monat erhöht werden.
Boeing stehe schon länger vor der Herausforderung, die Produktion seines Prestigejets 787 auf Kurs zu bringen. Fast zwei Jahre lang hätten die Auslieferungen wegen verschiedener Produktions- und Regulierungsprobleme nahezu stillgestanden. Anfang des Jahres seien die 787-Jets erneut ins Visier der Aufsichtsbehörden geraten. Die Vorwürfe würden von unvollständigen Inspektionen bis hin zu fehlerhaft befestigten Bauteilen reichen. Bis Ende letzten Monaten seien noch 785 Bestellungen für die Jets offen gewesen.
Doch auch bei den Schmalrumpfflugzeuge der MAX-Reihe sei es zu Verzögerungen gekommen. Im vergangenen Monat habe das Auslieferungsniveau mit lediglich neun Jets die niedrigste Zahl seit der Pandemie 2021 erreicht. Auslöser seien ein verheerender Maschinenbaustreik und ein abruptes Herunterfahren der Produktion Anfang des Jahres gewesen, da sich im Januar während eines Fluges die Türverriegelung einer 737 MAX gelöst habe. Trotzdem gebe Boeing die Hoffnung nicht auf: Aus Sicht des US-Konzerns gebe es Spielraum für "potenzielle zukünftige Preiserhöhungen, die durch die Marktnachfrage getrieben werden."
Doch selbst mit der angekündigten Ausweitung der 787-Produktion dürfte es Boeing schwer fallen, den Abstand zu Airbus zu verringern. Der europäische Rivale habe bereits angekündigt, die Produktion seines Konkurrenzmodells A350 von derzeit sechs auf zwölf Flugzeuge pro Monat bis 2028 zu erhöhen.
Boeing mache Fortschritte, das komme auch am Freitag bei den Anlegern gut an: Die Aktie gewinne vorbörslich rund ein halbes Prozent. Dennoch könnte ein nachhaltiger Turnaround noch Monate dauern.
Ein Einstieg drängt sich nicht auf, so Sarina Rosenbusch von "Der Aktionär" zur Boeing-Aktie. Airbus liege dagegen als klare Nummer 1 der Flugzeugbranche klar vorne. Die Aktie bleibe eine laufende Empfehlung des "Aktionär". (Analyse vom 13.12.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (13.12.2024/ac/a/n)
Archivbeitrag vom 13.12.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.