Aktien des Tages

Boeing Aktie: Sturzflug nach Eskalation im Zoll-Krieg

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Boeing-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Martin Mrowka vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie von The Boeing Co. (ISIN: US0970231058, WKN: 850471, Ticker-Symbol: BCO, NYSE-Symbol: BA) unter die Lupe.

US-Flugzeugbauer gehöre nach einem Kursminus von 10% am Donnerstag auch am Freitag zu den größten Verlierern im Dow Jones. Die von China angekündigten Gegenzölle auf US-Importe i.H.v. 34% würden für eine Fortsetzung des Sturzflugs sorgen. Auch Konkurrent Airbus und Zulieferer der Luftfahrt-Industrie würden stark nachgeben.

Die Gegenzölle würden v.a. Boeing treffen. Denn der US-Konzern liefere Flugzeuge auch nach China, erhalte von dort zudem hochwertige Verbundwerkstoffteile und -Baugruppen für die Luft- und Raumfahrt, darunter Primär- und Sekundärstrukturen und Innenraum-Komponenten für Verkehrsflugzeuge.

Nach der Corona-Krise und den damit verbundenen Störungen in den Lieferketten seien Passagier-Jets bereits ohne den Zollstreit ein knappes Gut geworden: Wegen massiver Herstellungs- und Zulassungsprobleme sei insbesondere Boeing mit seinen Lieferungen im Vollzug, sodass zahlreiche Fluggesellschaften wie Lufthansa oder Ryanair händeringend auf neue Flugzeuge warten würden. Beim europäischen Konkurrenten Airbus seien die Auftragsbücher so voll, dass neue Aufträge meist nicht mehr in diesem Jahrzehnt ausgeliefert werden könnten.

Die Boeing-Aktie habe bereits am Donnerstag um mehr als 7% auf nur noch 150,91 USD nachgegeben. Vorbörslich verliere der Dow-Wert weitere 6% und rutsche im Premarket unter 142 USD. Charttechnisch warte erst unter der 138-USD-Marke eine Unterstützung. Dort habe die Boeing-Aktie ihr 2024er-Jahrestief markiert - das tiefste Niveau seit Oktober 2022.

Trumps Strafzölle würden internationale Handelsbeziehungen durcheinanderwirbeln und zu sehr negativen Auswirkungen auch für die Luftfahrtindustrie und den internationalen Luftverkehr führen. Boeing sei besonders stark betroffen, die Zölle betreffen eine Vielzahl von Flugzeug-Teilen und würden dadurch auch die Flugzeuge insgesamt verteuern.

Konkurrent Airbus sei ähnlich aufgestellt, produziere aber hauptsächlich in Europa. Die Airbus-Aktie bleibe im Flugzeug-Sektor der Favorit des "Aktionärs", so Martin Mrowka vom Anlegermagazin "Der Aktionär" in einer aktuellen Aktienanalyse. (Analyse vom 04.04.2025)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (04.04.2025/ac/a/n)

Archivbeitrag vom 04.04.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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